Auflösung: Orangenkerze bauen und Schalen nutzen

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Damit du auch zu Weihnachten den Duft der Orangenkerze genießen kannst, kommt hier die Anleitung zum Bauen:

Die Orangenschale wird in der Mitte halbiert. Dabei musst du vorsichtig die Schale ablösen und darauf achten, dass ein Stück Stiel an der Schale dran bleibt. Das wird dein Docht.

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Nun schneidest du Muster in die Schale, weil das nett aussieht. Dann nimmst du Öl und gießt es über den Docht. Es zieht relativ schnell in die Schale ein, sodass du nochmal einen Schluck Öl nachgießen kannst. Nun kommt das Anzünden – es ist der schwierigste Part. Du brauchst ein bisschen Geduld. Wenn es einmal brennt, musst du ab und zu Öl nachgießen. Oder, wenn du schon immer mal ein Rezept von meinem Blog probiert hast und Bienenwachs da hast, dann gib ein kleines Stück Bienenwachs neben den Docht. Dieses Wachs schmilzt dann langsam und sorgt für guten Orangenduft und schönes Licht. Probier es aus und schreib mir, wie es geklappt hat. Ich freue mich über Kommentare 🙂 Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr.

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Brauchst du noch Geschenkideen zum Selbermachen? Dann schau mal zu meinen Rezepten für Sprudelbad oder Handcremestücke oder zu meiner Winterkollektion.

Flieder – schön und nützlich

Wenn mir ein Hauch Fliederduft entgegenweht, dann weiß ich, es ist Frühling. Wie gern möchte ich ihn einfangen. Deshalb hier ein wenig lyrischen Fliederduft für die Sinne:

Du Hauch von Wohlgeruch

und doch so unnahbar,

mit hohem Anspruch

machst du dich bald rar.

.

Sollte es mir glücken,

dich einmal zu halten,

wirst du nach dem Pflücken

mir schon bald erkalten.

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Du liebst die Freiheit

und bist nicht zu zähmen,

du Blüte der Schönheit,

duftig samtiges Phänomen.

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So kann ich doch nur

diesen kurzen Moment

die zarte Gravur deiner Figur

genießen, bevor wir getrennt.

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Und du lehrst mich:

Genuss ist ein Dampf

und nicht selbstverständlich,

doch lohnt sich der Kampf

.

für diesen einen Augenblick.

(Hier findest du mehr Lyrik.)

Flieder mit Verwendunsmöglichkeiten in der Küche auf www.wertdernatur.de

Ich habe viel gelesen, was man so probieren kann und habe eine Variante gefunden, nicht den Duft, sondern den Geschmack einzufangen, denn der ist auch einzigartig. Aber dazu später, erst erzähle ich dir ein wenig über diese Pflanze und es gibt noch viel mehr hier zu lernen und zu entdecken (auf der Hauptseite ist eine Übersicht).

Flieder als Heilkraut

Trotz seines lieblichen Duftes ist Flieder bitter, deshalb wird er kaum von fressenden Tieren heimgesucht. Aber diese bittere Seite ist es, die ihn zu einem Heilmittel gegen Fieber und Verdauungsprobleme macht. Er besteht unter anderem aus Bitterstoffen, ätherischen Ölen, Syringin und Farnesol.

Ein Tee aus den Blättern schmeckt sehr bitter, kann aber unterstützend gegen Fieber getrunken werden. Auch die zerstoßene Rinde ist da hilfreich.

Bäder mit Fliederblättertee können gegen rheumatische Beschwerden und Gicht helfen. Du kannst auch die getrockneten Fliederblüten in Öl einlegen und daraus eine Einreibung für Rheumageplagte herstellen.

Es gibt aber auch eine Köstlichkeit, die ist nicht bitter, sondern schmeckt, wie der Flieder riecht. Das ist das Fliedergelee oder der Fliedersirup. Für alle, die parfümierten Geschmack mögen.

Erst habe ich versucht, die Fliederblüten zu kochen. Dabei entsteht aber ein erdiger Geschmack. Deshalb habe ich mich für die Variante entschieden, die Blüten in Wasser einzulegen und einige Stunden ruhen zu lassen. Dann wird das Gelee zwar nicht so schön rot, schmeckt aber besser, wie ich finde. Weiterhin ist zu beachten, dass die einzelnen kleinen Fliederblüten abgezupft werden müssen, damit das Gelee nicht bitter wird. Es kann lila und weißer Flieder genutzt werden, bei dem lila farbenen ist nur die Farbe intensiver.

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Fliederblütengelee

  1. 1 Handvoll kleine Fliederblüten (ca. 10 g)
  2. 200 ml Wasser
  3. 1 Spritzer Zitrone
  4. 75 g Rohrohrzucker oder Dattelpüree (selbst gemacht aus eingeweichten Datteln)
  • Fliederblüten abzupfen und kurz abwaschen
  • Blüten mit Wasser und Zitrone in eine Schüssel geben, mind. 8 Stunden ziehen lassen
  • Blüten abseihen und mit Zucker und Geliermittel Agar Agar (oder eben Gelierzucker) aufkochen, Gelierprobe machen, in saubere Gläser füllen

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Fliederblütensirup

  1. 2 Handvoll Fliederblüten (ca. 20 g)
  2. 500 ml Wasser
  3. 2 EL Zitrone
  4. 250 g Rohrohrzucker
  • Fliederblüten abzupfen und kurz abwaschen
  • Blüten mit Wasser und Zitrone in eine Schüssel geben, mind. 8 Stunden ziehen lassen
  • Blüten abseihen und mit Zucker 5 min. kochen, in saubere, sterilisierte Flaschen füllen (bedeutet: die Flaschen mind. 10 min. im Ofen bei 100 Grad sterilisieren)

So könnte das Ganze dann aussehen und noch besser schmecken:

Fliederblütengelee und Sirup auf www.wertdernatur.de

Du kannst auch einfach Fliederzucker herstellen. Fliederblüten und Zucker vermischen und trocknen lassen. Ein wenig duftet der Zucker dann nach Flieder. Oder du kannst Fliederblüten in Öl legen und ein Fliederöl herstellen. Einen Fliederblütenlikör habe ich selbst noch nicht ausprobiert. Es ist auch schön, in Fliederblüten ( in einen kleinen Beutel füllen oder Abflußsieb benutzen, dann hast du hinterher nicht das Problem eines verstopften Ausgusses)zu baden – oder du stellst ein Badesalz her und legst sie mit rein. Weitere interessante Informationen zum Flieder findest du hier:

Heilkräuter

Flieder im Garten

Ist es nicht toll, was Gott alles geschaffen hat? Und nun frisch ans Werk und Flieder suchen gehen. Aber lieber nicht in einer Gartensparte einfach pflücken, sondern nett den Gartenbesitzer fragen und dann das Rezept weitergeben, denn das ist nicht so allgemein bekannt. Viel Freude.

Hier findest du noch mehr Ideen zu Gänseblümchen, Löwenzahn, Holunder oder Tannenspitzen.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.