Frühling mit Blumensprache

Ich liebe den Frühling. Deshalb habe ich entschieden, dass ich mich mal vermehrt um die Schönheit der Blüten kümmere, anstatt herauszufinden, ob sie essbar sind. Wenn beides zusammenkommt, ist es natürlich wunderbar, aber Pflanzen sind mehr als Nahrung. Sie sprechen ihre eigene Sprache. Sie erfreuen das Herz und wir können so viel von ihnen lernen.

www.wertdernatur.de Nehmen wir zum Beispiel die Vogelmiere. Sie ist lecker und gesund, aber keiner ahnt, wie groß ihr Herz ist. Und da sie so klein ist, dass wir sie gar nicht betrachten können beim Essen, habe ich eine neue Kartenkollektion entworfen. Damit ihre Schönheit endlich einmal gewürdigt wird. Das ist das Problem. Wir wissen so vieles nicht, ja ahnen es nicht einmal, aber meinen, wir würden das Leben verstehen. Und diese Schönheit ist ja nur ein Bruchteil dessen, was der Schöpfer geschaffen hat. Wer Er ist, ahnen wir noch weniger.

Oder wenn wir uns das Stiefmütterchen mal näher anschauen. Es ist so unscheinbar, ich bin selbst meist vorbeigelaufen. Dann habe ich es gegessen und als ich es einmal näher betrachtet habe, war ich völlig aus dem Häuschen. Es ist unglaublich bunt und von filigraner Einzigartigkeit. Es steht für Erinnerung. Viele Pflanzen hatten früher eine Bedeutung. Es ging so weit, dass man sich die Worte sparte und die entsprechende Blume schenkte, wenn man etwas mitzuteilen hatte – durch die Blume sozusagen 🙂

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Weiter geht es mit der Kuhschelle. Sie hat wahrlich einen anderen Namen verdient. Sie ist nicht essbar und verblüht recht schnell. Aber wenn sie blüht, ist sie ein zartkklingender Sonnenstrahl, bei dem einem warm ums Herz wird. Diese Neubewertung von Erinnerungen macht auch bei uns Menschen Sinn, aber das gehört eher in die Seelsorge und Lebensberatung (Auszeitklang).

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www.wertdernatur.deUnd das Gänseblümchen? Überall wächst es, es wird überhaupt nicht mehr wahrgenommen, doch was wäre ein Frühling ohne diese leckere kleine Blüte?

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Das ist die Zinnie. Sie hat es auf das Titelblatt meines Buches „Selbstfürsorge“ geschafft. Sie hat ein so kreatives Innenleben, sieht aus, als hätte sie sich geschmückt und steht für Loyalität – ein echter Freund. Ich könnte so weitermachen, werde ich, aber das wird ein Jahresprojekt, vielleicht auch eher ein Lebensprojekt. Ich kann mir das nicht alles merken, aber mich begeistern diese Details.

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Es gibt so vieles, was meine Augen noch nicht gesehen haben und meine Ohren noch nicht hörten. Dies ist das Kapkörbchen aus der Nähe.

All diese Karten und noch mehr findest du in meiner neuen Postkartenkollektion „Nähe macht den Unterschied“ – schau gern mal in meinem Shop oder in meiner Praxis in Radebeul im Schriftstellerlädchen vorbei und erfreue dich oder beschenke Menschen mit diesen oft unsichtbaren Schönheiten aus der Natur.

Denn natürlich geht es mir neben den Pflanzen auch um die Menschen – damit ihre Herzen weich werden und sie Freundlichkeit in die Umgebung strahlen. Das brauchen wir in dieser seltsamen Zeit.

Und wahrscheinlich wirst du in nächster Zeit bei der einen oder anderen Pflanze doch genauer hinschauen :-). Viel Freude dabei.

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Du möchtest mehr über einige Pflanzen wissen? Schau auf der Hauptseite nach.

Wiesenschaumkraut

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Schon im letzten Frühling fiel mir auf, dass sich das Wiesenschaumkraut rar gemacht hat. Es ist kaum noch zu finden. Deshalb war es vielleicht im Jahr 2006 Pflanze des Jahres. Es blüht schon ab April und hat seinen Namen von der Schaumzikade, die mit der Pflanze in Einklang lebt, sich von ihr ernährt und mit ihren Schaumwolken vor Feinden schützt. Wiesenschaumkraut ist sehr reich an Nektar, eine gute Bienennahrung und weiterhin ein altes Heilkraut.

Es gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und alle Teile der Pflanze sind verwendbar. Es steht gern im Halbschatten und kann aus seinen Schoten Samen weit hinausschleudern. Aber es mag feuchte, nährstoffreiche Böden. Vielleicht ist es deshalb nicht mehr so häufig zu finden. Deshalb macht es eventuell Sinn, Wiesenschaumkraut in den eigenen Garten zu pflanzen. In der Vase hält es nur 1 Tag, insofern ein kurzer, aber intensiver Genuss – am besten frisch von der Wiese.

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Gar selten bist du nur zu sehen,

früher, ach, wie war das schön,

deine Anwesenheit meine Augen verwöhnte.

Wie würde ich mich freuen, dich wiederzusehen.

.

Warum hast du dich rar gemacht?

Habe ich dich vertrieben?

Wolltest du eine ruhige Kugel schieben?

Dein Erscheinen hat immer Freude entfacht.

.

Du bist wohltuend und schmeckst so köstlich

nach der Wärme einer wilden Sommerwiese,

wie ich deinen Hauch von Schärfe genieße.

Dein Dasein inmitten von grün ist tröstlich.

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Verwendung

Die jungen gefiederten Blätter und auch die Blüten bereichern Salate. Nach der Blüte bekommen die Blätter einen bitteren Beigeschmack. Bei magenempfindlichen Personen kann das zu Reizungen führen. Die Blüten hinterlassen einen Hauch von Schärfe auf der Zunge und erinnern ein wenig an Kresse. Die Samen sind scharf und können als Pfefferersatz genutzt werden.

Inhaltsstoffe sind Senföle, Vitamin C (es wurde früher bei Skorbut eingesetzt), ätherische Öle, Eisen, Magnesium, Schwefel und Bitterstoffe. Ein Tee kann rheumatische Beschwerden lindern und wird bei Hautleiden, starker Erregbarkeit und Asthma angewandt. Die Leber- und Nierentätigkeit wird angeregt. Insgesamt wirkt das Heilkraut beruhigend, blutreinigend, antibakteriell und stoffwechselanregend.

Und es ist wirklich lecker – so direkt von der Wiese genascht. Aber lasse bitte immer noch etwas stehen – für die Schmetterlinge und anderen Insekten. Hier siehst du einen Senfweißling. Weißt du, wie unglaublich viele verschiedene Schmetterlingsarten es gibt? Na gut, ein anderes Thema, andermal erzähle ich mehr von den Wiesen und Wäldern im schönen Radebeul.

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Viel Freude beim Suchen und Finden.

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wurzelnde Reife und gebendes Loslassen

www.wertdernatur.deWas bewegt dich, wenn du diese Worte liest? Angst? Sorge vor der Anstrengung? Schmerz? Oder etwas ganz anderes? Wie gern würde ich mit dir darüber ins Gespräch kommen.

Auf dieser Seite findest du viel für die Augen – Fotoshootings mit Pflanzen, für die Ohren ein paar Videos, den Geschmack und Geruch der Pflanzen kannst du dir nur vorstellen oder selbst ausprobieren, ich habe ihn mit Worten umschrieben. Vielleicht wird es spürbar, wie wertvoll die Natur ist.

Es ist meine Erfahrung der letzten Jahre. Es braucht gute Wurzeln, um zu reifen und Resilienz aufzubauen, um durchs Leben zu kommen. Und erst, wenn wir gelernt haben loszulassen, können wir wirklich geben. Dann gehört uns die ganze Welt. Die Sache ist, dass keiner vorher weiß, wie das eigene Leben aussehen könnte, wenn man genau das lebt.

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Wir wissen nicht, was uns erwartet, wenn wir lieb gewonnenes, Vertrautes loslassen, Veränderung zulassen, wenn wir uns weiterbewegen…

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…und erlauben, dass Gott uns zeigt, wie erfüllt unser Leben sein kann, wenn wir leben, was Er sich für jeden Einzelnen gedacht hat.

Das möchte ich hier gern vermitteln. Diese Seite WertderNatur spiegelt meine Reise des Lernens wider, die Dinge zuzulassen, die außerhalb meiner Kontrolle liegen.

Etwas ausprobieren, Fehler zulassen – bei meinen Experimenten ist viel schief gegangen und ich habe mich geärgert über Zeit- und Ressourcenverschwendung, aber ich lernte, nicht gleich aufzugeben. So wurde jeder Fehler zu einer Erfahrung, die ich nicht missen möchte, weil sie mein Denken und Fühlen und meine Sichtweise aufs Leben geprägt hat. Jetzt liebe ich Veränderungen und freue mich so an Gottes tagtäglichen Überraschungen. Das möchte ich gern mit dir teilen:

Probier dich aus, entdecke, was man von der Natur lernen kann. Hör auf zu konsumieren und werde aktiv, übernimm Verantwortung für dein Leben und staune über die Freiheit, die sich darin auftut. Wenn du hinfällst, steh wieder auf und gehe weiter. Bleibe nicht frustriert liegen, sondern setze, vielleicht vorsichtig, den nächsten kleinen Schritt – immer vorwärts in Gottes liebevolle Arme. Gott traut dir viel zu, okay manchmal nimmt er dich an die Hand, wenn Gefahr droht, aber sonst darfst du laufen, staunen und Erfahrungen machen. Ich wünsche dir viel Freude an den Erfahrungen auf deiner Reise, schreibe mir gern, wenn du Fragen oder Anregungen hast.

…nachreifen

Schon manchesmal bin ich Menschen begegnet,

deren Lebensweg schien nicht geebnet.

Viel Schweres schleppten sie mit sich herum,

all das machte sie nach und nach stumm.

Sie trauten sich selbst kaum noch etwas zu

und hatten am liebsten ihre Ruh.

Ich versuchte es mit Wertschätzung und Verständnis

und machte so manches Zugeständnis.

Ich sah sie dankbar nach der Hand greifen

und entdeckte in kleinen Schritten ihr „nachreifen“.

Ein seltsames Wort, das versteht sicher nur,

wer sich Zeit nimmt ohne den Blick zur Uhr.

Denn nicht jedem wurde es geschenkt,

dass er von reifen Eltern ins Leben ward gelenkt.

Vielen fehlt ein gutes Vorbild und Bindung

und keiner half bei der eigenen Persönlichkeitsfindung.

Dann braucht es eben später dieses Wohlwollen,

wenn auch nur punktuell in Nebenrollen,

kann jeder lernen, nachzureifen,

um über sich hinaus zu wachsen und nach den Sternen zu greifen.

Die einzige Voraussetzung dafür ist,

dass du selbst es möchtest und barmherzig mit dir bist.

Denn an Gelegenheiten gibt es viel

für den, der bereit ist für ein neues Ziel:

umherstreifende Veränderungen ergreifen,

sich nicht auf das bisher versteifen,

sondern alte Ängste nach und nach abstreifen,

auf zu viele Meinungen von außen pfeifen und

immer mal in die Stille des eigenen Innenlebens abschweifen.

Sich selbst ganz neu begreifen

und sich hingeben, um die harten Kanten des eigenen Herzens abzuschleifen.

…nachreifen.

(aus meinem Buch Selbstfürsorge)

die Natur ruht

Es war etwas still in letzter Zeit – die Natur ruht ja auch. Nur uns Menschen ist nicht klar, wie sehr wir das von Zeit zu Zeit benötigen. Wie schön es draussen ist, wenn still kleine Flocken fallen und man ihnen beim schmelzen zusehen kann. Wie man dabei innerlich zur Ruhe kommen kann versteht nur, wer es einmal ausprobiert hat. Da wird jede kleine Flocke auf einmal zum Freund mit einer eigenen Geschichte:

www.wertdernatur.deDiese zum Beispiel: Zu ihr hatte ich einen besonderen Draht. Lange hielt sie meinem Mikroskop stand und ich durfte sie betrachten. Doch das Licht deckte all die Verletzlichkeit in ihr auf – Nähe macht eben den Unterschied. So schmolz sie dahin und lehrte mich so einiges. Wenn wir uns nicht die Mühe machen, uns wirklich auf Menschen einzulassen, werden wir sie nicht in ihrer ganzen Schönheit wahrnehmen. Wo Nähe ist, wird es zuweilen schmerzhaft. Da wir Menschen eben so unterschiedlich sind und einander oft nicht erkennen. Aber wann immer wir uns darauf einlassen, wird es Inspiration und Veränderung geben – lauter kleine Neuanfänge. Und wann immer wir einmal wieder zerfliessen, wird Einer uns auffangen, wenn wir uns an Ihn wenden – unseren Schöpfer. Der, der sich den Wechsel aus Wasser und Eis ausgedacht hat.

Ja, dieser Spaziergang war es wert. Auch das Befassen mit der kleinen Flocke. Es war keine verschwendete Zeit, es brachte inneren Frieden und Gelassenheit. Das wünsche ich auch dir.

Schnee-weises Reden

Ich sollte ihn schließen, meinen Mund,

das ist wahrscheinlich höchst gesund.

.

Zumindest für meine Umgebung

wäre das wie Wiederbelebung.

.

Meine Motivation ist immer Freundlichkeit,

doch war ich scheinbar nicht gescheit.

.

Habe all das Leid nur heraufgespült,

weiß nun nicht, wie der Andere sich fühlt.

.

Ich möchte niemals Schmerz zufügen,

des anderen Seele nicht betrüben.

.

Zwar ist eigene Ehrlichkeit gut,

entfacht jedoch vielleicht nur Wut?

Ich sollte es lassen und schweigen

und mein Empfinden weniger zeigen.

.

Dann wühle ich nichts Schweres auf,

Herzen gehen dabei nicht drauf.

.

Im Herbst tut es noch viel mehr weh,

woher bekomme ich weichen Schnee?

.

Der all das dunkle Leid überdeckt,

so manchen Schmerz erneut versteckt?

.

Erst im Frühling, wenn alles blüht

und dabei das Herz erglüht

.

wird alles wieder leichter sein

so hülle ich mein Reden ein

.

in Schneeflocken, so sacht und fein

Wunden kühlend, wohlwollend rein

.

oder ich werde einfach schweigen,

im Loslassen der Tränen Mitgefühl zeigen.

Möchtest du immer mal ein paar persönliche Gedanken dieser Art zugesandt bekommen? Ich bin es ein wenig leid, die Sachen nur in die Weiten des Internet zu schicken. Ich schreibe lieber mit der Hand auf echtes Papier. Das ist mehr fürs Auge, die Hände und das Herz. Melde dich doch für meinen Auszeit-Überraschungsbrief an. Damit unterstützt du gleichzeitig meine Arbeit, die gerade aufgrund von Corona nicht so ist wie geplant. Vielen Dank.

 

Pilgersong 2020

Dieses Jahr habe ich einen Pilgersong geschrieben, weil mir die Melodie auf dem Weg nicht mehr aus dem Kopf ging. Es ist eine kleine Geschichte über die Lebensreise geworden. Vielleicht möchtest du sie beim Pilgern hören oder bekommst dann Lust, auch einmal los zu pilgern? Ich habe ein paar Pflanzenfotos aus dem Mikrokosmos eingearbeitet. Viel Freude 🙂

Will ich Leben im Detail sehn,

darf ich losgehen, werde so vieles verstehen.

.

Will ichs erleben, geb ich mir nen Ruck,

Selbsterfahrung stärkt und wird mein Schmuck.

Die Reiselust kann Freude entfachen,

so vieles wird in mir erwachen.

.

Das Endziel ist jetzt noch gar nicht dran,

sondern ich fange erstmal an.

Fuß um Fuß setze ich nen kleinen Schritt,

ab und zu fliegt ne Libelle mit.

.

Ringsum sind Felder gemalt wie sanftes Streicheln,

die sogleich mein Herz erweichen

steiniger Weg, Wald und Steppenweite

werden sanft meine Gedanken leiten.

.

Lass meine Augen sich richtig satt sehen

und werd auch mal ins Detail gehen.

Werde ich mal matt, lass ich das hetzen los,

Gelassenheit fällt mir in den Schoß.

.

Kann mit dem Bussard am Himmel Kreise ziehen,

mit jeder Wolke hab ich einen Termin.

Einfach mal nur im Heute sein,

das Morgen findet den Weg ganz allein.

.

Und sollt ich meinen, ich muss jetzt mal weinen,

Sehnsüchte sprießen, Perlen fließen.

Finde mein Tempo, meine Weise

und mich selbst auf dieser Reise.

.

Ich geh nicht weiter ohne was zu schreiben

so wird auch ein Eindruck bleiben,

Kann mir die Langsamkeit jetzt zugestehen

und beginnen, das Schöne dran zu sehen.

.

Um mich herum die lauhe Luft

hinter mir fliegt Kräuter-Freiheits-Duft.

Ich kann den Glanz aus der Landschaft schlürfen,

in mir nach Schätzen schürfen.

.

Sonnendurchtränkt schwitzend wird mir nun klar,

seine mühevolle Seite legt das Leben dar.

Für manchen Wegabschnitt gilt nur durchkämpfen,

das wird meine Ungeduld schon dämpfen.

.

Ich lern die Schmerzen einfach zu ignorieren,

vielleicht wird ich ja mehr trainieren?

Wenn meine Füße automatisch laufen,

wird auch mein Kopf dann mal verschnaufen.

.

Der Wunsch nach einem Fahrrad ist jetzt groß,

auch hier übe ich und lasse los.

Des Waldes Pracht wird mich neu beleben,

auf schattigen Wegen werde ich schweben.

.

Will mir den schönsten Platz für die Pause gönnen,

nicht nur dauernd weiterrennen,

jetzt einfach mal verstohlen Atem holen,

denn es dauert so lange wie es dauert.

.

Den Blick auf Waldes Gaben erhaschen,

rotbackige Himbeeren naschen,

sonnengewärmte Mirabellen lutschen

das Alleinsein kann mich überraschen.

.

Ich sah niemals soviel Phantasie,

der Schöpfung Kreativität begreif ich nie.

All das nehme ich mit in meinen Alltag,

damit ich dort ab jetzt mehr wage.

.

Willst du Leben im Detail sehn,

darfst auch du losgehen, wirst so vieles verstehen.

(8/2020)

Malvensirup ändert seine Farbe

Nachdem nun doch einige Menschen interessiert sind, was ich hier zusammengebraut habe – ein Sirup, der erst grün ist und nach dem Aufgießen mit Mineralwasser rosa wird? Ich löse mein kleines Experiment gleich auf (ganz unten), vorher gebe erst einmal ein paar sehr interessante allgemeine Infos zu dieser zauberhaft farbenfrohen Pflanze:

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mauretanische Malve

Die mauretanische Malve ist eine Kulturpflanze und gehört genauso wie die wilde Malve zu den Malvengewächsen. Sie blüht von Juni bis September. Die Bienen lieben diese Pflanze. Sie mag humösen Boden und blüht beständig – Tag für Tag gehen an einem Stengel immer neue Blüten auf. Selbst in der Vase kann man dann über Tage Blüten ernten. Die wilde Malve gehört mit zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen (ihre Nutzung reicht bis in die Antike zurück).

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Sowohl die mauretanische als auch die wilde Malve kanst du für einiges in der Küche verwenden. Was immer geht, ist Blüten zu trocknen und im Winter einen Tee zuzubereiten. Du kannst die Blätter, Knospen und Blüten roh oder gekocht verzehren (nur die Blätterstengel sind recht zäh). Selbst die Pfahlwurzel wurde früher als Notnahrung verspeist.

Blätter und Blüten haben einen hohen Schleimstoffgehalt. Diese Schleimstoffe bewirken eine Beruhigung der Schleimhäute bei Husten, Bronchitis, Entzündungen im Mund- Rachenraum sowie im Magen-Darm-Trakt. Du kannst also Hustensirup oder Sirup zum Trinken herstellen.

Wenn die Blüten und Blätter gekocht werden, entsteht eine schleimige Substanz, die auch zum Eindicken von Suppen genutzt werden kann. Die Blätter und Blüten kannst du in den Salat schneiden, die Samen roh knabbern – sie schmecken leicht nussig.

Für einen Hustensirup nimmst du 2 Hände voll Blüten und ca. 500 ml Wasser und 500 g Zucker. Du kannst einen Kaltauszug herstellen (also Blüten mit kalter Zuckerlösung übergießen und 2 Tage stehen lassen, dann in Flaschen abfüllen) Wenn der Sirup aber dicker sein soll, musst du ihn am Ende einkochen lassen.

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Malvenblüte unter dem Mikroskop

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So, nun zu meinem schönen grünen Sirup:

Ich habe einen Sirup aus 2 Handvoll Blüten und 700 g Zucker mit 1 l Wasser gekocht. (Zuckerwasser kochen, abkühlen lassen, über die Blüten gießen und 2 Tage so im Kühlschrank stehen lassen – dann abseihen, aufkochen, in Flaschen füllen) Da mir die Farbe nicht kräftig genug war, habe ich nach 1 Tag noch eine Handvoll getrocknete Malvenblüten dazugegeben. Beim Aufkochen mit den Blüten wurde der Sirup dann grün. Kühl gestellt hält er die grüne Farbe, in der warmen Küche wird der Sirup allerdings nach einger Zeit in der Flasche wieder rosa. So oder so sieht er nett aus und schmeckt lecker.

Viel Freude beim Ausprobieren.

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Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

 

Vogelmiere – Sternmiere

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Vogelmiere

Die Vogelmiere ist ein so tolles Heilkraut und gehört zur Familie der Nelkengewächse. Sie wächst an vielen Stellen und viele nehmen sie gar nicht wahr. Dabei enthält sie 7x soviel Eisen wie ein Kopfsalat und 50 g reichen aus, um den Tagesbedarf an Vit. C zu decken. Blüten, Blätter und Stiele sind essbar. Na, möchtest du mehr wissen? Komm mit in die Wiese.

Vogel-Sternmiere

Vergiß Salat und seinesgleichen,

mit Vogelmiere

kannst du anderes streichen.

Was früher als Unkraut verschrien

kannst du heute

als Gourmet-Gemüse ziehen.

.

Sie hat so viele

kostbare Vitamine,

sammele sie fleißig

wie eine Biene.

.

Sie schmeckt einfach köstlich

nach Nuss,

genieß sie mit Blättern und Stiel

bis zum Schluss.

.

Probiere sie aus,

reinigt nicht nur deine Haut,

sehr schnell ist sie

dir ganz vertraut.

.

Ich gebe zu,

sie duftet nicht,

weil sie durch ihren

Geschmack besticht.

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Die Postkarten findest du im Auszeitklang-Shop.

Mehr Lyrik findest du auf: gedankenspiele-Wortkunst.de

Vogelmiere besitzt u.a. folgende Inhaltsstoffe:

viel Kalzium, Kalium, Magnesium und 7x so viel Eisen wie Kopfsalat, Vit.A,B,C, Selen, Kieselsäure, Carotinoide, Saponine, Gamma-Linolensäure

Folgende Eigenschaften sind gut für die äußerliche Anwendung: sie hat reinigende und stärkende Wirkung, kühlend, reizmildernd, entzündungshemmend und schmerzstillend.

In der Naturheilkunde wird sie angewandt bei Schuppenflechte, Ekzemen, Juckreiz, Verbrennungen, Wunden, Quetschungen.

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Wie du sie findest?

Sie wächst oft an Beeten, um die Erde feucht zu halten oder mitten in Wiesen. Sei hat winzig kleine weiße Blüten. Erkennbar ist die Pflanze auch daran, dass der Stiel einseitig eine Reihe kleine Haare hat. Verwechslung gäbe es eventuell mit dem schwach giftigen Ackergauchheil – wobei die Blüten eine andere Form haben. Oder du baust sie einfach in deinem Garten oder in Balkonkästen an.

Der Geschmack erinnert an junge Maiskölbchen und ist leicht nussig.

Die 3 typischen Erkennungsmerkmale sind: winzig kleine weiße Sternblüten, der Stängel ist dünn weich und nur an einer Seite behaart wie ein Irokese, das innere des Stiels ist dehnbar (siehe Foto).

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Öl und Salben

Du kannst aus einer Handvoll Kraut mit Stengeln und Blüten ein Öl bzw. eine Salbe herstellen. Die Herstellung eines Öl-Kaltauszuges und einer Salbe findest du in meinem Ringelblumenartikel ausführlich beschrieben.

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Frisch schmeckt Vogelmiere als Gourmetgemüse am besten im Kräuterquark oder in Salaten oder gekocht wie Spinat. Getrocknet kannst du einen Tee nutzen, der bei Bronchitis hilft und den Stoffwechsel anregt.

Na, hast du Lust bekommen, die Natur zu nutzen? Hier findest du noch mehr Ideen zu Flieder, Löwenzahn, Holunder, Gänseblümchen oder Tannenspitzen.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

 

Hirtentäschel

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Das Hirtentäschel ist ein sehr unscheinbares „Unkraut“, was von den meisten wenig Beachtung findet. Völlig zu Unrecht, denn es ist ein wunderbares Frauenkraut – ein bisschen ambivalent in der Wirkweise – einfach sehr sympathisch. Aber nicht nur das. Es ist vitaminreich und hilft bei einigen Wehwehchen. Es ist so unscheinbar, dass die meisten einfach daran vorbeilaufen und es nicht einmal wahrnehmen. Man braucht schon den Blick fürs Detail, um diese Pflanze zu erkennen, winzig kleine weiße Blüten und die Blätter, die die Samen enthalten, sind sehr kleine herzförmige Täschchen. Von nahem betrachtet wirklich hübsch. Deshalb habe ich ein kleines Fotoshooting gemacht.

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Hirtentäschel

So richtig unscheinbar

stehst du am Wegesrand,

doch mir wird klar,

fein, dass ich dich fand.

.

So hübsch anzusehen

und nützlich noch dazu,

kann ich nicht verstehen,

dass andere schimpfen immerzu.

.

Du seiest Unkraut

und wirst gleich vernichtet.

Es wäre besser, man schaut

und pflückt, wenn man dich sichtet.

.

Du bist gesunde Knabberei

und Balsam auf Wunden,

mein Schmerz ist vorbei,

denn ich habe dich gefunden.

.

Und ist dir mal kalt,

dann stört mich das nicht,

mache nicht vor dir halt,

weil jedes Detail besticht

und so nehme ich dich mit.

(Hier findest du mehr Lyrik.)

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Hirtentäschel

Inhaltsstoffe:

Vit.C, Eisen, Kalium, Calzium, Eiweiß

Anbau

Es ist anspruchslos und wächst auch schon mal an Straßenrändern, sollte dort natürlich nicht gepflückt werden, eher auf großen Wiesen und Lichtungen in Wäldern.

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Wirkung:

  • anregender und regulierender Effekt bei der Menstruation (zusammenziehend, blutstillender Effekt bei zu starker Regelblutung, wehensteigernder Effekt kann die Geburt beschleunigen, deshalb nicht in der Schwangerschaft anwenden)
  • regulierende Wirkung auf die Blutgefäße (bei Blutdruckproblemen, Krampfadern anwendbar), bei Nasenbluten kann man das Kraut schnupfen – ich hatte noch keine Gelengenheit, das auszuprobieren,
  • weiterhin wirkt es entzündungshemmend – hilft bei Atemwegserkrankungen
  • bei blutende Wunden hilft ein Teeaufguß

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Anwendung:

Es sind alle Pflanzenteile nutzbar.

  • Tee (max. 10 min. ziehen lassen)
  • Pulver (Pflanze trocknen und kleinreiben)
  • Tinktur herstellen: Hirtentäschelkraut kleinschneiden und in 40% Korn einlegen, an der Sonne 14 Tage stehen lassen, danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen. (5×30 Trpf./Tag maximal einnehmen)
  • Verzehren in Salaten

Teeaufguß bei blutenden Wunden, Pulver der getrockneten Pflanze auf Wunden streuen

Die kleinen Herzen und Blüten können im Wildkräutersalat, in Suppen, Soßen und Kräuterquark verwendet werden.

Viel Freude beim Ausprobieren.

Postkarten vieler Blüten findest du in meinem Auszeitklang-Shop.

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Huflattich – duftender Frühblüher

Was war das für eine Freude, als ich beim Spaziergang Huflattich entdeckte. Ich habe gefühlt 20 Jahre keinen Huflattich mehr gesehen. Und als mir der Geruch in die Nase zog, erinnerte ich mich, wie ich als kleines Mädchen mitten in der Wiese saß und diese kleinen gelben Sonnen pflückte und da wurde mir ganz warm ums Herz. Neben seinem wunderbar honigduftenden Geruch ist er ja auch noch nützlich, welch ein Glück.

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Huflattich

Der Huflattich gehört zu den Korbblütlern und ist eine der ersten Blühpflanzen im Frühling, er sehnt sich mindestens so sehr nach der wärmenden Sonne wie ich :-). Die hufeisenförmigen Blätter könnte man schon mal mit denen der weißen Pestwurz verwechseln, aber die Blüten sind unverwechselbar. Die Pflanze ist genügsam und wächst auch in Straßenböschungen, Sandgruben und Steinbrüchen und ist nützlich für Bienen, Schmetterlinge und Hummeln. Daher bitte nur in Maßen ernten.

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Heilpflanze des Jahres 1994 – immerhin 🙂 welch ein Titel

Aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung gilt der Huflattich als besondere Heilpflanze. Allgemein ist er hilfreich bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.

Aufgrund der geringen Menge an Pyrrolizidin-Alkaloiden, die im Verdacht stehen, leberschädigend zu wirken, sollte er nur in Maßen angewandt werden. Es gibt auch schon neuere Sorten ohne diese Bestandteile, falls jemand ihn im Garten anbauen möchte. Der im Handel erhältliche Tee ist ebenfalls frei davon.

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Verwendung

Die Knospen, Blüten, Blätter und Stiele können getrocknet zu Tee verarbeitet werden oder frisch als Dekoration oder Wildgemüse verzehrt werden. Weiterhin kann aus den Blättern eine Suppe oder aus den Blüten Sirup oder Tinktur hergestellt werden.

Die Wurzeln können bis zu 2 m lang werden. Ab September bis in den Winter rein können sie geerntet und in Bratlingen oder als Gemüse gebraten verwendet werden.

Super, mal wieder alles verwendbar. In der Natur ist ja selbst der Mist zu etwas zu gebrauchen. Schauen wir uns das also ab und akzeptieren die Umstände, wie sie sind, eine andere Option haben wir nicht und so kommen wir vorwärts.

Weiterführende Informationen findest du bei Kostbare Natur.

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Ode an den Wald

Hatte ich versprochen, dass ich mich mehr um die Natur kümmere? Na klar, aber ohne Lyrik gehts leider nicht mehr. Vielleicht ist ja der ein oder andere Gedankenanstoß für dich dabei:

Des Waldes Nutzwert ist anderer Natur

Wie hier schon oft erwähnt, nutze ich die Natur sehr gern, um verschiedenes herzustellen. Aber in diesem Monat wurde mir deutlich, dass die Natur, der Wald an sich einen unglaublichen Nutzen hat – sein DASEIN. Inspiriert hat mich auch der Film „das Geheime Leben der Bäume“.

Der Wald ist da, um uns herum und beschenkt uns durch nichts als einfach da zu sein. Wir können diesen freien weiten lebendigen Raum nutzen, um uns mit uns selbst zu befassen. Unsere Augen finden Trost und Symbolik im Beobachten und Entdecken, unsere Nase erfreut sich an den rauhen Gerüchen des Waldes und wenn wir uns ins Gras setzen, spüren wir, dass wir gehalten werden, wir gehen gestärkt mit der Lunge voll frischer Luft wieder hinaus und das alles, obwohl wir nichts tun. Mancher ist dazu noch nicht bereit, es braucht Zeit.

Wann hast du das letzte Mal alle Gefühle rausgelassen, die du in dir spürtest? Weinen, lachen, schreien, tanzen, Wut, Angst…Im Wald geht das – er umfängt dich wie Gottes liebevoller Arm und dort darf alles sein. Nichts muss in dir bleiben, du darfst ehrlich sein. Welcher Mensch hält das schon auf die Dauer aus? Du bist liebenswert ohne irgendetwas zu tun. Ist dir das klar? Hast du darüber schon einmal nachgedacht? All die Versuche, irgendetwas zu tun, machen dich nicht liebenswerter – nicht für Gott und manchmal auch nicht für andere Menschen.

Und geht es uns nicht oft so, dass wir kaum aushalten, wenn ein Anderer seinen Schmerz erzählt und wir anschauen müssen, wie jemand schlimme Erfahrungen macht? Manchmal können wir Menschen nicht helfen, wir alle müssen uns unserem Schmerz allein stellen, aber wir können da sein, wenn uns punktuell jemand braucht und zuhören, beten und können lernen, dieses Schmerz veratmen einfach mit auszuhalten, wie der Wald.

Was diese alten Bäume wohl alles schon in ihrem Leben gesehen haben?

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Jedenfalls gehe ich jedesmal stärker und aufrechter aus dem Wald hinaus, auch wenn ich traurig hineingegangen bin, immer gibt es etwas neues zu entdecken und zu lernen, auch und gerade über mich selbst.

Natürlich kann man dabei nicht stehenbleiben – es gibt eine Menge zu schaffen. Aber die Motivation deines Schaffens ist entscheidend, weil sie dich antreibt und entscheidet,  ob du irgendwann ausbrennst oder im Einklang mit Gott und dir auf dieser Erde lebst. Und diese Reise zu den Wurzeln deiner Selbst ist wichtig, weil du sonst deine Kraft verschwendest und nicht deine Bestimmung lebst.

Ich wünschte, ich könnte dir vermitteln, wie der Wald mich inspiriert und auftanken lässt. Probier es doch mal aus und glaube, dass du dich selbst in ihm entdeckst.

Bei mir hat es geklappt.

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Ode an den Wald oder

Gottes schöne Handschrift in jedem kleinen Detail

tiefsinnliche Schönheit

in der Enthüllung

deiner Erfüllung

wachsender Atem des Lebens

in moosduftend betörende Lebendigkeit

durchwoben mit der Leidenschaft

eines Schöpfergottes

in detailentfachter Zuneigung

im hinreissenden Umgebensein

von der eigenen

aufkeimenden Vorstellungskraft

erwacht Daseinsschwung

durch liebevolles Erkennen

des erkannt worden sein

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W – waldbesäumte

A – Annahme

L – luftspiegelnder

D – Dornbüschel

im Wald allein

grenzenlos und verwundbar sein

durch Halt im Verwurzelungskeim

waldbewachsen wird der Schmerz abplatzen

und die Selbstannahme wie ein Windsame

in dir aufgehen

in rauher und knarrender Baumkraft

wird dein grünblühender Sinn sichtbar gemacht

du bist sonnenstrahlendurchbrechend

diamantglänzend erdacht

lebe wie ein Waldblätterschwamm:

deinen eigenen blätterknisternden Klang

im umwehenden Waldecho-Daseins-Spaziergang