Herbst ist der Beginn der Reformation

Wie schön dieser Herbst ist, der uns so vieles lehrt. Bisher hatte er für mich oft etwas Schweres, schwingt da doch diese Wehmut des Vergehens und Abschiedes mit. Im Grunde genommen können wir den Herbst nur mit der Hoffnung auf Erneuerung genießen.

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Das hat mir die Augen geöffnet, dass im Herbst der Beginn für die Reformation liegt, denn diese geht mit der Befreiung von Schwerem einher. Indem wir das Loslassen üben und die Reise mit möglichst wenig Gepäck antreten,  uns an den kleinen Dingen freuen, die der Wind vor uns ausbreitet, kann die Erneuerung bei uns einziehen.

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Wie geht es dir persönlich mit dem Thema Erneuerung – Reformation? Kommt dir auch sofort die Assoziation von Herausforderung und Veränderung? Wie gut kannst du dich in deinem Leben darauf einlassen?

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Wie reagiert die Natur darauf? Sie nimmt die Umstände hin und passt sich, wenn nötig an oder stemmt sich gut verwurzelt mit aller Kraft dagegen. Es ist bei uns auch ein immerwährendes Abwägen zwischen Anpassung und einem mutigen Voranschreiten und Ausprobieren, verbunden mit dem Loslassen gewohnter Glaubenssätze und liebgewordener Verhaltensweisen und vielleicht einem vermehrten Anecken. Denn wann immer wir Gewohntes loslassen, stoßen wir auch auf Unverständnis oder Inakzeptanz, weil wir ja unterschiedlich schnell und woanders in unserer Entwicklung unterwegs sind. Oft ist das verbunden mit inneren Widerständen – bei uns und bei unserem Umfeld. Denn wenn einer etwas ändert, kommt alles ein wenig durcheinander. Doch wenn wir uns diese inneren Ärgernisse näher anschauen, sehen wir, dass sie meist eine lange Entstehungsgeschichte haben. Wenn wir uns mit ihr auseinandersetzen, finden wir vielleicht eher Lösungen, wie eine adäquate Reaktion auf die Umstände aussehen könnte. All das entdeckt man manchmal in der Natur oder beim Malen.

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Ist der Herbst und kommende Winter nicht sowieso eine besinnliche Zeit der Reflexion? Die Natur bereitet sich jedenfalls auf die kommende Zeit des Ausruhens vor, indem sie alles loslässt – das Schwere genauso wie das Leichte. Ein schönes Bild.

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Soweit meine jetzigen Erkenntnisse und Erfahrungen. Bist du auch am Aussortieren von Dingen und lästigen Gedanken, um Erneuerung einziehen zu lassen? Ich wünsche dir Freude und Mut für die Reformation, die Gott uns tagtäglich anbietet (nicht nur am Reformationstag). Lyrik zum Reformationstag

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Reformation – Veränderung, Entwicklung, Wachstum

Zeit für Reformation – Veränderung, Entwicklung, Wachstum

Für  mich bedeutet das in erster Linie, alte Denk- und Verhaltensmuster zu hinterfragen und sich auf den Weg zu Neuem zu machen. Deshalb bin ich überhaupt kein Halloween-Fan – das fördert die Angst, speziell bei Kindern, oder es verharmlost und führt zur Abstumpfung, dabei sind böse Mächte durchaus real.

Reformation hingegen ist zwar auch nicht einfach und tut zuweilen weh. Ich denke manchmal darüber nach, was für Kämpfe Luther wohl ausgestanden hat, als er allein auf der Wartburg oder in seinem Klosterzimmer in Erfurt war. Und wieviel Alleinsein wohl nötig ist, um die nächsten mutigen Schritte zu gehen? Aber es entsteht wunderbar Neues und Wachstum und das ist es allemal wert. Ich möchte es nicht mehr missen, Menschen in meinem Leben zu haben, die mich herausfordern, mich zu hinterfragen und mutig neue Schritte zu wagen – durch ihn, den Ursprung allen Lebens: „Ihm, der mit seiner unerschöpflichen Kraft in uns am Werk ist und enendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde von Generation zu Generation und für immer und ewig.“ Eph. 3,20

Und obwohl ich gerade seit ein paar Wochen eine Schreibblockade habe und mir das Schreiben auf einmal schwer fällt – da sieht man mal wieder, dass nichts selbstverständlich, sondern alles ein Geschenk ist– verliere ich ein paar Worte zu meinem Kosovotrip (die es nicht auszudrücken vermögen, wieviel mir diese Reise bedeutet hat). Vielleicht zeigen die Fotos das besser? Danke an die Menschen, die mich ermutigt haben. Danke Gott, dass du mich hingeschickt hast. Jetzt ist das Reisefieber wieder entfacht, was ein paar Jahre schlummern mußte…und ich werde wohl ab und zu mal weg sein.

 

 

 

 

 

Es ist schön, über den Tellerrand des eigenen Lebens hinauszuschauen. Denn bei allen menschlichen Begegnungen kann man so viel lernen. Und darum geht es doch auf dieser Lebensreise, oder?

Unser Musikteam „his compliments“ machte sich auf den Weg, um Lobpreis für unseren Gott in den Kosovo zu bringen und die Menschen zu ermutigen. Aber Überraschung – Gott war schon da und am meisten wurden wir dort beschenkt und haben vieles gelernt. Ich hatte ein sehr einprägsames Erlebnis mit Gott, allein dafür hat sich der Trip gelohnt.

Und es gab so einige Herausforderungen:

  • zu zehnt in einem Haus und jeder hat so seine Befindlichkeiten,
  • nur 1 Bad J – mit einem ausgeklügelten Duschplan für alle (dank Laura),
  • deutsche Pläne über den Tagesablauf, die für die Menschen im Kosovo nicht so wichtig sind, weil Spontanität und Flexiblilität ganz oben stehen,
  • sich mit einer fremden Kultur auseinandersetzen,
  • beim Autofahren und dem dortigen Fahrstil gelassen bleiben,
  • keine Selbstbestimmung, sondern sich in die Gruppe und Gegebenheiten einordnen
  • öfters mangelnde Sprachkenntnisse meinerseits
  • zu sehen, wie anders Kinder dort ohne Begleitung aufwachsen (Familiengepräge und Kultur)
  • mit dem eigenen Gefühl klarkommen, dass nach deutschen Maßstäben gar nicht so viel zu tun war, aber wir mit Warmherzigkeit beschenkt wurden und unser Dasein dankbar angenommen wurde
  • als Frau in einem muslimisch geprägten Land unterwegs zu sein (ich war ganz dankbar, dass immer ein Bandkollege in der Nähe war)

Herausforderungen sind so wichtig für unser Leben, denn sie verändern etwas in uns und weiten unsere Herzen, bewirken Verständnis, machen innerlich sehr reich und mutiger.

nette Buchläden gabs da

Kosovo

du schönes Land voller

Gegensätze

weit, bunt

aber auch chaotisch und umkämpft

von vielen

 

auf der Suche nach Unabhängigkeit

durchwoben von verschiedenen

Sprachen

 

wirkt es, als wäre die Zeit

stehengeblieben

 

 

viele Ideen werden umgesetzt, doch

nicht beendet und bleiben somit

unvollendet

 

 

einerseits bittere Armut, doch

Verschwendung und Konsum auf der

anderen Seite

 

und wer kümmert sich um deine

Kinder?

Deine Menschen haben mich so

vieles gelehrt:

der warmherzige Empfang tat so gut

in der Fremde

 

Flexibilität und Spontanität sind

wichtig

 

alles ruhig angehen und sich

entschleunigen hilft enorm im Alltag

nicht allzu viele Pläne zu machen,

denn es kommt sowieso anders

 

sich unterzuordnen entkrampft und

entlastet zuweilen

 

 

laaaange Teezeiten und Zeit für

Menschen

 

 

Es entsteht Wachstum durch Herausforderung, wenn sie nicht zu arg ist.

die Dinge erstmal rankommen

lassen

 

 

 

 

Ich brauche immer noch Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und bin gespannt, ob ich es schaffe, das neu Gelernte im Alltag umzusetzen. Falls du lange nicht mehr weg warst, es tut gut, mach dich auf. Lebe die Reformation in deinem Umfeld. Manchmal bedeutet das nur, mutig Dinge anders zu machen als alle um dich herum. Und es beginnt bei jedem selbst. Schau über deinen Tellerrand heraus und wachse dadurch über dich hinaus.

wir durften die Erntedank-Deko gestalten 🙂