Die Natur des Menschen – ein Malgarten

Unsere innere Natur gleicht einem Malgarten. Was da alles wächst und uns manchmal erfreut, zuweilen aber auch von dem Wesentlichen ablenkt und uns herausfordert. Gut ist es, wenn die Dinge nicht nur in uns, sondern aus uns herauswachsen, damit sie auch andere erfreuen. Ich biete Klang-Kunst-Erlebnistage, dazu Auszeit-Wochenenden für Frauen und Malkurse an, wo wir uns mit unserem inneren Malgarten auseinandersetzen, den Dingen Ausdruck verleihen und daran reifen, um zu blühen. Gern komme ich auch sachsenweit in deine Region.

Über diesen inneren Malgarten könnte ich ein ganzes Buch schreiben, vielleicht mache ich das irgendwann. Vorerst gebe ich nur einen kleinen Auszug an Farbklägen:

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Innerer Malgarten

Was wächst denn so

in deinem inneren Malgarten?

Macht es dich froh,

darauf zu warten?

.

Oder ärgert dich vielleicht

das sich ausbreitende Unkraut,

welches dich umschleicht?

Ist denn damit alles verbaut?

.

Jede Pflanze hat dir

im Dialog mit der Stille

etwas zu sagen, doch Gespür

ist vonnöten. Eine Grille

.

zirpt sanft ihre farbigen Klänge

und du fragst dich leise:

Welch Klangfarben-Gesänge

verströmt wohl der Distel Weise?

.

Braucht es Stacheln im Garten?

Wofür lässt du das Schlingkraut?

Was wächst auf bodenharten

Untergründen und traut

.

sich doch farbenreich zu blühen?

Und du schweigst und du malst,

manchmal willst du verglühen,

dann besinnst du dich doch

und strahlst.

.

Kunstvolle Blüten entstehen

in kolorierten Schattierungen.

Kannst du denn sehen,

wie ästhetisch gelungen

.

sie einfach nur da sind?

Sie tun nichts als blühen,

lassen sich bewegen vom Wind,

achten nicht auf Mühen.

.

Der Duft der Gelassenheit

strömt aus ihnen entgegen

und macht dich bereit

einiges neu abzuwägen.

.

Jede Pflanze lernst du zu lieben,

jeder Umstand ist für etwas gut.

Große Steine wirst du aussieben

und weiter wächst dein Mut.

.

So gestalte deinen Malgarten

dein ganzes Leben lang

als einzigartige Weise im Erwarten,

jedes Wachsen hat seinen eigenen Klang.

Vorfrühling

Für alle, die den Winter wirklich satt haben, gibt es zum Glück den Vorfrühling. Die ersten Frühblüher sind die Schneeglöckchen und Krokusse, zu denen ich mir ein paar Gedanken gemacht habe.

Das Schneeglöckchen hieß im Volksmund „schönes Februarmädchen“. Das Volk hat recht. Diese zarte Pflanze ist wunderschön, einmal näher betrachtet. Und sie wächst mitten im Schnee, was für eine Widerstandskraft. Dazu habe ich bei Auszeitklang einen neuen Artikel in der Schmöckerecke geschrieben.

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Schneeglöckchen gelten als giftig. Deshalb erfreuen wir uns einfach so an ihnen.

www.wertdernatur.deSie sind nicht die einzigen, die sich durchkämpfen, bei Wind und Wetter.

Jeder Grashalm versucht, der Witterung standzuhalten, um das Beste aus den Umständen zu machen. Mir wurde beim Fotografieren neu klar, wie wichtig es ist, dass wir uns mit uns selbst auseinandersetzen. Das ist die Voraussetzung für ein gutes Miteinander. Das wiederum brauchen wir momentan und das wünsche ich dir von Herzen.

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Nun spricht der momentan Krieg genau das Gegenteil. Kalte Gewalt bahnt sich den Weg. Und immer wieder frage ich mich, wie mein Leben normal weitergehen kann angesichts dieses Krieges? Doch dann besinne ich mich: ich kann nur in meinem Umfeld Freundlichkeit und Frieden ausstrahlen und beten. So freue ich mich über jeden, der das auch lebt – diese Art Miteinander.

Auch die Krokusse, die Blumen der Freude und Bewunderung, erfreuen vor allem in der Kälte mit ihren bunten Farben und ihrem schönen Inneren. Doch was wären sie ohne die Kraft der Sonne? Ohne diese gütig wärmenden Strahlen wären wir alle nichts. Deshalb bin ich froh, des Schöpfers Wärme in mir zu tragen 🙂 wie die Krokusse. Ich hoffe, sie ist ansteckend.

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www.wertdernatur.deWie schön, dass es diese friedlichen Augenblicke gibt. Sei gesegnet.

eine kleine Entspannungsgeschichte

Stell dir vor, du bist in den Bergen unterwegs. In dieser erhabenen Umgebung, in der man sich so klein fühlt, als wäre die eigene Existenz nicht von Bedeutung. Überall liegt ausgebreitet eine weißglänzende Samtdecke vor dir, die doch bei genauerem Hinsehen aus lauter kleinen Flocken besteht. Die Luft ist erfüllt von einem Nebelhauch, der deine Wangen fast unmerklich streift. Deine Füße laufen sicher über den schneebedeckten Boden und bei manchen deiner Schritte hältst du inne. Ein Lächeln huscht über dein Gesicht, als dir bewusst wird, wie du dieses Knirschen unter deinen Füßen genießt. Mit jedem Tritt bewegst du dich in Richtung dieser Hütte, die oben auf dem Berg auf dich wartet, um dir für 2 Tage ein Zuhause zu sein. Du lässt deine Gedanken hinauffliegen und fragst dich, ob sie wohl gemütlich ist? Gerade ist die Kälte nicht schlimm, du bist ja unterwegs, aber ob das Häuschen wohl warm ist? Oder wirst du beschäftigt sein, Holz zu suchen, um ein wohliges Feuer zu entzünden? Und was wirst du wohl mit der Stille anstellen, die dich dort umgeben wird? Wird sie dir zu leise sein? Deine Gedanken werden von flimmernden Sonnenstrahlen unterbrochen. Alles glitzert und funkelt um dich herum und die schönsten Farben malen in die Umgebung ein Bild voll leuchtender Zufriedenheit. Wie schön es ist, genau jetzt hier und nirgendwo anders zu sein. Du beugst dich über den Boden und entdeckst Eiskunst, direkt vor deinen Füßen. Winzig kleine Eiskristalle zieren die Landschaft.

Wie wunderschön alles ist, wenn du dir die Zeit nimmst, es eingehend zu betrachten. Ehrfurchtsvoll hockst du da am Boden und atmest diese wunderbar kühle Luft ein und ein warmer Luftzug strömt voller Dankbarkeit aus deinen Lungen hinaus in die Weite, damit du diese grazile Schönheit in deiner Nähe nicht zerstörst.

Das Leben ist wie Atem – ein Bekommen und Beschenkt werden und dann wieder Loslassen und Zurückgeben. Gerade hast du so wenig, nur den kleinen Rucksack auf deinem Rücken, doch dir gehört die ganze Schönheit der Welt. Fast jubelnd ob dieser Entdeckung läufst du schneller voran. Das Holzhaus liegt in einiger Entfernung vor dir, es scheint, als würde es schlafen. Es sieht friedlich aus, wirkt einladend. Du ertappst dich dabei, mit fliegenden Schritten weiter zu laufen. Du hast ein Ziel. Du staunst über deinen Mut zu dieser Reise. Du drehst dich um. Allein stehst du hier und schaust zurück auf den Weg. Wieviele schöne Erfahrungen du machen konntest. Du holst den Schlüssel aus dem Tresor und schließt die Tür auf. Es knarrt, du öffnest und es ist dieser erste Moment, den du so liebst, in dem dir ein Raum erst vertraut wird. Deine Augen streifen von Wand zu Wand, vorbei am Fenster, den Kamin überfliegend, der wartet, dass du sein Feuer entzündest. Du staunst über ein Bild, was dich einlädt, näherzukommen, um es zu betrachten. Doch noch stehst du da und möchtest alles nur beobachten. Dein Blick bleibt an dem schönen alten Holztisch hängen.

www.wertdernatur.deDa liegt ein kleiner weißer Brief. Nun entscheidest du dich, näherzutreten und erkennst die schlichte Aufschrift: für dich. Da kein anderer hier ist, bist wohl du gemeint. Irgendjemand war vor dir hier, um dir etwas zu sagen. Ein Lächeln huscht über deine Lippen. Du befühlst den Umschlag. Er ist leicht, aber es wölbt sich etwas darin. Als du ihn öffnest, findest du…

Wenn du mal kein Zuhause findest,

werde ich dich umgeben.

Wenn du am liebsten vor dir verschwindest,

lass mich dein Inneres bewegen.

Wenn du nur meinen Namen hauchst,

bin ich für dich da.

Wann immer du mich brauchst,

bin ich dir ganz nah.

Wenn du durch dunkle Täler gehst,

werde ich dich tragen.

Wenn du wieder stehst,

können wir Abenteuer wagen.

Ich sehe all die Umstände,

die dich schwer begleiten.

Ich halte auch schützend meine Hände,

möchte dein Herz durch vieles weiten.

Glaubst du, dass ich alles kann?

Dann wirst du Wunder sehen.

Bewahre meine Worte fortan,

lasse mich in dir auferstehen.

~

Dein Schöpfer war mal ein ganz kleines Kind in einer Krippe und hat eine Menge hier durchlebt, um dich zu verstehen. Gesegnete Weihnachten

Herbst ist der Beginn der Reformation

Wie schön dieser Herbst ist, der uns so vieles lehrt. Bisher hatte er für mich oft etwas Schweres, schwingt da doch diese Wehmut des Vergehens und Abschiedes mit. Im Grunde genommen können wir den Herbst nur mit der Hoffnung auf Erneuerung genießen.

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Das hat mir die Augen geöffnet, dass im Herbst der Beginn für die Reformation liegt, denn diese geht mit der Befreiung von Schwerem einher. Indem wir das Loslassen üben und die Reise mit möglichst wenig Gepäck antreten,  uns an den kleinen Dingen freuen, die der Wind vor uns ausbreitet, kann die Erneuerung bei uns einziehen.

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Wie geht es dir persönlich mit dem Thema Erneuerung – Reformation? Kommt dir auch sofort die Assoziation von Herausforderung und Veränderung? Wie gut kannst du dich in deinem Leben darauf einlassen?

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Wie reagiert die Natur darauf? Sie nimmt die Umstände hin und passt sich, wenn nötig an oder stemmt sich gut verwurzelt mit aller Kraft dagegen. Es ist bei uns auch ein immerwährendes Abwägen zwischen Anpassung und einem mutigen Voranschreiten und Ausprobieren, verbunden mit dem Loslassen gewohnter Glaubenssätze und liebgewordener Verhaltensweisen und vielleicht einem vermehrten Anecken. Denn wann immer wir Gewohntes loslassen, stoßen wir auch auf Unverständnis oder Inakzeptanz, weil wir ja unterschiedlich schnell und woanders in unserer Entwicklung unterwegs sind. Oft ist das verbunden mit inneren Widerständen – bei uns und bei unserem Umfeld. Denn wenn einer etwas ändert, kommt alles ein wenig durcheinander. Doch wenn wir uns diese inneren Ärgernisse näher anschauen, sehen wir, dass sie meist eine lange Entstehungsgeschichte haben. Wenn wir uns mit ihr auseinandersetzen, finden wir vielleicht eher Lösungen, wie eine adäquate Reaktion auf die Umstände aussehen könnte. All das entdeckt man manchmal in der Natur oder beim Malen.

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Ist der Herbst und kommende Winter nicht sowieso eine besinnliche Zeit der Reflexion? Die Natur bereitet sich jedenfalls auf die kommende Zeit des Ausruhens vor, indem sie alles loslässt – das Schwere genauso wie das Leichte. Ein schönes Bild.

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Soweit meine jetzigen Erkenntnisse und Erfahrungen. Bist du auch am Aussortieren von Dingen und lästigen Gedanken, um Erneuerung einziehen zu lassen? Ich wünsche dir Freude und Mut für die Reformation, die Gott uns tagtäglich anbietet (nicht nur am Reformationstag). Lyrik zum Reformationstag

 

Naturtherapie – Auszeitklang

www.wertdernatur.deWorum geht es eigentlich in der Naturtherapie? Es geht um das Finden unserer Wurzeln, um körperlich-emotionale Entspannung, um ein Entdecken dessen, was wir gar nicht gesucht haben, weil wir nicht mehr wissen, was uns eigentlich fehlt.

www.wertdernatur.de Uns fehlt heutzutage so viel, weil wir meinen, alles zu brauchen. Aus diesem Gefühl heraus entstand diese Karte.

Und dann stehst du mitten im Wald und nimmst auf einmal die Stille wieder wahr und empfindest eine tiefe Zufriedenheit – ohne etwas zu tun. Schon das allein ist eine sehr heilsame Erfahrung. Natürlich kann man das selbst erleben.

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Manchmal brauchst du Mut.

Es soll nur auch Menschen geben, die schon so lange in ihrem Hamsterrad unterwegs waren, sich mit anderen verglichen haben und nicht genügen konnten, dass sie gar nicht mehr wissen, wer sie sind und wo sie anfangen sollen, nach sich zu suchen. Da kann eine Begleitung in Form von Naturtherapie, die ich als Auszeit bei Auszeitklang in Radebeul anbiete, helfen, sich wieder mit der heilsam durchgrünten Natur und auch mit der eigenen Natur anzufreunden. Es gibt Studien, die belegen, dass schon das Einatmen der Waldluft dafür sorgt, dass dein Körper mit dem Bilden von Abwehrkräften beginnt. Wie lange hast du eigentlich schon nicht mehr gefragt, was dein Körper gerade braucht?

Durch unsere digitale Welt hat eine Entfremdung von der Natur stattgefunden. Es geht dabei nicht um die Erfüllung unserer Vorstellungen – und zwar sofort (Bedürfnisbefriedigung, Belohnungsprinzip), sondern um ein Einlassen auf die Gegebenheiten und ein Umgang damit zu lernen. Es geht um ein Beobachten, nicht um Kontrolle, ein „sich beschenken lassen“, nicht um ein Herrschen.

Den meisten Menschen fehlt in der heutigen Zeit eine innere Fülle. Sobald es still wird, entsteht ein inneres Vakuum, welches sofort wieder mit irgendetwas gefüllt werden muss. In der Natur kann man neu lernen, sich inspirieren zu lassen und etwas von innen heraus zu tun. Diese Selbsterfahrung ist enorm wertvoll und bringt in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung voran.

Wer mich sucht,

ich bin im Wald,

schiebe Frust

und zwar geballt.

Dort verwandelt sich Wut in Kunst,

denn vom Ärger hat grün keinen Dunst.

Hilflosigkeit wandelt sich in Zuversicht,

weil sich in ihr Verständnis bricht.

Schmerz heilt dort in Etappen

und wird sich die Verdrängung schnappen.

Ich komme heraus,

ein Stück reifer,

voll neuem Eifer

freu mich auf Zuhaus.

In Erinnerung bleibt

ein wilder Blumenstrauß

und bunter Gedankenschmaus,

der allen Ärger überschreibt.

(aus meinem Buch „Auszeit“)

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Der Waldboden ist etwas besonderes. Er ist dabei behilflich, dass wir uns wieder erden können und Wert auf einen festen Stand legen. Wir sehen, dass Pflanzen, die dem Wind ausgesetzt sind, viel stärker sind als die überbehüteten Artgenossen und entdecken das Thema Resilienz. Wir schauen, wie sich das winzig kleine Moos liebevoll wie eine schützende Decke über dem nackten Boden ausbreitet, ihn schützt und Schadstoffe wegfiltert und befassen uns mit dem Thema Selbstfürsorge. Wir entdecken Baumnarben, die zeigen, dass der Baum empfindet und gelitten hat, aber daran nicht zerbrochen, sondern gewachsen ist. Im Wahrnehmen der Details der Natur versöhnen wir uns vielleicht mit der eigenen Sensibilität, die im Alltag und vom Umfeld als störend empfunden wird. Der Wind entfacht in dir eine innere Weite und deine Augen lernen wieder zu staunen, wie ein Kind.

Ein guter Nebeneffekt ist, dass du mehr Achtung vor der Natur bekommst, sorgsam mit ihr umgehen wirst und das vielleicht auch vermehrt deinen Kindern näherbringst. Denn das ist genauso wichtig für die nächste Generation wie deine persönliche Entwicklung, die sie auch prägen wird. Das spannende ist, dass auch positive Erfahrungen wiederholt werden müssen, um alte Muster zu durchbrechen und schlechte Erfahrungen zu überschreiben. Auch dafür kann die Begleitung eines Therapeuten sinnvoll sein, damit der Prozeß in Gang bleibt und man jemanden hat, dem man „Rechenschaft“ abgibt und der motiviert, erinnert und sich mit freut. Gute Erfahrungen müssen vertieft werden, damit sie im Alltag einen Platz finden.

Egal, wie beladen du in den Wald hineingehst, da geschieht etwas, was dich stärker wieder heraustreten läßt. Ich habe noch viele Ideen für gute Erfahrungen mit dieser schöpferischen Quelle. Findest du Zeit in deinem Alltag für eine Stärkung? Termine findest du auf www.auszeitklang.de

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Frühling mit Blumensprache

Ich liebe den Frühling. Deshalb habe ich entschieden, dass ich mich mal vermehrt um die Schönheit der Blüten kümmere, anstatt herauszufinden, ob sie essbar sind. Wenn beides zusammenkommt, ist es natürlich wunderbar, aber Pflanzen sind mehr als Nahrung. Sie sprechen ihre eigene Sprache. Sie erfreuen das Herz und wir können so viel von ihnen lernen.

www.wertdernatur.de Nehmen wir zum Beispiel die Vogelmiere. Sie ist lecker und gesund, aber keiner ahnt, wie groß ihr Herz ist. Und da sie so klein ist, dass wir sie gar nicht betrachten können beim Essen, habe ich eine neue Kartenkollektion entworfen. Damit ihre Schönheit endlich einmal gewürdigt wird. Das ist das Problem. Wir wissen so vieles nicht, ja ahnen es nicht einmal, aber meinen, wir würden das Leben verstehen. Und diese Schönheit ist ja nur ein Bruchteil dessen, was der Schöpfer geschaffen hat. Wer Er ist, ahnen wir noch weniger.

Oder wenn wir uns das Stiefmütterchen mal näher anschauen. Es ist so unscheinbar, ich bin selbst meist vorbeigelaufen. Dann habe ich es gegessen und als ich es einmal näher betrachtet habe, war ich völlig aus dem Häuschen. Es ist unglaublich bunt und von filigraner Einzigartigkeit. Es steht für Erinnerung. Viele Pflanzen hatten früher eine Bedeutung. Es ging so weit, dass man sich die Worte sparte und die entsprechende Blume schenkte, wenn man etwas mitzuteilen hatte – durch die Blume sozusagen 🙂

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Weiter geht es mit der Kuhschelle. Sie hat wahrlich einen anderen Namen verdient. Sie ist nicht essbar und verblüht recht schnell. Aber wenn sie blüht, ist sie ein zartkklingender Sonnenstrahl, bei dem einem warm ums Herz wird. Diese Neubewertung von Erinnerungen macht auch bei uns Menschen Sinn, aber das gehört eher in die Seelsorge und Lebensberatung (Auszeitklang).

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www.wertdernatur.deUnd das Gänseblümchen? Überall wächst es, es wird überhaupt nicht mehr wahrgenommen, doch was wäre ein Frühling ohne diese leckere kleine Blüte?

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Das ist die Zinnie. Sie hat es auf das Titelblatt meines Buches „Selbstfürsorge“ geschafft. Sie hat ein so kreatives Innenleben, sieht aus, als hätte sie sich geschmückt und steht für Loyalität – ein echter Freund. Ich könnte so weitermachen, werde ich, aber das wird ein Jahresprojekt, vielleicht auch eher ein Lebensprojekt. Ich kann mir das nicht alles merken, aber mich begeistern diese Details.

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Es gibt so vieles, was meine Augen noch nicht gesehen haben und meine Ohren noch nicht hörten. Dies ist das Kapkörbchen aus der Nähe.

All diese Karten und noch mehr findest du in meiner neuen Postkartenkollektion „Nähe macht den Unterschied“ – schau gern mal in meinem Shop oder in meiner Praxis in Radebeul im Schriftstellerlädchen vorbei und erfreue dich oder beschenke Menschen mit diesen oft unsichtbaren Schönheiten aus der Natur.

Denn natürlich geht es mir neben den Pflanzen auch um die Menschen – damit ihre Herzen weich werden und sie Freundlichkeit in die Umgebung strahlen. Das brauchen wir in dieser seltsamen Zeit.

Und wahrscheinlich wirst du in nächster Zeit bei der einen oder anderen Pflanze doch genauer hinschauen :-). Viel Freude dabei.

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Du möchtest mehr über einige Pflanzen wissen? Schau auf der Hauptseite nach.

wurzelnde Reife und gebendes Loslassen

www.wertdernatur.deWas bewegt dich, wenn du diese Worte liest? Angst? Sorge vor der Anstrengung? Schmerz? Oder etwas ganz anderes? Wie gern würde ich mit dir darüber ins Gespräch kommen.

Auf dieser Seite findest du viel für die Augen – Fotoshootings mit Pflanzen, für die Ohren ein paar Videos, den Geschmack und Geruch der Pflanzen kannst du dir nur vorstellen oder selbst ausprobieren, ich habe ihn mit Worten umschrieben. Vielleicht wird es spürbar, wie wertvoll die Natur ist.

Es ist meine Erfahrung der letzten Jahre. Es braucht gute Wurzeln, um zu reifen und Resilienz aufzubauen, um durchs Leben zu kommen. Und erst, wenn wir gelernt haben loszulassen, können wir wirklich geben. Dann gehört uns die ganze Welt. Die Sache ist, dass keiner vorher weiß, wie das eigene Leben aussehen könnte, wenn man genau das lebt.

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Wir wissen nicht, was uns erwartet, wenn wir lieb gewonnenes, Vertrautes loslassen, Veränderung zulassen, wenn wir uns weiterbewegen…

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…und erlauben, dass Gott uns zeigt, wie erfüllt unser Leben sein kann, wenn wir leben, was Er sich für jeden Einzelnen gedacht hat.

Das möchte ich hier gern vermitteln. Diese Seite WertderNatur spiegelt meine Reise des Lernens wider, die Dinge zuzulassen, die außerhalb meiner Kontrolle liegen.

Etwas ausprobieren, Fehler zulassen – bei meinen Experimenten ist viel schief gegangen und ich habe mich geärgert über Zeit- und Ressourcenverschwendung, aber ich lernte, nicht gleich aufzugeben. So wurde jeder Fehler zu einer Erfahrung, die ich nicht missen möchte, weil sie mein Denken und Fühlen und meine Sichtweise aufs Leben geprägt hat. Jetzt liebe ich Veränderungen und freue mich so an Gottes tagtäglichen Überraschungen. Das möchte ich gern mit dir teilen:

Probier dich aus, entdecke, was man von der Natur lernen kann. Hör auf zu konsumieren und werde aktiv, übernimm Verantwortung für dein Leben und staune über die Freiheit, die sich darin auftut. Wenn du hinfällst, steh wieder auf und gehe weiter. Bleibe nicht frustriert liegen, sondern setze, vielleicht vorsichtig, den nächsten kleinen Schritt – immer vorwärts in Gottes liebevolle Arme. Gott traut dir viel zu, okay manchmal nimmt er dich an die Hand, wenn Gefahr droht, aber sonst darfst du laufen, staunen und Erfahrungen machen. Ich wünsche dir viel Freude an den Erfahrungen auf deiner Reise, schreibe mir gern, wenn du Fragen oder Anregungen hast.

…nachreifen

Schon manchesmal bin ich Menschen begegnet,

deren Lebensweg schien nicht geebnet.

Viel Schweres schleppten sie mit sich herum,

all das machte sie nach und nach stumm.

Sie trauten sich selbst kaum noch etwas zu

und hatten am liebsten ihre Ruh.

Ich versuchte es mit Wertschätzung und Verständnis

und machte so manches Zugeständnis.

Ich sah sie dankbar nach der Hand greifen

und entdeckte in kleinen Schritten ihr „nachreifen“.

Ein seltsames Wort, das versteht sicher nur,

wer sich Zeit nimmt ohne den Blick zur Uhr.

Denn nicht jedem wurde es geschenkt,

dass er von reifen Eltern ins Leben ward gelenkt.

Vielen fehlt ein gutes Vorbild und Bindung

und keiner half bei der eigenen Persönlichkeitsfindung.

Dann braucht es eben später dieses Wohlwollen,

wenn auch nur punktuell in Nebenrollen,

kann jeder lernen, nachzureifen,

um über sich hinaus zu wachsen und nach den Sternen zu greifen.

Die einzige Voraussetzung dafür ist,

dass du selbst es möchtest und barmherzig mit dir bist.

Denn an Gelegenheiten gibt es viel

für den, der bereit ist für ein neues Ziel:

umherstreifende Veränderungen ergreifen,

sich nicht auf das bisher versteifen,

sondern alte Ängste nach und nach abstreifen,

auf zu viele Meinungen von außen pfeifen und

immer mal in die Stille des eigenen Innenlebens abschweifen.

Sich selbst ganz neu begreifen

und sich hingeben, um die harten Kanten des eigenen Herzens abzuschleifen.

…nachreifen.

(aus meinem Buch Selbstfürsorge)

die Natur ruht

Es war etwas still in letzter Zeit – die Natur ruht ja auch. Nur uns Menschen ist nicht klar, wie sehr wir das von Zeit zu Zeit benötigen. Wie schön es draussen ist, wenn still kleine Flocken fallen und man ihnen beim schmelzen zusehen kann. Wie man dabei innerlich zur Ruhe kommen kann versteht nur, wer es einmal ausprobiert hat. Da wird jede kleine Flocke auf einmal zum Freund mit einer eigenen Geschichte:

www.wertdernatur.deDiese zum Beispiel: Zu ihr hatte ich einen besonderen Draht. Lange hielt sie meinem Mikroskop stand und ich durfte sie betrachten. Doch das Licht deckte all die Verletzlichkeit in ihr auf – Nähe macht eben den Unterschied. So schmolz sie dahin und lehrte mich so einiges. Wenn wir uns nicht die Mühe machen, uns wirklich auf Menschen einzulassen, werden wir sie nicht in ihrer ganzen Schönheit wahrnehmen. Wo Nähe ist, wird es zuweilen schmerzhaft. Da wir Menschen eben so unterschiedlich sind und einander oft nicht erkennen. Aber wann immer wir uns darauf einlassen, wird es Inspiration und Veränderung geben – lauter kleine Neuanfänge. Und wann immer wir einmal wieder zerfliessen, wird Einer uns auffangen, wenn wir uns an Ihn wenden – unseren Schöpfer. Der, der sich den Wechsel aus Wasser und Eis ausgedacht hat.

Ja, dieser Spaziergang war es wert. Auch das Befassen mit der kleinen Flocke. Es war keine verschwendete Zeit, es brachte inneren Frieden und Gelassenheit. Das wünsche ich auch dir.

Schnee-weises Reden

Ich sollte ihn schließen, meinen Mund,

das ist wahrscheinlich höchst gesund.

.

Zumindest für meine Umgebung

wäre das wie Wiederbelebung.

.

Meine Motivation ist immer Freundlichkeit,

doch war ich scheinbar nicht gescheit.

.

Habe all das Leid nur heraufgespült,

weiß nun nicht, wie der Andere sich fühlt.

.

Ich möchte niemals Schmerz zufügen,

des anderen Seele nicht betrüben.

.

Zwar ist eigene Ehrlichkeit gut,

entfacht jedoch vielleicht nur Wut?

Ich sollte es lassen und schweigen

und mein Empfinden weniger zeigen.

.

Dann wühle ich nichts Schweres auf,

Herzen gehen dabei nicht drauf.

.

Im Herbst tut es noch viel mehr weh,

woher bekomme ich weichen Schnee?

.

Der all das dunkle Leid überdeckt,

so manchen Schmerz erneut versteckt?

.

Erst im Frühling, wenn alles blüht

und dabei das Herz erglüht

.

wird alles wieder leichter sein

so hülle ich mein Reden ein

.

in Schneeflocken, so sacht und fein

Wunden kühlend, wohlwollend rein

.

oder ich werde einfach schweigen,

im Loslassen der Tränen Mitgefühl zeigen.

Möchtest du immer mal ein paar persönliche Gedanken dieser Art zugesandt bekommen? Ich bin es ein wenig leid, die Sachen nur in die Weiten des Internet zu schicken. Ich schreibe lieber mit der Hand auf echtes Papier. Das ist mehr fürs Auge, die Hände und das Herz. Melde dich doch für meinen Auszeit-Überraschungsbrief an. Damit unterstützt du gleichzeitig meine Arbeit, die gerade aufgrund von Corona nicht so ist wie geplant. Vielen Dank.

 

durchs Leben pilgern

Psst – hast du Lust, durchs Leben zu pilgern? Ganz authentisch mit allen Fragen, Zweifeln, Ängsten und Erfolgen? Möchtest du wissen, wie man sich auf der Suche nach Authentizität fühlt und vielleicht selbst eine Pilger-Reise unternehmen? Als letztes Jahr ein Freund sagte, dass ich das mal machen soll, dachte ich: das trau ich mich niemals. Siehe da, 1 Jahr und einige Umstände später zog ich los und fühle mich so gestärkt nach dieser Reise. Ich kann nicht anders, als davon zu erzählen:

pilgern auf www.wertdernatur.de…Die Tür eines Vogelkäfigs wurde nach einer langen Zeit aufgeschlagen und da saß der kleine Vogel nun, die große Freiheit vor Augen und voller Angst, ob die Flügel ihn wohl tragen werden. Aber die Enge kannte er lange genug und so beschloss er, sich seinen Ängsten zu stellen und flog los – hinaus in die Weite – und auf einmal ergriff ihn die Abenteuer-lust und die Flügel trugen ihn, als hätte er nie etwas anderes getan…

So startete ich meine Reise – auf dem Weg zum Startpunkt meiner Pilgerreise überfiel mich Angst, die ich mir erst nicht erklären konnte. Als ich mich dem stellte, wurde mir langsam klar, dass es tatsächlich die Angst vor der großen Freiheit war – sich den Fragen zu stellen und es zu wagen, mich allein durchzuschlagen. Forschst du manchmal, warum du Angst vor bestimmten Dingen hast? Es ist gut dem nachzuspüren, denn als ich mich damit auseinandersetzte und in Erfurt ankam, waren die Ängste verschwunden und es bahnte sich eine große Abenteuerlust ihren Weg: diese wunderschöne Stadt wollte erforscht werden. Und ich startete im Kloster und war dankbar, dass Gott schon da war.

Ich hatte vorher bewußt mal nichts (außer den Startpunkt) für die Reise geplant, also besorgte ich mir einen Pilgerpass, mit dem man zum Teil ermäßigte Unterkünfte, z.B. im Kloster (Pilgerzimmer für 10 Euro) bekommt.

Voller Elan startete ich am 1. Pilgertag früh meine Reise, meine Habseligkeiten auf dem Rücken tragend wie eine Schnecke. Es erschien mir schwer und ich fragte mich, wieso man im Alltag soviel Kram braucht. Fragst du dich manchmal, ob du tatsächlich alles brauchst, was du besitzt? Naja, 3 Bücher mussten mit (so meinte ich) und eben Wechselsachen und 2 Paar Schuhe. Das Ziel fest vor Augen lief ich los und hatte den Anspruch, mich ohne Handy und Karte durchzuschlagen. An ein paar Kreuzungen waren die Markierungen nicht ausreichend und so merkte ich nicht einmal, wie ich auf den falschen Weg kam. Fragst du dich manchmal auch, ob der Weg noch sinnvoll und gut ist, den du gehst?

Das Schöne war, ich fand eine Selbstpflücke mit den leckersten Johannisbeeren überhaupt, das schlechte war, ich entdeckte viel zu spät, dass ich in einem Ort rauskam, der 5 km von der Route entfernt lag. Ich ärgerte mich extrem, weil ich Umwege hasse. Mir war klar, dass mich das über eine Stunde Zeit kosten würde, auf den richtigen Weg zurückzukommen. Wäre ein Mensch in der Nähe gewesen, hätte er meine ganze Wut abbekommen, aber so hatte ich nur mich selbst. Eine sehr wertvolle Erfahrung.

Wie oft meinen wir im Alltag, der Ärger über Andere oder die Umstände müßte raus und abbekommen tun es immer die Nächsten? Wäre es nicht besser, schreiend im Kreis zu laufen und den Frust mit sich selbst auszumachen? Es sieht sicher lustig aus, aber es tut niemandem weh und hilft enorm. Dabei können wir lernen, die Verantwortung für unser Handeln und die Konsequenzen zu tragen. Auf dem Weg suchte ich also das positive an Umwegen: vielleicht machen sie uns verantwortungsbewußter und überlegter? Es ist auch sinnvoll, seinen Stolz zu überwinden und Orientierungshilfen anzunehmen. Vielleicht entwickeln wir durch die eigenen Umwege Verständnis und Barmherzigkeit für Menschen, denen es ähnlich geht, evtl. lernen wir nur auf Umwegen (Fehlern) Dinge, die uns zu einem reiferen Menschen machen (zum Beispiel Schmerz auszuhalten) und da war sie wieder – die Geduld, die es braucht, fast immer im Leben.

Es war Mittag, sehr heiß, ich war müde. Aber aufgeben war keine Option. Gibt es nicht eine Abkürzung? Nein, die gibt es oft im Leben nicht. Wir müssen uns den Schwierigkeiten stellen. Deshalb half es mir, dass Menschen mir ein Lächeln schenkten und mir ab und zu freundlich den Weg erklärten. Ich hatte das Empfinden, sie halten mich für ein bisschen verrückt. Ach – wenn schon. Ist es wichtig, was die Anderen so denken? Ich mußte weiter, mein Ziel schaffen – mein Bett war noch so weit entfernt, also weiter. Ich trieb mich an – ja keine Pause machen. Als ich fast umfiel, beschloss ich, doch mal einen schattigen Platz zu suchen.

Erst beim Rasten fiel mir auf, dass es im Alltag oft so ist: wir müssen funktionieren, haben uns schließlich viel vorgenommen, das Hamsterrad ist ständig in Bewegung. Ja nicht still sitzen, denn dann kommen die Fragen – warum tun wir uns das an, nicht mehr auf die Signale unseres Körpers zu hören? Warum tun wir so viel, was die Anderen von uns erwarten? Warum trieb ich mich auf meiner Reise so an? Es war das alte Pflichtbewußtsein, zu schaffen, was ich geplant hatte und das Sicherheitsbedürfnis – den Platz zum Schlafen zu erreichen, weil er nun einmal gebucht war. An dem Tag schaffte ich es nicht, umzudenken. Ich lief 23 km und erreichte abends mein weiches Bett in einer Pension. Ich war völlig ko. Erst nach ein bisschen Zeit des Nachdenkens beschloss ich, den 2. Tag anders zu gestalten, aber dazu brauchte ich diese Zeit des Reflektierens. Bist du schon einmal aus dem Hamsterrad ausgestiegen und hast das Ganze mal von aussen betrachtet? Ich entdeckte, wie gut es sich anfühlt, barmherzig zu sich (und auch zu Anderen) zu sein.

Am 2. Pilgertag fühlte ich mich früh wie 80 – alles tat weh, ich fragte mich, wie ich nur einen Schritt schaffen sollte. Aber es ist gut zu spüren, wie sich ältere Menschen fühlen und zu begreifen, warum bei ihnen alles langsamer geht. Wie sonst sollten wir uns in sie hineinversetzen können? Und alles, was uns widerfährt ist doch nur die Vorbereitung auf die weiteren Ereignisse, oder? Wenn wir das sehen wollen.

Also war ich umso überraschter, dass meine Füße wie von selbst losliefen und ich den Rucksack auch nicht mehr wirklich spürte. Und es gab bei 35 Grad endlich Schatten im Wald, wie wunderbar.

Ich verabschiedete mich von meinem stolzen Anspruch, es ganz ursprünglich machen zu wollen und nutzte das Handy, um nicht ständig suchen zu müssen, wo ich bin. Was für Ansprüche haben wir so im Leben? Sind sie hilfreich und erstrebenswert? Wenn sie gut sind, sollten wir sie weiter im Auge behalten und keine Kompromisse eingehen. Aber das muss abgewogen werden.

An diesem Tag nahm ich mir die Zeit, wahrzunehmen und mich mit meinen Fragen auseinandersetzen. Ich lief langsamer und fand auf einmal so viele schöne Details, an denen ich mich erfreuen konnte. Also ist doch der Weg das eigentliche Ziel…wußte ich schon vorher, aber das neu zu spüren tat gut, denn es prägt sich besser ein. Wie siehst du das?

In jedem kleinen Dorf fand ich nette Menschen, die mir mein Wasser wieder auffüllten und ich war so dankbar über diese Freundlichkeit. Überhaupt ist nach so einer Reise nichts mehr selbstverständlich, was man sonst dafür hält. Ich lief 13 km bis Arnstadt und als ich dieses kleine Städtchen sah, wußte ich, dass ich bleiben mußte – allen Plänen zum Trotz. Ich buchte spontan ein Zimmer und ging in Kirchen und ein Museum und schlenderte durch die schöne Altstadt. Ich fand die schönste Kirche überhaupt – die Bachkirche. Braucht man eine Kirche, um mit Gott zu sprechen? Klares Nein, meine Reise war ein einziges Gespräch, aber dieser Ort fühlte sich sehr friedlich an und man bekommt ein anderes Empfinden für Ehrfurcht.

Die Bachkirche zu Bachs Zeiten.

Die Bachkirche heute – so wunderschön.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und mich faszinierten diese wunderbaren Kirchenfenster voll leuchtender Farben.

Ich nahm mir Zeit für Gespräche mit Menschen, die mir über den Weg liefen, ich bewegte eine Menge Gedanken und Fragen. Ich konnte schreiben und nachdenken. Das fühlte sich nach echtem Leben an. Und nichts habe ich dazugetan, alles war ein Geschenk und der Geber muss ein großes Herz haben. Um diese Beziehung dreht sich alles, das wurde mir neu klar.

Am 3. Pilgertag ging alles von allein, ich wollte nur noch laufen und staunte über meinen Körper. Mir wurde klar, wenn jemand keinen guten Draht zu seinem Körper hat, ist so eine Reise definitiv eine gute Sache. Wie ist dein Verhältnis zu deinem Körper? Kann man sich auf ihn verlassen? Deine Füße tragen dich mit deinen Habseligkeiten durchs Leben, dein Herz pulsiert, deine Lunge sorgt für den Atem des Lebens und du wirst dankbar dafür und lernst, wieder mehr auf den Körper zu hören und dir selbst und deinen Empfindungen zu vertrauen. Ich lief wie von allein, der Kopf ging auf Reisen und die Gedanken bahnten sich ihren Weg, den sie sonst  im Alltag nicht finden.

Ich lief an einem Fluß vorbei und da roch es nach Kindheit. Dieses Kind in uns braucht Raum zum leben – wann hast du zuletzt wie ein Kind gestaunt und diese Lebendigkeit und Fähigkeit empfunden, völlig im Moment zu leben? Ich fand das auf dieser Reise wieder. Da fiel mir auf, dass auch die Freude an Gott, meinem Schöpfer, viel zu oft im Alltag verschwindet.

 

Und da waren wieder die Fragen, auf die ich noch keine Antworten gefunden hatte. Und neue Fragen kamen auf, als ich durch diesen Wald ging.

„Innigkeit o. Abhängigkeit?“   „Gottes Licht strahlt durch“  „erfahrener 200 J.alter Baum“

An diesem Tag traf ich kaum einen Menschen, verrückt in unserer heutigen Zeit – und wohltuend. Nach weiteren 14 km stieg ich in den Zug. Als ich am Erfurter Bahnhof ankam, erschienen mir alle wie lärmende Hamster in ihren Laufrädern – ein zu großer Kontrast. Ich musste zurück in die Stille des Klosters.

Pilgerreise von Michaela Stohl auf www.wertdernatur.de

Dort angekommen nahm ich mir eine Zeit des Hörens auf Gott und auf sehr faszinierende Weise bekam ich Antworten auf einige meiner Fragen. Wann hast du dir zuletzt Zeit zum hören genommen? Ich weiß, es ist im Alltag nicht leicht, aber so wertvoll.

 

 

Und ich fand die Freude wieder – wir sind von unserem Schöpfer gut erdacht, geliebt und geschaffen, um uns an ihm zu freuen. Was für ein Geschenk und welch schöne Aufgabe.  Ich war entzückt über all diese Erkenntnisse. Fragt mich, wenn ihr mehr wissen wollt.

Ich erkundete noch die schöne Stadt Erfurt – langsam – lauschte Straßenmusikern, genoss kleine Winkel, die man nur sieht, wenn man nicht schnell vorbeihetzt.

      

4.Tag: Leider ist die Reise schon zu Ende. Ich habe die Klosterstille noch ein wenig genossen und aufgetankt, mich noch ein bisschen mit Luther auseinandergesetzt – der war echt ein Pilger – dagegen habe ich Wellnesspilgern betrieben, dessen bin ich mir völlig bewußt. 50 km sind keine Menge, aber ein guter Anfang und ein erster Einblick ins Zigeunerleben.

Nun heißt es, diese gewonnenen Erfahrungen im Alltag umzusetzen, denn dazu dient so eine Reise auch. Der Pilgerweg hieß übrigens: der Weg der starken Frauen“.

eine schöne Erinnerung

Tja, was wohl die wirkliche Stärke von uns Frauen ist? Was denkst du? Ich habe eine Ahnung bekommen…aber das geht nur im Gespräch zu erörtern.

Ich möchte es nicht missen, dies alles erlebt und gespürt zu haben, ich bin sooo dankbar dafür und ich werde das ab sofort in meine Sommer einbauen, weil es noch viel mehr zu lernen und zu erforschen gibt.

Und der Muskelkater wird sicher weniger im Laufe der Zeit 🙂

Nun, habe ich dich angesteckt? Hast du Lust auf´s Fragen und Suchen? Ich wünsche dir so eine Reise mit all diesen Erfahrungen sehr.

Nun noch die sachliche Fakten für die Theoretiker:

Jakobswege in Deutschland

  • Die Füße schwellen an – es macht Sinn, die Schuhe erst beim Ziel auszuziehen oder ein 2. Paar große Sandalen mitzunehmen
  • Die Hände schwellen an – also früh Ringe ablegen
  • Kopfbedeckung und Sonnenschutz mitnehmen
  • Karte oder Handy nutzen
  • Man braucht gar nicht so viel Essen (Nüsse sind gut), aber immer Wasser
  • 4 ÜN kosteten mich 120 Euro + Essengeld und evtl. Zugticket

Noch ein Filmtipp für alle, die jetzt nicht gleich lospilgern können: „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ – den habe ich erst nach meiner Reise gesehen, aber gefühlt habe ich mich so ähnlich.

…Der kleine Vogel fühlt sich von seinem Schöpfer geliebt und fliegt und lebt seine Bestimmung – er gehört in die Weiten des Himmels. Und jetzt kann er das auch endlich genießen…

zu wenig Selbstliebe -Co-Abhängigkeit

Ich komme nicht umhin, über die Dinge zu schreiben, die mich beschäftigen – wozu zu wenig Selbstliebe führen kann. Es werden gerade eine Menge Menschen in mein Leben gespült, die in einer schwierigen ungesunden Beziehung stecken oder steckten. Und immer wieder stoße ich dabei auf das Verhalten von Personen mit narzisstischer Störung und auf der anderen Seite Menschen, die Co-abhängig sind. Nun gibt es dazu ja eine Menge Anregungen im Internet, aber so viele Menschen wissen darüber nicht Bescheid und ich möchte das Ganze auch von einer anderen Seite beleuchten und werde ein paar Videos verlinken, die hilfreich sind.

Anfänglich muss ich vielleicht erklären, was einen Menschen als Narzisst auszeichnet (das können Frauen und Männer sein). Dabei beziehe ich mich hier nicht auf die positiven Eigenschaften wie Kontaktfreudigkeit oder rhetorisches Talent, weil sie zum Blenden benutzt werden:

  • er/sie hat einen übersteigerten Wunsch nach Bewunderung
  • er/sie ist egoistisch oder egozentrisch
  • er/sie wertet den Anderen ab
  • er/sie kontrolliert sein/ihr Gegenüber
  • er/sie isoliert den Partner von anderen Menschen
  • er/sie hat allein Recht
  • er/sie macht keine Fehler und braucht sich deshalb auch nicht entschuldigen – mangelnde Kritikfähigkeit
  • er/sie kann nicht vergeben, einmal gekränkt und du wirst zum Feind erklärt, der in die Knie gezwungen wird
  • er/sie ist neidisch – ständiges Konkurrenzdenken
  • hohe Empfindlichkeit auf die eigene Person (schwaches inneres leeres Selbst)
  • er/sie überschreiten dauernd die Grenzen der Anderen
  • fehlende Empathie – er/sie lebt von deinen Emotionen, denn sie können nur Emotionen vortäuschen, um an ihr Ziel zu gelangen, sie sind innerlich leer
  • er/sie erzählt sehr viel – die Taten fehlen!
  • weitere Infos gut zusammengefasst
  • hilfreiche Tipps

Narzissten sind nicht glücklich und tragen viel unverarbeiteten, zum Teil weit zurückliegenden Schmerz in sich. Sie haben ihre Emotionen abgespalten. Sie haben ein geringes Selbstbewußtsein und müssen sich aufwerten, indem sie andere abwerten. Aber die Opfer/Co-abhängigen Partner stehen so im Nebel, dass sie es nicht erkennen können. Da der Prozeß schleichend vonstatten ging und sanfte, leidende und manipulative Techniken angewandt wurden bis hin zu Mobbing und lauten Wutausbrüchen ist die ganze Bandbreite dabei. Wenn die Kontrolle zunimmt, kann das ein Zeichen sein, dass der Narzisst selbst schon aus der Beziehung ausgestiegen ist. Da er sich das aber nicht eingestehen kann, denn er macht ja keine Fehler, spiegelt er dieses Verhalten und wirft es dem Partner vor. Deshalb muss dieser noch mehr kontrolliert werden.

Der Co-abhängige Partner hofft über Jahre, dass sich etwas ändert und diese Hoffnung wird benutzt, oft aber unbewußt. Man spricht von emotionalem Mißbrauch – eine sehr schwere Form des Mißbrauchs, weil sie so hinterhältig und nicht greifbar ist. Wenn der Narzisst den Partner erst einmal isoliert hat, können Freunde auch nicht mehr aufdecken, was für ein schräges Spiel da gespielt wird und dass das Ganze nichts mehr mit Partnerschaft zu tun hat. Nicht umsonst werden solche Beziehungen als „vergiftet“ bezeichnet. Wenn man das Ganze geistlich betrachtet, stellt man fest, dass keine von diesen Eigenschaften irgendetwas von Gottes Wesen in sich tragen, sondern die Menschen von einem Geist des Unfriedens getrieben sind. Aber Gott hat sich Beziehung definitiv anders gedacht:

Als Unterstützung, als ein Miteinander durch gegenseitigen Respekt mit Geben und Bekommen, um Freude und Leid teilen zu können, um gemeinsam zu lachen, um zu lernen, um zu lieben und Liebe tut nicht weh – sie fügt keinen Schmerz zu.

wertvolle Gedanken dazu aus der Gedankenwelt

Was kann man bei einem Co-Abhängigen erkennen – er steht im Nebel:

  • Unverständnis, was eigentlich geschieht
  • du traust deinen eigenen Gefühlen nicht mehr
  • da ist eine ständige Ambivalenz
  • du übernimmst dauernd Aufgaben für andere
  • du fragst dich, was an dir falsch ist, dass deine Beziehung so schlecht läuft
  • du lügst, weil es von dir verlangt wird
  • deine Gefühlslage hängt stark von der Stimmung deines Partners ab
  • du fühlst dich angesichts der Lage völlig hilflos
  • du gibst dein Sozialleben/Hobbys/dich selbst auf (eigene Vernachlässigung)
  • du hast das Vertrauen in den Partner verloren und manchmal sogar Angst vor ihm
  • du fühlst dich für die Situation verantwortlich und suchst sämtliche Schuld bei dir
  • die Belastung macht sich bei dir bereits körperlich bemerkbar
  • du übernimmst unbewußt seine/ihre Verhaltensweisen

Für jemanden, der das nicht erlebt hat, klingt das alles seltsam. Aber wenn du auf Menschen triffst, die so im Neben stehen, wird dir klar, dass hier wirklich Hilfe nötig ist. Sie tragen alte Wunden in sich, sonst würden sie sich nicht dauernd wieder und wieder von einem Menschen verletzen lassen, ohne sich zu entfernen. Du möchtest sie schütteln oder umarmen oder irgendetwas tun, damit sie sehen, wie schräg dieses Leben ist, was sie führen. Nur ist der Knackpunkt, dass sie selbst rauswollen müssen.

Wenn es dich schmerzt oder du es ignorierst und es nicht bei dir ankommt, wenn dir jemand etwas nettes sagt, dann steckst du schon viel zu lange in einer vergifteten Beziehung. Wenn du über Jahre hoffst, dass sich der Partner ändert und er es nicht tut, dann wird er es auch in Zukunft nicht tun, weil er es nicht will. Das ist kein Unvermögen sondern Lieblosigkeit dir gegenüber. Wenn du in die Beziehung investierst und kompensierst und nichts zurückkommt, dann macht es keinen Sinn zu bleiben, weil es dich deine ganze Kraft kosten wird bis nichts mehr übrig ist. Es macht Sinn, den Narzissten sich selbst zu überlassen. Du solltest bei einer Trennung weise vorgehen und eine Strategie und gute Freunde in der Hinterhand haben. Aber dann hat er eine Chance, sich mit sich auseinanderzusetzen und vielleicht gibt es dann einen Zerbruch (Verlassenwerden und Enttarntwerden triggern den Narzissten am meisten und können zu Panik und extremer Wut führen) und einen Neuanfang, aber nicht, solange er ein Opfer hat, an dem er sich auslassen kann.

Und noch ein Wort zum Thema Kinder:

Ja, die meisten sagen, dass man lieber zusammenbleibt, um der Kinder willen. Die Kinder leben in diesem Klima und nehmen das als Grundlage für ihre eigene Beziehung mit in ihr Leben. Das heißt, wenn es ganz schlecht läuft, werden sie das Muster übernehmen und sich unbewußt einen narzisstischen Partner suchen – weil sie nur das kennengelernt haben. Das will doch niemand. Aber das ist der Preis, denn Kinder spüren, dass da etwas nicht stimmt und sie lernen, ihrem eigenen Gefühl nicht zu vertrauen – eine ganz schlechte Grundlage fürs Leben…

Gibt es Auswege? Ja! Befasse dich dringend mit dem Thema! Geh raus aus der Isolation! Geh unter Menschen, rede mit ihnen über deine Fragen, über das, was sich so komisch und ambivalent anfühlt. Lass dir zeigen, wie das Leben eigentlich laufen sollte. Suche dir Hilfe, auch mit der Scham, gescheitert zu sein und etwas nicht geschafft zu haben. Wir alle scheitern und nur das ist wirkliche Größe, wenn man sich und anderen seine Fehler eingestehen kann und sie beim Namen nennt anstatt zu vertuschen.

Hier gibts das Ganze in lyrischer Form:

Blickwinkel

Ein wunderbares Bild auf den 1. Blick:

Diese 2 ineinander verschlungenen Bäume, so innig und voll Hingabe sind die anmutigen Baumkronen miteinander verwoben.

Strahlend schön sind sie und unnahbar – nur dem Himmel entgegengestreckt, die Wurzeln halten sie verdeckt.

Man sieht sie nicht und meint,auf sie kommt es nicht so an, denn sie sind unter der Erde gut versteckt.

Die Wurzeln erinnern zu sehr an die Vergangenheit, an altes Leid, da haben wir jetzt keine Zeit, uns damit auseinander zu setzen.

Lieber scherzen wir und freuen uns oder halten eben durch, doch die Kunst liegt im Erhaschen des 2. Blicks:

Blickwinkel auf www.wertdernatur.de

Der 1. Baum ist stark und schön,doch wenn du still bist und lauschst,hörst du ihn stöhnen unter der Last der Kompensation,

an die er sich irgendwie gewöhnt hat,

weil es ja keine andere Möglichkeit gibt,

als den sichtbaren Raum der Zweisamkeit

um jeden Preis zu erhalten,

auch wenn Er gefühlt vor Einsamkeit erkaltet.

Ein herber Schlag ist der Blickwinkel von unten: Blickwinkel auf www.wertdernatur.de

Der 2. Baum hat schon vor Jahren seine Wurzeln verloren und sich geschworen, seine schöne Krone auszustaffieren und seine eigenen Entfaltungsmöglichkeiten zu forcieren, so lange der Andere nur standhält.

Dieser 1. Baum darf nicht fallen,das ist essentiell, denn die schon bröckelnde Fassade der internen Schwierigkeiten würde zerschellen und für jeden sichtbar alle Beide entstellen.

Er soll also funktionieren und sich auf seine Aufgabe konzentrieren, er wird immer schön beschäftigt, dann kann er auch nicht über die eigenen Bedürfnisse sinnieren.

Doch wehe, wenn es tatsächlich geschieht und ein Sturm aufzieht und der 1. Baum sich seiner Wurzeln bewußt ist, dann wird nur Er allein dem standhalten. Wenn auch mit Narben und vom Leben gezeichnet, doch durch diese Erfahrungen bereichert, wird er sich entfalten – stark und schön – von innen heraus. Für den 2. Baum, den Entwurzelten, ist es dann aus.

Was lernen wir daraus?

Es gibt Stürme im Leben, und es ist gut, viel Wert auf die Wurzeln der Reflexion zu legen und sie zu pflegen,auch wenn wir für diese zeitintensive Aufgabe gelegentlich belächelt werden, wird uns das zum Segen.

Nachtrag: ein paar Monate später hatte es der Baum geschafft – wie schön – und er blüht auf….

Und falls bei dir die Frage aufkommt, warum genau dir das alles passiert?

Da gibt es keine Pauschalantwort, nur Erklärungsversuche. Sicher wirst du fündig, wenn du ein bisschen in deiner Vergangenheit und Familiengeschichte wühlst. Und außerdem sollte dieser Partner dir helfen, zu dir zu finden, dich selbst lieben zu lernen und Verständnis für andere zu entwickeln. Wenn du das bearbeitet hast und da durch bist, wirst du ein wertvoller, barmherziger Mensch sein, der gut mit anderen umgeht.

Also, wenn dich das hier in irgendeiner Form angesprochen hat, dann fange an, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Such dir Menschen zum Reden und befasse dich mit dir und sei  dir selbst ein guter Freund. Wenn du Respekt vor dir hast, dann wirst du dir nicht mehr wehtun lassen…und das ist ein Anfang.

Folgende Videos finde ich sehr hilfreich,

denn Co-Abhängige werden nicht von einem Tag auf den anderen frei. Es ist ein schmerzhafter und langwieriger Prozess. Ich weiß, wovon ich rede…

Aber wenn du dich auf den Weg machst, entdeckst du dich selbst. Vielleicht findest du auf der Hauptseite weitere Inspiration, die dich auf diesem Weg weiterbringt?

Martin Uhlemann:

der gute Riccardi:

Kümmere dich gut um dich. Verzeih dir selbst, dass du gescheitert bist. Auch Gott verzeiht dir, er liebt dich – echt – und er hat dir alles gegeben ohne etwas von dir haben zu wollen. Er hat schon gelitten, hör also auf zu leiden und finde deine Bestimmung im Leben. Dazu habe ich schon einiges geschrieben:

aufblühen

5 Jahre WertderNatur

Wenn du Fragen hast, schreibe gern. Ich habe Zeit und vielleicht sogar ein paar Antworten oder zumindest Ideen. Und, ich kann dich verstehen, egal wie schräg sich dein Leben für dich anfühlt…