Vorfrühling

Für alle, die den Winter wirklich satt haben, gibt es zum Glück den Vorfrühling. Die ersten Frühblüher sind die Schneeglöckchen und Krokusse, zu denen ich mir ein paar Gedanken gemacht habe.

Das Schneeglöckchen hieß im Volksmund „schönes Februarmädchen“. Das Volk hat recht. Diese zarte Pflanze ist wunderschön, einmal näher betrachtet. Und sie wächst mitten im Schnee, was für eine Widerstandskraft. Dazu habe ich bei Auszeitklang einen neuen Artikel in der Schmöckerecke geschrieben.

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Schneeglöckchen gelten als giftig. Deshalb erfreuen wir uns einfach so an ihnen.

www.wertdernatur.deSie sind nicht die einzigen, die sich durchkämpfen, bei Wind und Wetter.

Jeder Grashalm versucht, der Witterung standzuhalten, um das Beste aus den Umständen zu machen. Mir wurde beim Fotografieren neu klar, wie wichtig es ist, dass wir uns mit uns selbst auseinandersetzen. Das ist die Voraussetzung für ein gutes Miteinander. Das wiederum brauchen wir momentan und das wünsche ich dir von Herzen.

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Nun spricht der momentan Krieg genau das Gegenteil. Kalte Gewalt bahnt sich den Weg. Und immer wieder frage ich mich, wie mein Leben normal weitergehen kann angesichts dieses Krieges? Doch dann besinne ich mich: ich kann nur in meinem Umfeld Freundlichkeit und Frieden ausstrahlen und beten. So freue ich mich über jeden, der das auch lebt – diese Art Miteinander.

Auch die Krokusse, die Blumen der Freude und Bewunderung, erfreuen vor allem in der Kälte mit ihren bunten Farben und ihrem schönen Inneren. Doch was wären sie ohne die Kraft der Sonne? Ohne diese gütig wärmenden Strahlen wären wir alle nichts. Deshalb bin ich froh, des Schöpfers Wärme in mir zu tragen 🙂 wie die Krokusse. Ich hoffe, sie ist ansteckend.

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www.wertdernatur.deWie schön, dass es diese friedlichen Augenblicke gibt. Sei gesegnet.

Ode an den Wald

Hatte ich versprochen, dass ich mich mehr um die Natur kümmere? Na klar, aber ohne Lyrik gehts leider nicht mehr. Vielleicht ist ja der ein oder andere Gedankenanstoß für dich dabei:

Des Waldes Nutzwert ist anderer Natur

Wie hier schon oft erwähnt, nutze ich die Natur sehr gern, um verschiedenes herzustellen. Aber in diesem Monat wurde mir deutlich, dass die Natur, der Wald an sich einen unglaublichen Nutzen hat – sein DASEIN. Inspiriert hat mich auch der Film „das Geheime Leben der Bäume“.

Der Wald ist da, um uns herum und beschenkt uns durch nichts als einfach da zu sein. Wir können diesen freien weiten lebendigen Raum nutzen, um uns mit uns selbst zu befassen. Unsere Augen finden Trost und Symbolik im Beobachten und Entdecken, unsere Nase erfreut sich an den rauhen Gerüchen des Waldes und wenn wir uns ins Gras setzen, spüren wir, dass wir gehalten werden, wir gehen gestärkt mit der Lunge voll frischer Luft wieder hinaus und das alles, obwohl wir nichts tun. Mancher ist dazu noch nicht bereit, es braucht Zeit.

Wann hast du das letzte Mal alle Gefühle rausgelassen, die du in dir spürtest? Weinen, lachen, schreien, tanzen, Wut, Angst…Im Wald geht das – er umfängt dich wie Gottes liebevoller Arm und dort darf alles sein. Nichts muss in dir bleiben, du darfst ehrlich sein. Welcher Mensch hält das schon auf die Dauer aus? Du bist liebenswert ohne irgendetwas zu tun. Ist dir das klar? Hast du darüber schon einmal nachgedacht? All die Versuche, irgendetwas zu tun, machen dich nicht liebenswerter – nicht für Gott und manchmal auch nicht für andere Menschen.

Und geht es uns nicht oft so, dass wir kaum aushalten, wenn ein Anderer seinen Schmerz erzählt und wir anschauen müssen, wie jemand schlimme Erfahrungen macht? Manchmal können wir Menschen nicht helfen, wir alle müssen uns unserem Schmerz allein stellen, aber wir können da sein, wenn uns punktuell jemand braucht und zuhören, beten und können lernen, dieses Schmerz veratmen einfach mit auszuhalten, wie der Wald.

Was diese alten Bäume wohl alles schon in ihrem Leben gesehen haben?

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Jedenfalls gehe ich jedesmal stärker und aufrechter aus dem Wald hinaus, auch wenn ich traurig hineingegangen bin, immer gibt es etwas neues zu entdecken und zu lernen, auch und gerade über mich selbst.

Natürlich kann man dabei nicht stehenbleiben – es gibt eine Menge zu schaffen. Aber die Motivation deines Schaffens ist entscheidend, weil sie dich antreibt und entscheidet,  ob du irgendwann ausbrennst oder im Einklang mit Gott und dir auf dieser Erde lebst. Und diese Reise zu den Wurzeln deiner Selbst ist wichtig, weil du sonst deine Kraft verschwendest und nicht deine Bestimmung lebst.

Ich wünschte, ich könnte dir vermitteln, wie der Wald mich inspiriert und auftanken lässt. Probier es doch mal aus und glaube, dass du dich selbst in ihm entdeckst.

Bei mir hat es geklappt.

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Ode an den Wald oder

Gottes schöne Handschrift in jedem kleinen Detail

tiefsinnliche Schönheit

in der Enthüllung

deiner Erfüllung

wachsender Atem des Lebens

in moosduftend betörende Lebendigkeit

durchwoben mit der Leidenschaft

eines Schöpfergottes

in detailentfachter Zuneigung

im hinreissenden Umgebensein

von der eigenen

aufkeimenden Vorstellungskraft

erwacht Daseinsschwung

durch liebevolles Erkennen

des erkannt worden sein

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W – waldbesäumte

A – Annahme

L – luftspiegelnder

D – Dornbüschel

im Wald allein

grenzenlos und verwundbar sein

durch Halt im Verwurzelungskeim

waldbewachsen wird der Schmerz abplatzen

und die Selbstannahme wie ein Windsame

in dir aufgehen

in rauher und knarrender Baumkraft

wird dein grünblühender Sinn sichtbar gemacht

du bist sonnenstrahlendurchbrechend

diamantglänzend erdacht

lebe wie ein Waldblätterschwamm:

deinen eigenen blätterknisternden Klang

im umwehenden Waldecho-Daseins-Spaziergang

Zierquitte

Zierquitte Verwendung auf www.wertdernatur.de

Ich habe wieder eine neue Entdeckung gemacht. Das freut mich immer so, wenn ich Pflanzen finde, die ich nutzen kann, obwohl ich dachte, sie seien ungenießbar. Heute geht es also um einen Strauch – die Zierquitte. Sie wird auch Scheinquitte genannt und kommt aus Ostasien.

Zierquitte in der Küche verwenden unter www.wertdernatur.de

Sie blüht im Frühling leuchtend rot und hat im Herbst wunderbar duftende gelbe kleine Quitten. Leider hat sie auch ziemliche Dornen, was das Ernten etwas erschwert, aber dafür wächst dieser Strauch in vielen Parks oder auf öffentlichen Plätzen. Sicher wirst du ab jetzt nach ihnen Ausschau halten. Du kannst die harten Quitten in die Wohnung legen, weil sie wirklich einen tollen intensiven Geruch verströmen.

Ein bisschen Lyrika am Anfang darf nicht fehlen:

Zierquitte

(steht für die Freuden und Leiden der Ehe)

Welch zwiespältiger Duft aus dir wohlig hervortritt.

Es fehlt nur dieser eine Schritt und Nähe entsteht aus der Kluft.

Die Ehe ist ein seltsam Ding. In ihr lebt verbundene Innigkeit,

doch auch Schmerz liegt wohl bereit, um zu tragen diesen Ring.

 

Davon spricht dein Duft sehr leise. Von unsagbar schönen Zeiten

mit Texten, die in Bücher gleiten, von einer aufregenden, weiten Reise

in unbekannt geliebtes Land. Welch ein entdeckendes, neugierig Lesen

in des(r) Geliebten schönem Wesen. Doch wer hat die Zukunft in der Hand?

 

So flüstert dein leicht herbbitterer Geruch. Jeden Tag so intensiv zu beginnen,

als will man Vertrautheit neu gewinnen. Wie schön wäre dieser Anspruch.

Und jeden Abend enden zu lassen, als könne man nicht erfassen,

welch Glück einem widerfahren ist.

 

Und als ob dieser Abend der letzte wäre,

zärtlich die/den Liebsten der Nacht überlassen.

In Freiheit liebt und hält einer beide, hat wohl große Pläne, der Friedefürst,

der seine Versprechen niemals vergisst. Zierquitten erinnern mit Duft wie Seide.

www.wertdernatur.deDoch wie kann man Zierquitten nun verarbeiten?

Du kannst sie zu Saft, Likör und Gelee verarbeiten. Das Grundrezept findest du hier: Marmelade kochen Schritt für Schritt, wobei ich sie weder schäle, noch das Kerngehäuse entferne, weil da das meiste Pektin enthalten ist. Einfach weich kochen und dann durch ein Sieb passieren.

Zierquitte – sehr vitamin-C-haltig

Zierquitten sind säuerlich und enthalten sehr viel Vitamin C – perfekt für den Herbst und die kommenden kalten Tage. Vom Geschmack her haben Zierquitten einen leichten Bitterton, deshalb kann man sie gut mit süßen Früchten mischen. Aber wer „Saures“ mag, wird dieses Quittengelee lieben.

für die Gärtner

Die Blüten entwickeln sich am zweijährigen Holz, deshalb sollte man die Sträucher nicht zu oft beschneiden, wenn man sie sich als Hecke in den Garten pflanzt. Sie brauchen wenig Pflege. Im Frühjahr sind die Zweige auch ein hübscher Schmuck für die Wohnung, wenn man sich nach Farbe sehnt, denn die Blüten sind leuchtend rot. Eine Vermehrung des Strauches ist durch Steckhölzer im Sommer möglich. Wenn man die Früchte im Herbst nicht erntet, freuen sich die Vögel und picken die Früchte an und die Kerne raus. Die Früchte sind, kühl gestellt, sehr lange lagerfähig.

weitere Rezepte:

Zitronensaftersatz

  • Zierquitten in Scheiben schneiden
  • nun in ein Glas schichten und mit Zucker bestreuen
  • nach ca. 3 Tagen abseihen – im Kühlschrank eine Weile lagerfähig
  • die Scheiben werden bei der Kompottherstellung mit benutzt

Quittenbrot

  • weichgekochte Quitten schälen und Kerngehäuse entfernen
  • Früchte pürieren
  • Gelierzucker hinzufügen, kochen lassen
  • Quittenmus 1-2 cm dick auf ein Blech streichen
  • einige Wochen an der Luft trocknen lassen
  • fest kann man dann Streifen oder Rauten schneiden
  • (quelle: http://www.gartenwelt-natur.de)

Und nun schau doch mal, wo es in deiner Nähe einen Zierquittenstrauch gibt? Bestimmt wirst du fündig. Viel Freude mit dieser kleinen Geschichte zum Abschluss.

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Zwei Zierquitten fielen von ihrem Strauch. Das machte sie zuerst benommen,

wie waren sie hier her gekommen? Sie froren und sie trauerten auch.

Da hockten sie nun so im Schnee. Sie waren etwas durcheinander

und rückten erstmal auseinander, da war so viel von altem Weh.

Jedoch war es nun einmal so, dass sie den anderen verstanden,

obwohl sie sich noch nicht gut kannten. Das machte sie unheimlich froh.

Die eine rollte nun ganz leise hinüber, schmolz im Schnee dahin.

Die And´re sah es als Beginn und spielte eine sanfte Weise.

Was aus ihnen wohl geworden ist? Psst, leise, sonst stört ihr den …

~

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.