Distel – stachelumwoben

Kommst du mit? Ich erzähl dir die Geschichte von der stachelumwobenen Distel.

Auf meinem Weg stand eine Distel. Sie war hoch gewachsen – ich schaute zu ihr hinauf. Stolz stand sie da und reflektierte die Sonnenstrahlen, die sie in ein silbernes Licht tauchten. Sie wurde emsig von Bienen umflogen.

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Ihre Blüten sahen verlockend aus. Ganz langsam näherte ich mich mit sehr viel Achtung. Wie schön sie war. Ich streckte die Hand aus, um sie zu berühren. Doch ein paar Millimeter vorher hielt ich inne. Sie flößte mir unheimlichen Respekt ein, denn ich ahnte, wieviel Schmerz sie verursachen konnte. Wieviel sie wohl selbst erlebt hatte? Sie hatte jedenfalls gelernt, sich zu wehren, bevor ihr jemand zu nahe kommt.

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Doch ich erhaschte einen tieferen Blick in ihre Blüten. Ganz still und sachte nahte ich mich und entdeckte, dass es jemand geschafft hatte, nicht verjagt zu werden.

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Das Tierchen hatte die weiche Stelle gefunden – den Kern, das Herz der Pflanze. Es durfte in der Nähe bleiben. Ich beobachtete es eine Weile und fragte mich, ob es bei uns Menschen wohl so ähnlich ist?

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Was ist mit den vielen Verletzungen, die wir im Laufe unseres Lebens erleben? Viele Menschen werden stachelig, sie lassen niemanden mehr an sich ran. Weil sie sich so nach Beziehung sehnen, aber nicht mehr daran glauben, verstanden und wertgeschätzt zu werden. Zu oft haben sie Ablehnung oder Verachtung erlebt. Diese offenen Wunden tragen sie oft jahrelang mit sich herum. So jagen sie jeden davon, der sich ihnen nähert. Und natürlich probiert man es irgendwann nicht mehr, keiner will dauernd verletzt oder verjagt werden. Die meisten beziehen es ja auf sich selbst und fühlen sich abgelehnt. Es braucht Menschen, die ihre eigenen schweren Themen mit Gottes Hilfe und Annahme bearbeitet und Heilung erfahren haben. Erst dann kann man sich mutig auf den Weg machen und andere gut begleiten.

Die Schwierigkeit ist, dass ein Gegenüber, welches freundlich ist, den ganzen alten Schmerz und die Defizite aufwühlt und erst einmal ins Bewußtsein holen wird. Deshalb müssen die Stacheln ausgefahren werden. Wenn es aber doch einer schafft, zu bleiben und alte Erfahrungen mit Güte und Vertrauen zu überschreiben, werden Wunden heilen und vernarben und Menschen wieder anfangen, die Nähe zu suchen.

Das alles ist nur meine Theorie, aber vielleicht versuchst du es einmal? Damit meine ich beides: Nähe zulassen und Nähe herstellen, mit dem Wissen, dass bei Ablehnung nicht du gemeint bist, sondern deine Freundlichkeit, die wehtut, weil sie so lange fehlte. Natürlich braucht das viel Fingerspitzengefühl, um die Grenzen eines anderen Menschen nicht zu überschreiten. Doch dann kann etwas heilen und vielleicht machst du neue wertvolle Erfahrungen. Auf jeden Fall wird es Spuren im Leben hinterlassen.

Schreibe mir gern deine Erfahrungen.

Naturtherapie – Auszeitklang

www.wertdernatur.deWorum geht es eigentlich in der Naturtherapie? Es geht um das Finden unserer Wurzeln, um körperlich-emotionale Entspannung, um ein Entdecken dessen, was wir gar nicht gesucht haben, weil wir nicht mehr wissen, was uns eigentlich fehlt.

www.wertdernatur.de Uns fehlt heutzutage so viel, weil wir meinen, alles zu brauchen. Aus diesem Gefühl heraus entstand diese Karte.

Und dann stehst du mitten im Wald und nimmst auf einmal die Stille wieder wahr und empfindest eine tiefe Zufriedenheit – ohne etwas zu tun. Schon das allein ist eine sehr heilsame Erfahrung. Natürlich kann man das selbst erleben.

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Manchmal brauchst du Mut.

Es soll nur auch Menschen geben, die schon so lange in ihrem Hamsterrad unterwegs waren, sich mit anderen verglichen haben und nicht genügen konnten, dass sie gar nicht mehr wissen, wer sie sind und wo sie anfangen sollen, nach sich zu suchen. Da kann eine Begleitung in Form von Naturtherapie, die ich als Auszeit bei Auszeitklang in Radebeul anbiete, helfen, sich wieder mit der heilsam durchgrünten Natur und auch mit der eigenen Natur anzufreunden. Es gibt Studien, die belegen, dass schon das Einatmen der Waldluft dafür sorgt, dass dein Körper mit dem Bilden von Abwehrkräften beginnt. Wie lange hast du eigentlich schon nicht mehr gefragt, was dein Körper gerade braucht?

Durch unsere digitale Welt hat eine Entfremdung von der Natur stattgefunden. Es geht dabei nicht um die Erfüllung unserer Vorstellungen – und zwar sofort (Bedürfnisbefriedigung, Belohnungsprinzip), sondern um ein Einlassen auf die Gegebenheiten und ein Umgang damit zu lernen. Es geht um ein Beobachten, nicht um Kontrolle, ein „sich beschenken lassen“, nicht um ein Herrschen.

Den meisten Menschen fehlt in der heutigen Zeit eine innere Fülle. Sobald es still wird, entsteht ein inneres Vakuum, welches sofort wieder mit irgendetwas gefüllt werden muss. In der Natur kann man neu lernen, sich inspirieren zu lassen und etwas von innen heraus zu tun. Diese Selbsterfahrung ist enorm wertvoll und bringt in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung voran.

Wer mich sucht,

ich bin im Wald,

schiebe Frust

und zwar geballt.

Dort verwandelt sich Wut in Kunst,

denn vom Ärger hat grün keinen Dunst.

Hilflosigkeit wandelt sich in Zuversicht,

weil sich in ihr Verständnis bricht.

Schmerz heilt dort in Etappen

und wird sich die Verdrängung schnappen.

Ich komme heraus,

ein Stück reifer,

voll neuem Eifer

freu mich auf Zuhaus.

In Erinnerung bleibt

ein wilder Blumenstrauß

und bunter Gedankenschmaus,

der allen Ärger überschreibt.

(aus meinem Buch „Auszeit“)

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Der Waldboden ist etwas besonderes. Er ist dabei behilflich, dass wir uns wieder erden können und Wert auf einen festen Stand legen. Wir sehen, dass Pflanzen, die dem Wind ausgesetzt sind, viel stärker sind als die überbehüteten Artgenossen und entdecken das Thema Resilienz. Wir schauen, wie sich das winzig kleine Moos liebevoll wie eine schützende Decke über dem nackten Boden ausbreitet, ihn schützt und Schadstoffe wegfiltert und befassen uns mit dem Thema Selbstfürsorge. Wir entdecken Baumnarben, die zeigen, dass der Baum empfindet und gelitten hat, aber daran nicht zerbrochen, sondern gewachsen ist. Im Wahrnehmen der Details der Natur versöhnen wir uns vielleicht mit der eigenen Sensibilität, die im Alltag und vom Umfeld als störend empfunden wird. Der Wind entfacht in dir eine innere Weite und deine Augen lernen wieder zu staunen, wie ein Kind.

Ein guter Nebeneffekt ist, dass du mehr Achtung vor der Natur bekommst, sorgsam mit ihr umgehen wirst und das vielleicht auch vermehrt deinen Kindern näherbringst. Denn das ist genauso wichtig für die nächste Generation wie deine persönliche Entwicklung, die sie auch prägen wird. Das spannende ist, dass auch positive Erfahrungen wiederholt werden müssen, um alte Muster zu durchbrechen und schlechte Erfahrungen zu überschreiben. Auch dafür kann die Begleitung eines Therapeuten sinnvoll sein, damit der Prozeß in Gang bleibt und man jemanden hat, dem man „Rechenschaft“ abgibt und der motiviert, erinnert und sich mit freut. Gute Erfahrungen müssen vertieft werden, damit sie im Alltag einen Platz finden.

Egal, wie beladen du in den Wald hineingehst, da geschieht etwas, was dich stärker wieder heraustreten läßt. Ich habe noch viele Ideen für gute Erfahrungen mit dieser schöpferischen Quelle. Findest du Zeit in deinem Alltag für eine Stärkung? Termine findest du auf www.auszeitklang.de

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Frühling mit Blumensprache

Ich liebe den Frühling. Deshalb habe ich entschieden, dass ich mich mal vermehrt um die Schönheit der Blüten kümmere, anstatt herauszufinden, ob sie essbar sind. Wenn beides zusammenkommt, ist es natürlich wunderbar, aber Pflanzen sind mehr als Nahrung. Sie sprechen ihre eigene Sprache. Sie erfreuen das Herz und wir können so viel von ihnen lernen.

www.wertdernatur.de Nehmen wir zum Beispiel die Vogelmiere. Sie ist lecker und gesund, aber keiner ahnt, wie groß ihr Herz ist. Und da sie so klein ist, dass wir sie gar nicht betrachten können beim Essen, habe ich eine neue Kartenkollektion entworfen. Damit ihre Schönheit endlich einmal gewürdigt wird. Das ist das Problem. Wir wissen so vieles nicht, ja ahnen es nicht einmal, aber meinen, wir würden das Leben verstehen. Und diese Schönheit ist ja nur ein Bruchteil dessen, was der Schöpfer geschaffen hat. Wer Er ist, ahnen wir noch weniger.

Oder wenn wir uns das Stiefmütterchen mal näher anschauen. Es ist so unscheinbar, ich bin selbst meist vorbeigelaufen. Dann habe ich es gegessen und als ich es einmal näher betrachtet habe, war ich völlig aus dem Häuschen. Es ist unglaublich bunt und von filigraner Einzigartigkeit. Es steht für Erinnerung. Viele Pflanzen hatten früher eine Bedeutung. Es ging so weit, dass man sich die Worte sparte und die entsprechende Blume schenkte, wenn man etwas mitzuteilen hatte – durch die Blume sozusagen 🙂

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Weiter geht es mit der Kuhschelle. Sie hat wahrlich einen anderen Namen verdient. Sie ist nicht essbar und verblüht recht schnell. Aber wenn sie blüht, ist sie ein zartkklingender Sonnenstrahl, bei dem einem warm ums Herz wird. Diese Neubewertung von Erinnerungen macht auch bei uns Menschen Sinn, aber das gehört eher in die Seelsorge und Lebensberatung (Auszeitklang).

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www.wertdernatur.deUnd das Gänseblümchen? Überall wächst es, es wird überhaupt nicht mehr wahrgenommen, doch was wäre ein Frühling ohne diese leckere kleine Blüte?

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Das ist die Zinnie. Sie hat es auf das Titelblatt meines Buches „Selbstfürsorge“ geschafft. Sie hat ein so kreatives Innenleben, sieht aus, als hätte sie sich geschmückt und steht für Loyalität – ein echter Freund. Ich könnte so weitermachen, werde ich, aber das wird ein Jahresprojekt, vielleicht auch eher ein Lebensprojekt. Ich kann mir das nicht alles merken, aber mich begeistern diese Details.

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Es gibt so vieles, was meine Augen noch nicht gesehen haben und meine Ohren noch nicht hörten. Dies ist das Kapkörbchen aus der Nähe.

All diese Karten und noch mehr findest du in meiner neuen Postkartenkollektion „Nähe macht den Unterschied“ – schau gern mal in meinem Shop oder in meiner Praxis in Radebeul im Schriftstellerlädchen vorbei und erfreue dich oder beschenke Menschen mit diesen oft unsichtbaren Schönheiten aus der Natur.

Denn natürlich geht es mir neben den Pflanzen auch um die Menschen – damit ihre Herzen weich werden und sie Freundlichkeit in die Umgebung strahlen. Das brauchen wir in dieser seltsamen Zeit.

Und wahrscheinlich wirst du in nächster Zeit bei der einen oder anderen Pflanze doch genauer hinschauen :-). Viel Freude dabei.

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Du möchtest mehr über einige Pflanzen wissen? Schau auf der Hauptseite nach.

Stiefmütterchen und Veilchen

Viele Jahre bin ich an Stiefmütterchen vorbeigegangen. Ich fand sie langweilig und unscheinbar, Veilchen übersah ich grundsätzlich – sie stehen ja in jedem Park und auf Wiesen in großen Mengen. Doch irgendwann habe ich eine Blüte genauer betrachtet und war ganz fasziniert.

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Postkarte aus meinem Set „Nähe macht den Unterschied“

Welch eine Schönheit, jetzt wollte ich mehr wissen. Also geht es heute um die Veilchengewächse, dazu gehört das Stiefmütterchen. Es wird auch Herzenstrost oder Dreifaltigkeitskraut genannt. In der griechischen Mythologie steht es für Erinnerung und die Kraft der Gedanken. Naja, wie auch immer, es ist lecker (aus Bioanbau bzw. die Wildform) und so schön anzusehen – welche eine Verzierung im Salat.

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Die Stiefmütterchen blühen unermüdlich von April bis August, wenn du dafür sorgst, dass sie sich wohlfühlt:

  • regelmäßig gießen, aber keine Staunässe
  • winterhart in milden Wintern (bis ca. -6 Grad)
  • von Natur aus mehrjährig, was nicht auf Baumarktzüchtungen zutrifft
  • das Entfernen der abgeblühten Teile regt zum neuen Blütenwachstum an
  • sie ist sehr genügsam, Kompost zumischen reicht
  • Pflanze im Oktober zurückschneiden und mit Reißig abdecken, im März Winterschutz entfernen

Sie ist verwandt mit Duft-Veilchen und Hornveilchen, die übrigens auch in der Küche genutzt werden können. Diese sind im Wald und auf Wiesen oft zu finden. Das Veilchen symbolisiert Bescheidenheit und Verschwiegenheit. Es ist wirklich gut zu übersehen auf der Wiese, aber bei näherem Betrachten strömt dir ein intensiver Duft entgegen.

Veilchen

Wie oft nur habe ich dich verkannt

und nicht verstanden, wie du bist.

Doch dein Wesen ist ein weites Land,

in dem man wirklich glücklich ist.

.

Du duftest nach der weiten Welt,

in deiner Nähe bin ich ganz verzückt.

Für meine Haut bist du ein heilsames Zelt,

schon haben meine Augen dich gepflückt.

.

Denn du bist genügsam

und liebst die Einfachheit.

Selbst dein Schweigen bringt voran,

du machst mein Fühlen weit.

Ich schenke dir meine Zeit.

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Ein Sirup aus den Blüten schmeckt nach ihrem Duft – sehr intensiv, mag sicher nicht jedermann.

Die wilde Fom (also nicht neue Züchtungen) der Stiefmütterchen und Veilchen hat auch eine Heilwirkung. Sie wird bei

  • Hautproblemen (Akne, Ekzeme) und
  • Harnwegsinfekten verwendet.

Sie besitzt Flavonoide, Salicylsäure, Vitamin C und E, Schleim- und Gerbstoffe (Reizlinderung) und Saponine (wirken entzündungshemmend).

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Man kann aus dem Kraut und den Blüten

  • Tee (1-2 TL auf eine Tasse),
  • Umschläge,
  • Salben (aus den Blüten) – die Herstellung beschreibe ich hier
  • Bäder (aus einem Tee-Konzentrat)
  • aus Duft-Veilchen einen rosanen Sirup (75 g Blüten/250 ml Wasser/250 g Zucker/Zitrone – Das Wasser-Zucker-Gemisch abkühlen lassen und die Veilchen und die Zitrone c. 3 Tage kühl stellen, immer wieder umrühren)

herstellen.

Na, gehst du jetzt auf die Suche, ob du irgendwo Veilchen entdeckst? Ich mag die Natur inzwischen so sehr, dass ich vieles eher stehenlasse, weil mir wichtig ist, dass kein Raubbau betrieben wird und erfreue mich im Vorbeigehen oder Verweilen. Also immer auch einiges stehenlassen, ja? Viel Freude.

wurzelnde Reife und gebendes Loslassen

www.wertdernatur.deWas bewegt dich, wenn du diese Worte liest? Angst? Sorge vor der Anstrengung? Schmerz? Oder etwas ganz anderes? Wie gern würde ich mit dir darüber ins Gespräch kommen.

Auf dieser Seite findest du viel für die Augen – Fotoshootings mit Pflanzen, für die Ohren ein paar Videos, den Geschmack und Geruch der Pflanzen kannst du dir nur vorstellen oder selbst ausprobieren, ich habe ihn mit Worten umschrieben. Vielleicht wird es spürbar, wie wertvoll die Natur ist.

Es ist meine Erfahrung der letzten Jahre. Es braucht gute Wurzeln, um zu reifen und Resilienz aufzubauen, um durchs Leben zu kommen. Und erst, wenn wir gelernt haben loszulassen, können wir wirklich geben. Dann gehört uns die ganze Welt. Die Sache ist, dass keiner vorher weiß, wie das eigene Leben aussehen könnte, wenn man genau das lebt.

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Wir wissen nicht, was uns erwartet, wenn wir lieb gewonnenes, Vertrautes loslassen, Veränderung zulassen, wenn wir uns weiterbewegen…

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…und erlauben, dass Gott uns zeigt, wie erfüllt unser Leben sein kann, wenn wir leben, was Er sich für jeden Einzelnen gedacht hat.

Das möchte ich hier gern vermitteln. Diese Seite WertderNatur spiegelt meine Reise des Lernens wider, die Dinge zuzulassen, die außerhalb meiner Kontrolle liegen.

Etwas ausprobieren, Fehler zulassen – bei meinen Experimenten ist viel schief gegangen und ich habe mich geärgert über Zeit- und Ressourcenverschwendung, aber ich lernte, nicht gleich aufzugeben. So wurde jeder Fehler zu einer Erfahrung, die ich nicht missen möchte, weil sie mein Denken und Fühlen und meine Sichtweise aufs Leben geprägt hat. Jetzt liebe ich Veränderungen und freue mich so an Gottes tagtäglichen Überraschungen. Das möchte ich gern mit dir teilen:

Probier dich aus, entdecke, was man von der Natur lernen kann. Hör auf zu konsumieren und werde aktiv, übernimm Verantwortung für dein Leben und staune über die Freiheit, die sich darin auftut. Wenn du hinfällst, steh wieder auf und gehe weiter. Bleibe nicht frustriert liegen, sondern setze, vielleicht vorsichtig, den nächsten kleinen Schritt – immer vorwärts in Gottes liebevolle Arme. Gott traut dir viel zu, okay manchmal nimmt er dich an die Hand, wenn Gefahr droht, aber sonst darfst du laufen, staunen und Erfahrungen machen. Ich wünsche dir viel Freude an den Erfahrungen auf deiner Reise, schreibe mir gern, wenn du Fragen oder Anregungen hast.

…nachreifen

Schon manchesmal bin ich Menschen begegnet,

deren Lebensweg schien nicht geebnet.

Viel Schweres schleppten sie mit sich herum,

all das machte sie nach und nach stumm.

Sie trauten sich selbst kaum noch etwas zu

und hatten am liebsten ihre Ruh.

Ich versuchte es mit Wertschätzung und Verständnis

und machte so manches Zugeständnis.

Ich sah sie dankbar nach der Hand greifen

und entdeckte in kleinen Schritten ihr „nachreifen“.

Ein seltsames Wort, das versteht sicher nur,

wer sich Zeit nimmt ohne den Blick zur Uhr.

Denn nicht jedem wurde es geschenkt,

dass er von reifen Eltern ins Leben ward gelenkt.

Vielen fehlt ein gutes Vorbild und Bindung

und keiner half bei der eigenen Persönlichkeitsfindung.

Dann braucht es eben später dieses Wohlwollen,

wenn auch nur punktuell in Nebenrollen,

kann jeder lernen, nachzureifen,

um über sich hinaus zu wachsen und nach den Sternen zu greifen.

Die einzige Voraussetzung dafür ist,

dass du selbst es möchtest und barmherzig mit dir bist.

Denn an Gelegenheiten gibt es viel

für den, der bereit ist für ein neues Ziel:

umherstreifende Veränderungen ergreifen,

sich nicht auf das bisher versteifen,

sondern alte Ängste nach und nach abstreifen,

auf zu viele Meinungen von außen pfeifen und

immer mal in die Stille des eigenen Innenlebens abschweifen.

Sich selbst ganz neu begreifen

und sich hingeben, um die harten Kanten des eigenen Herzens abzuschleifen.

…nachreifen.

(aus meinem Buch Selbstfürsorge)

Malvensirup ändert seine Farbe

Nachdem nun doch einige Menschen interessiert sind, was ich hier zusammengebraut habe – ein Sirup, der erst grün ist und nach dem Aufgießen mit Mineralwasser rosa wird? Ich löse mein kleines Experiment gleich auf (ganz unten), vorher gebe erst einmal ein paar sehr interessante allgemeine Infos zu dieser zauberhaft farbenfrohen Pflanze:

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mauretanische Malve

Die mauretanische Malve ist eine Kulturpflanze und gehört genauso wie die wilde Malve zu den Malvengewächsen. Sie blüht von Juni bis September. Die Bienen lieben diese Pflanze. Sie mag humösen Boden und blüht beständig – Tag für Tag gehen an einem Stengel immer neue Blüten auf. Selbst in der Vase kann man dann über Tage Blüten ernten. Die wilde Malve gehört mit zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen (ihre Nutzung reicht bis in die Antike zurück).

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Sowohl die mauretanische als auch die wilde Malve kanst du für einiges in der Küche verwenden. Was immer geht, ist Blüten zu trocknen und im Winter einen Tee zuzubereiten. Du kannst die Blätter, Knospen und Blüten roh oder gekocht verzehren (nur die Blätterstengel sind recht zäh). Selbst die Pfahlwurzel wurde früher als Notnahrung verspeist.

Blätter und Blüten haben einen hohen Schleimstoffgehalt. Diese Schleimstoffe bewirken eine Beruhigung der Schleimhäute bei Husten, Bronchitis, Entzündungen im Mund- Rachenraum sowie im Magen-Darm-Trakt. Du kannst also Hustensirup oder Sirup zum Trinken herstellen.

Wenn die Blüten und Blätter gekocht werden, entsteht eine schleimige Substanz, die auch zum Eindicken von Suppen genutzt werden kann. Die Blätter und Blüten kannst du in den Salat schneiden, die Samen roh knabbern – sie schmecken leicht nussig.

Für einen Hustensirup nimmst du 2 Hände voll Blüten und ca. 500 ml Wasser und 500 g Zucker. Du kannst einen Kaltauszug herstellen (also Blüten mit kalter Zuckerlösung übergießen und 2 Tage stehen lassen, dann in Flaschen abfüllen) Wenn der Sirup aber dicker sein soll, musst du ihn am Ende einkochen lassen.

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Malvenblüte unter dem Mikroskop

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So, nun zu meinem schönen grünen Sirup:

Ich habe einen Sirup aus 2 Handvoll Blüten und 700 g Zucker mit 1 l Wasser gekocht. (Zuckerwasser kochen, abkühlen lassen, über die Blüten gießen und 2 Tage so im Kühlschrank stehen lassen – dann abseihen, aufkochen, in Flaschen füllen) Da mir die Farbe nicht kräftig genug war, habe ich nach 1 Tag noch eine Handvoll getrocknete Malvenblüten dazugegeben. Beim Aufkochen mit den Blüten wurde der Sirup dann grün. Kühl gestellt hält er die grüne Farbe, in der warmen Küche wird der Sirup allerdings nach einger Zeit in der Flasche wieder rosa. So oder so sieht er nett aus und schmeckt lecker.

Viel Freude beim Ausprobieren.

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Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

 

Ode an den Wald

Hatte ich versprochen, dass ich mich mehr um die Natur kümmere? Na klar, aber ohne Lyrik gehts leider nicht mehr. Vielleicht ist ja der ein oder andere Gedankenanstoß für dich dabei:

Des Waldes Nutzwert ist anderer Natur

Wie hier schon oft erwähnt, nutze ich die Natur sehr gern, um verschiedenes herzustellen. Aber in diesem Monat wurde mir deutlich, dass die Natur, der Wald an sich einen unglaublichen Nutzen hat – sein DASEIN. Inspiriert hat mich auch der Film „das Geheime Leben der Bäume“.

Der Wald ist da, um uns herum und beschenkt uns durch nichts als einfach da zu sein. Wir können diesen freien weiten lebendigen Raum nutzen, um uns mit uns selbst zu befassen. Unsere Augen finden Trost und Symbolik im Beobachten und Entdecken, unsere Nase erfreut sich an den rauhen Gerüchen des Waldes und wenn wir uns ins Gras setzen, spüren wir, dass wir gehalten werden, wir gehen gestärkt mit der Lunge voll frischer Luft wieder hinaus und das alles, obwohl wir nichts tun. Mancher ist dazu noch nicht bereit, es braucht Zeit.

Wann hast du das letzte Mal alle Gefühle rausgelassen, die du in dir spürtest? Weinen, lachen, schreien, tanzen, Wut, Angst…Im Wald geht das – er umfängt dich wie Gottes liebevoller Arm und dort darf alles sein. Nichts muss in dir bleiben, du darfst ehrlich sein. Welcher Mensch hält das schon auf die Dauer aus? Du bist liebenswert ohne irgendetwas zu tun. Ist dir das klar? Hast du darüber schon einmal nachgedacht? All die Versuche, irgendetwas zu tun, machen dich nicht liebenswerter – nicht für Gott und manchmal auch nicht für andere Menschen.

Und geht es uns nicht oft so, dass wir kaum aushalten, wenn ein Anderer seinen Schmerz erzählt und wir anschauen müssen, wie jemand schlimme Erfahrungen macht? Manchmal können wir Menschen nicht helfen, wir alle müssen uns unserem Schmerz allein stellen, aber wir können da sein, wenn uns punktuell jemand braucht und zuhören, beten und können lernen, dieses Schmerz veratmen einfach mit auszuhalten, wie der Wald.

Was diese alten Bäume wohl alles schon in ihrem Leben gesehen haben?

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Jedenfalls gehe ich jedesmal stärker und aufrechter aus dem Wald hinaus, auch wenn ich traurig hineingegangen bin, immer gibt es etwas neues zu entdecken und zu lernen, auch und gerade über mich selbst.

Natürlich kann man dabei nicht stehenbleiben – es gibt eine Menge zu schaffen. Aber die Motivation deines Schaffens ist entscheidend, weil sie dich antreibt und entscheidet,  ob du irgendwann ausbrennst oder im Einklang mit Gott und dir auf dieser Erde lebst. Und diese Reise zu den Wurzeln deiner Selbst ist wichtig, weil du sonst deine Kraft verschwendest und nicht deine Bestimmung lebst.

Ich wünschte, ich könnte dir vermitteln, wie der Wald mich inspiriert und auftanken lässt. Probier es doch mal aus und glaube, dass du dich selbst in ihm entdeckst.

Bei mir hat es geklappt.

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Ode an den Wald oder

Gottes schöne Handschrift in jedem kleinen Detail

tiefsinnliche Schönheit

in der Enthüllung

deiner Erfüllung

wachsender Atem des Lebens

in moosduftend betörende Lebendigkeit

durchwoben mit der Leidenschaft

eines Schöpfergottes

in detailentfachter Zuneigung

im hinreissenden Umgebensein

von der eigenen

aufkeimenden Vorstellungskraft

erwacht Daseinsschwung

durch liebevolles Erkennen

des erkannt worden sein

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W – waldbesäumte

A – Annahme

L – luftspiegelnder

D – Dornbüschel

im Wald allein

grenzenlos und verwundbar sein

durch Halt im Verwurzelungskeim

waldbewachsen wird der Schmerz abplatzen

und die Selbstannahme wie ein Windsame

in dir aufgehen

in rauher und knarrender Baumkraft

wird dein grünblühender Sinn sichtbar gemacht

du bist sonnenstrahlendurchbrechend

diamantglänzend erdacht

lebe wie ein Waldblätterschwamm:

deinen eigenen blätterknisternden Klang

im umwehenden Waldecho-Daseins-Spaziergang

Ingwer – Stärkung der Immunabwehr

Da ist sie – die Erkältungszeit und mit ihr die Suche nach Mitteln aus der Natur, die helfen und Schmerz lindern – Ingwer ist für diese Zwecke sehr gut geeignet.

Ingwer enthält eine Menge Vitamin C, weiterhin Magnesium, Kalzium, Eisen und ist bestens geeignet für die Winterzeit. Er kann zudem in Deutschland angebaut werden. Viele weiterführende Informationen gibt es hier: Utopia

Man kann Ingwer zum Kochen nehmen, zum Würzen von verschiedenen Speisen, Suppen und Sossen. Ingwerstücke kannst du auch einfach mit Wasser überbrühen und mit heißen Zitronenstücken als Tee trinken. Je länger er zieht, desto schärfer wird er.

Heute soll es jedoch nur um ein Rezept zur schnellen Hilfe bei Erkältungen gehen:

www.gedankenspiele-wortkunst.degoldener Kurkuma-Ingwer-Honig:

  • 2-4 cm Ingwerknolle
  • 1 TL Kurkumapulver oder 2-4 cm frische Knolle
  • 4 EL Honig
  • 1 TL Kokosöl (geht auch ohne)
  • evtl. Zimt, Pfeffer

 

Die Ingwerknolle wird geraspelt (gleich mit Schale am besten), dazu die Kurkumaknolle raspeln bzw. Pulver dazugeben, Honig – alles verrühren. Da Ingwer schon leicht scharf ist, kann man sich überlegen, ob man den Pfeffer noch möchte. Für Kinder gebe ich eine Prise Zimt für den Geschmack hinzu. Fertig. Medizin bei Halsweh löffeln und genesen. Das ganze heißt dann goldener Kurkuma-Ingwer-Honig. In Pflanzenmilch gerührt ergibt es die goldene Milch (nur bis 40 Grad erwärmen, sonst werden die Enzyme im Honig zerstört).

Ich hoffe, du benötigst es nicht, falls doch: gute Besserung.

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Schau mal…

…ob und wie sich dein Blickwinkel auf das Jahr 2020 verändert.

Manchmal ganz klar

und zuweilen verschwommen

wirst du Freude am Erforschen deines Weges bekommen.

Bei Spaziergang im Wald kam mir sponan eine Idee, die ich aufgenommen habe. Stör dich nicht an der Unprofessionalität, nimm das Gefühl wahr und lass dich mitnehmen…

Jetzt, fast 1,5 Jahre später kann ich sagen, dass dieser Waldspaziergang der Anfang war. Es war ein schwerer Schritt, aber es braucht eine Vision und einen Anfang. Oft sieht man erst im Rückblick, wozu viele Erfahrungen wichtig waren. Jedenfalls gäbe es viele Mikroskop-Fotos und Naturgedichte nicht ohne diesen Anfang.

Was wolltest du schon immer einmal beginnen? Heute ist genau der richtige Zeitpunkt dafür :-).