eine kleine Entspannungsgeschichte

Stell dir vor, du bist in den Bergen unterwegs. In dieser erhabenen Umgebung, in der man sich so klein fühlt, als wäre die eigene Existenz nicht von Bedeutung. Überall liegt ausgebreitet eine weißglänzende Samtdecke vor dir, die doch bei genauerem Hinsehen aus lauter kleinen Flocken besteht. Die Luft ist erfüllt von einem Nebelhauch, der deine Wangen fast unmerklich streift. Deine Füße laufen sicher über den schneebedeckten Boden und bei manchen deiner Schritte hältst du inne. Ein Lächeln huscht über dein Gesicht, als dir bewusst wird, wie du dieses Knirschen unter deinen Füßen genießt. Mit jedem Tritt bewegst du dich in Richtung dieser Hütte, die oben auf dem Berg auf dich wartet, um dir für 2 Tage ein Zuhause zu sein. Du lässt deine Gedanken hinauffliegen und fragst dich, ob sie wohl gemütlich ist? Gerade ist die Kälte nicht schlimm, du bist ja unterwegs, aber ob das Häuschen wohl warm ist? Oder wirst du beschäftigt sein, Holz zu suchen, um ein wohliges Feuer zu entzünden? Und was wirst du wohl mit der Stille anstellen, die dich dort umgeben wird? Wird sie dir zu leise sein? Deine Gedanken werden von flimmernden Sonnenstrahlen unterbrochen. Alles glitzert und funkelt um dich herum und die schönsten Farben malen in die Umgebung ein Bild voll leuchtender Zufriedenheit. Wie schön es ist, genau jetzt hier und nirgendwo anders zu sein. Du beugst dich über den Boden und entdeckst Eiskunst, direkt vor deinen Füßen. Winzig kleine Eiskristalle zieren die Landschaft.

Wie wunderschön alles ist, wenn du dir die Zeit nimmst, es eingehend zu betrachten. Ehrfurchtsvoll hockst du da am Boden und atmest diese wunderbar kühle Luft ein und ein warmer Luftzug strömt voller Dankbarkeit aus deinen Lungen hinaus in die Weite, damit du diese grazile Schönheit in deiner Nähe nicht zerstörst.

Das Leben ist wie Atem – ein Bekommen und Beschenkt werden und dann wieder Loslassen und Zurückgeben. Gerade hast du so wenig, nur den kleinen Rucksack auf deinem Rücken, doch dir gehört die ganze Schönheit der Welt. Fast jubelnd ob dieser Entdeckung läufst du schneller voran. Das Holzhaus liegt in einiger Entfernung vor dir, es scheint, als würde es schlafen. Es sieht friedlich aus, wirkt einladend. Du ertappst dich dabei, mit fliegenden Schritten weiter zu laufen. Du hast ein Ziel. Du staunst über deinen Mut zu dieser Reise. Du drehst dich um. Allein stehst du hier und schaust zurück auf den Weg. Wieviele schöne Erfahrungen du machen konntest. Du holst den Schlüssel aus dem Tresor und schließt die Tür auf. Es knarrt, du öffnest und es ist dieser erste Moment, den du so liebst, in dem dir ein Raum erst vertraut wird. Deine Augen streifen von Wand zu Wand, vorbei am Fenster, den Kamin überfliegend, der wartet, dass du sein Feuer entzündest. Du staunst über ein Bild, was dich einlädt, näherzukommen, um es zu betrachten. Doch noch stehst du da und möchtest alles nur beobachten. Dein Blick bleibt an dem schönen alten Holztisch hängen.

www.wertdernatur.deDa liegt ein kleiner weißer Brief. Nun entscheidest du dich, näherzutreten und erkennst die schlichte Aufschrift: für dich. Da kein anderer hier ist, bist wohl du gemeint. Irgendjemand war vor dir hier, um dir etwas zu sagen. Ein Lächeln huscht über deine Lippen. Du befühlst den Umschlag. Er ist leicht, aber es wölbt sich etwas darin. Als du ihn öffnest, findest du…

Wenn du mal kein Zuhause findest,

werde ich dich umgeben.

Wenn du am liebsten vor dir verschwindest,

lass mich dein Inneres bewegen.

Wenn du nur meinen Namen hauchst,

bin ich für dich da.

Wann immer du mich brauchst,

bin ich dir ganz nah.

Wenn du durch dunkle Täler gehst,

werde ich dich tragen.

Wenn du wieder stehst,

können wir Abenteuer wagen.

Ich sehe all die Umstände,

die dich schwer begleiten.

Ich halte auch schützend meine Hände,

möchte dein Herz durch vieles weiten.

Glaubst du, dass ich alles kann?

Dann wirst du Wunder sehen.

Bewahre meine Worte fortan,

lasse mich in dir auferstehen.

~

Dein Schöpfer war mal ein ganz kleines Kind in einer Krippe und hat eine Menge hier durchlebt, um dich zu verstehen. Gesegnete Weihnachten 2021

 

 

 

Naturtherapie und Poesie

Zum heutigen Tag der Barmherzigkeit ist ein kleines Video entstanden. Es geht um Grossherzigkeit im Umgang mit den unterschiedlichen Meinungen und wie wichtig es ist, die Probleme eines Anderen nicht als Befindlichkeit abzutun. Denn für ihn haben sie eine lange, vielleicht schwere Geschichte, die man erst einmal anhören kann. Eventuell lernt man ja sogar etwas zu und wenn es nur mehr Verständnis ist. Das brauchen wir so dringend in einer völlig empathielosen Zeit, in der es eine Menge Manipulation, aber wenig klare Lösungen gibt. Sich mit den schwierigen Umständen auseinanderzusetzen sehe ich als einen hilfreichen Weg an, um Lebensoptimist zu bleiben.

Herbst ist der Beginn der Reformation

Wie schön dieser Herbst ist, der uns so vieles lehrt. Bisher hatte er für mich oft etwas Schweres, schwingt da doch diese Wehmut des Vergehens und Abschiedes mit. Im Grunde genommen können wir den Herbst nur mit der Hoffnung auf Erneuerung genießen.

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Das hat mir die Augen geöffnet, dass im Herbst der Beginn für die Reformation liegt, denn diese geht mit der Befreiung von Schwerem einher. Indem wir das Loslassen üben und die Reise mit möglichst wenig Gepäck antreten,  uns an den kleinen Dingen freuen, die der Wind vor uns ausbreitet, kann die Erneuerung bei uns einziehen.

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Wie geht es dir persönlich mit dem Thema Erneuerung – Reformation? Kommt dir auch sofort die Assoziation von Herausforderung und Veränderung? Wie gut kannst du dich in deinem Leben darauf einlassen?

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Wie reagiert die Natur darauf? Sie nimmt die Umstände hin und passt sich, wenn nötig an oder stemmt sich gut verwurzelt mit aller Kraft dagegen. Es ist bei uns auch ein immerwährendes Abwägen zwischen Anpassung und einem mutigen Voranschreiten und Ausprobieren, verbunden mit dem Loslassen gewohnter Glaubenssätze und liebgewordener Verhaltensweisen und vielleicht einem vermehrten Anecken. Denn wann immer wir Gewohntes loslassen, stoßen wir auch auf Unverständnis oder Inakzeptanz, weil wir ja unterschiedlich schnell und woanders in unserer Entwicklung unterwegs sind. Oft ist das verbunden mit inneren Widerständen – bei uns und bei unserem Umfeld. Denn wenn einer etwas ändert, kommt alles ein wenig durcheinander. Doch wenn wir uns diese inneren Ärgernisse näher anschauen, sehen wir, dass sie meist eine lange Entstehungsgeschichte haben. Wenn wir uns mit ihr auseinandersetzen, finden wir vielleicht eher Lösungen, wie eine adäquate Reaktion auf die Umstände aussehen könnte. All das entdeckt man manchmal in der Natur oder beim Malen.

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Ist der Herbst und kommende Winter nicht sowieso eine besinnliche Zeit der Reflexion? Die Natur bereitet sich jedenfalls auf die kommende Zeit des Ausruhens vor, indem sie alles loslässt – das Schwere genauso wie das Leichte. Ein schönes Bild.

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Soweit meine jetzigen Erkenntnisse und Erfahrungen. Bist du auch am Aussortieren von Dingen und lästigen Gedanken, um Erneuerung einziehen zu lassen? Ich wünsche dir Freude und Mut für die Reformation, die Gott uns tagtäglich anbietet (nicht nur am Reformationstag). Lyrik zum Reformationstag

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Distel – stachelumwoben

Kommst du mit? Ich erzähl dir die Geschichte von der stachelumwobenen Distel.

Auf meinem Weg stand eine Distel. Sie war hoch gewachsen – ich schaute zu ihr hinauf. Stolz stand sie da und reflektierte die Sonnenstrahlen, die sie in ein silbernes Licht tauchten. Sie wurde emsig von Bienen umflogen.

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Ihre Blüten sahen verlockend aus. Ganz langsam näherte ich mich mit sehr viel Achtung. Wie schön sie war. Ich streckte die Hand aus, um sie zu berühren. Doch ein paar Millimeter vorher hielt ich inne. Sie flößte mir unheimlichen Respekt ein, denn ich ahnte, wieviel Schmerz sie verursachen konnte. Wieviel sie wohl selbst erlebt hatte? Sie hatte jedenfalls gelernt, sich zu wehren, bevor ihr jemand zu nahe kommt.

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Doch ich erhaschte einen tieferen Blick in ihre Blüten. Ganz still und sachte nahte ich mich und entdeckte, dass es jemand geschafft hatte, nicht verjagt zu werden.

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Das Tierchen hatte die weiche Stelle gefunden – den Kern, das Herz der Pflanze. Es durfte in der Nähe bleiben. Ich beobachtete es eine Weile und fragte mich, ob es bei uns Menschen wohl so ähnlich ist?

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Was ist mit den vielen Verletzungen, die wir im Laufe unseres Lebens erleben? Viele Menschen werden stachelig, sie lassen niemanden mehr an sich ran. Weil sie sich so nach Beziehung sehnen, aber nicht mehr daran glauben, verstanden und wertgeschätzt zu werden. Zu oft haben sie Ablehnung oder Verachtung erlebt. Diese offenen Wunden tragen sie oft jahrelang mit sich herum. So jagen sie jeden davon, der sich ihnen nähert. Und natürlich probiert man es irgendwann nicht mehr, keiner will dauernd verletzt oder verjagt werden. Die meisten beziehen es ja auf sich selbst und fühlen sich abgelehnt. Es braucht Menschen, die ihre eigenen schweren Themen mit Gottes Hilfe und Annahme bearbeitet und Heilung erfahren haben. Erst dann kann man sich mutig auf den Weg machen und andere gut begleiten.

Die Schwierigkeit ist, dass ein Gegenüber, welches freundlich ist, den ganzen alten Schmerz und die Defizite aufwühlt und erst einmal ins Bewußtsein holen wird. Deshalb müssen die Stacheln ausgefahren werden. Wenn es aber doch einer schafft, zu bleiben und alte Erfahrungen mit Güte und Vertrauen zu überschreiben, werden Wunden heilen und vernarben und Menschen wieder anfangen, die Nähe zu suchen.

Das alles ist nur meine Theorie, aber vielleicht versuchst du es einmal? Damit meine ich beides: Nähe zulassen und Nähe herstellen, mit dem Wissen, dass bei Ablehnung nicht du gemeint bist, sondern deine Freundlichkeit, die wehtut, weil sie so lange fehlte. Natürlich braucht das viel Fingerspitzengefühl, um die Grenzen eines anderen Menschen nicht zu überschreiten. Doch dann kann etwas heilen und vielleicht machst du neue wertvolle Erfahrungen. Auf jeden Fall wird es Spuren im Leben hinterlassen.

Schreibe mir gern deine Erfahrungen.

Naturtherapie – Auszeitklang

www.wertdernatur.deWorum geht es eigentlich in der Naturtherapie? Es geht um das Finden unserer Wurzeln, um körperlich-emotionale Entspannung, um ein Entdecken dessen, was wir gar nicht gesucht haben, weil wir nicht mehr wissen, was uns eigentlich fehlt.

www.wertdernatur.de Uns fehlt heutzutage so viel, weil wir meinen, alles zu brauchen. Aus diesem Gefühl heraus entstand diese Karte.

Und dann stehst du mitten im Wald und nimmst auf einmal die Stille wieder wahr und empfindest eine tiefe Zufriedenheit – ohne etwas zu tun. Schon das allein ist eine sehr heilsame Erfahrung. Natürlich kann man das selbst erleben.

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Manchmal brauchst du Mut.

Es soll nur auch Menschen geben, die schon so lange in ihrem Hamsterrad unterwegs waren, sich mit anderen verglichen haben und nicht genügen konnten, dass sie gar nicht mehr wissen, wer sie sind und wo sie anfangen sollen, nach sich zu suchen. Da kann eine Begleitung in Form von Naturtherapie, die ich als Auszeit bei Auszeitklang in Radebeul anbiete, helfen, sich wieder mit der heilsam durchgrünten Natur und auch mit der eigenen Natur anzufreunden. Es gibt Studien, die belegen, dass schon das Einatmen der Waldluft dafür sorgt, dass dein Körper mit dem Bilden von Abwehrkräften beginnt. Wie lange hast du eigentlich schon nicht mehr gefragt, was dein Körper gerade braucht?

Durch unsere digitale Welt hat eine Entfremdung von der Natur stattgefunden. Es geht dabei nicht um die Erfüllung unserer Vorstellungen – und zwar sofort (Bedürfnisbefriedigung, Belohnungsprinzip), sondern um ein Einlassen auf die Gegebenheiten und ein Umgang damit zu lernen. Es geht um ein Beobachten, nicht um Kontrolle, ein „sich beschenken lassen“, nicht um ein Herrschen.

Den meisten Menschen fehlt in der heutigen Zeit eine innere Fülle. Sobald es still wird, entsteht ein inneres Vakuum, welches sofort wieder mit irgendetwas gefüllt werden muss. In der Natur kann man neu lernen, sich inspirieren zu lassen und etwas von innen heraus zu tun. Diese Selbsterfahrung ist enorm wertvoll und bringt in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung voran.

Wer mich sucht,

ich bin im Wald,

schiebe Frust

und zwar geballt.

Dort verwandelt sich Wut in Kunst,

denn vom Ärger hat grün keinen Dunst.

Hilflosigkeit wandelt sich in Zuversicht,

weil sich in ihr Verständnis bricht.

Schmerz heilt dort in Etappen

und wird sich die Verdrängung schnappen.

Ich komme heraus,

ein Stück reifer,

voll neuem Eifer

freu mich auf Zuhaus.

In Erinnerung bleibt

ein wilder Blumenstrauß

und bunter Gedankenschmaus,

der allen Ärger überschreibt.

(aus meinem Buch „Auszeit“)

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Der Waldboden ist etwas besonderes. Er ist dabei behilflich, dass wir uns wieder erden können und Wert auf einen festen Stand legen. Wir sehen, dass Pflanzen, die dem Wind ausgesetzt sind, viel stärker sind als die überbehüteten Artgenossen und entdecken das Thema Resilienz. Wir schauen, wie sich das winzig kleine Moos liebevoll wie eine schützende Decke über dem nackten Boden ausbreitet, ihn schützt und Schadstoffe wegfiltert und befassen uns mit dem Thema Selbstfürsorge. Wir entdecken Baumnarben, die zeigen, dass der Baum empfindet und gelitten hat, aber daran nicht zerbrochen, sondern gewachsen ist. Im Wahrnehmen der Details der Natur versöhnen wir uns vielleicht mit der eigenen Sensibilität, die im Alltag und vom Umfeld als störend empfunden wird. Der Wind entfacht in dir eine innere Weite und deine Augen lernen wieder zu staunen, wie ein Kind.

Ein guter Nebeneffekt ist, dass du mehr Achtung vor der Natur bekommst, sorgsam mit ihr umgehen wirst und das vielleicht auch vermehrt deinen Kindern näherbringst. Denn das ist genauso wichtig für die nächste Generation wie deine persönliche Entwicklung, die sie auch prägen wird. Das spannende ist, dass auch positive Erfahrungen wiederholt werden müssen, um alte Muster zu durchbrechen und schlechte Erfahrungen zu überschreiben. Auch dafür kann die Begleitung eines Therapeuten sinnvoll sein, damit der Prozeß in Gang bleibt und man jemanden hat, dem man „Rechenschaft“ abgibt und der motiviert, erinnert und sich mit freut. Gute Erfahrungen müssen vertieft werden, damit sie im Alltag einen Platz finden.

Egal, wie beladen du in den Wald hineingehst, da geschieht etwas, was dich stärker wieder heraustreten läßt. Ich habe noch viele Ideen für gute Erfahrungen mit dieser schöpferischen Quelle. Findest du Zeit in deinem Alltag für eine Stärkung? Termine findest du auf www.auszeitklang.de

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Frühling mit Blumensprache

Ich liebe den Frühling. Deshalb habe ich entschieden, dass ich mich mal vermehrt um die Schönheit der Blüten kümmere, anstatt herauszufinden, ob sie essbar sind. Wenn beides zusammenkommt, ist es natürlich wunderbar, aber Pflanzen sind mehr als Nahrung. Sie sprechen ihre eigene Sprache. Sie erfreuen das Herz und wir können so viel von ihnen lernen.

www.wertdernatur.de Nehmen wir zum Beispiel die Vogelmiere. Sie ist lecker und gesund, aber keiner ahnt, wie groß ihr Herz ist. Und da sie so klein ist, dass wir sie gar nicht betrachten können beim Essen, habe ich eine neue Kartenkollektion entworfen. Damit ihre Schönheit endlich einmal gewürdigt wird. Das ist das Problem. Wir wissen so vieles nicht, ja ahnen es nicht einmal, aber meinen, wir würden das Leben verstehen. Und diese Schönheit ist ja nur ein Bruchteil dessen, was der Schöpfer geschaffen hat. Wer Er ist, ahnen wir noch weniger.

Oder wenn wir uns das Stiefmütterchen mal näher anschauen. Es ist so unscheinbar, ich bin selbst meist vorbeigelaufen. Dann habe ich es gegessen und als ich es einmal näher betrachtet habe, war ich völlig aus dem Häuschen. Es ist unglaublich bunt und von filigraner Einzigartigkeit. Es steht für Erinnerung. Viele Pflanzen hatten früher eine Bedeutung. Es ging so weit, dass man sich die Worte sparte und die entsprechende Blume schenkte, wenn man etwas mitzuteilen hatte – durch die Blume sozusagen 🙂

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Weiter geht es mit der Kuhschelle. Sie hat wahrlich einen anderen Namen verdient. Sie ist nicht essbar und verblüht recht schnell. Aber wenn sie blüht, ist sie ein zartkklingender Sonnenstrahl, bei dem einem warm ums Herz wird. Diese Neubewertung von Erinnerungen macht auch bei uns Menschen Sinn, aber das gehört eher in die Seelsorge und Lebensberatung (Auszeitklang).

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www.wertdernatur.deUnd das Gänseblümchen? Überall wächst es, es wird überhaupt nicht mehr wahrgenommen, doch was wäre ein Frühling ohne diese leckere kleine Blüte?

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Das ist die Zinnie. Sie hat es auf das Titelblatt meines Buches „Selbstfürsorge“ geschafft. Sie hat ein so kreatives Innenleben, sieht aus, als hätte sie sich geschmückt und steht für Loyalität – ein echter Freund. Ich könnte so weitermachen, werde ich, aber das wird ein Jahresprojekt, vielleicht auch eher ein Lebensprojekt. Ich kann mir das nicht alles merken, aber mich begeistern diese Details.

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Es gibt so vieles, was meine Augen noch nicht gesehen haben und meine Ohren noch nicht hörten. Dies ist das Kapkörbchen aus der Nähe.

All diese Karten und noch mehr findest du in meiner neuen Postkartenkollektion „Nähe macht den Unterschied“ – schau gern mal in meinem Shop oder in meiner Praxis in Radebeul im Schriftstellerlädchen vorbei und erfreue dich oder beschenke Menschen mit diesen oft unsichtbaren Schönheiten aus der Natur.

Denn natürlich geht es mir neben den Pflanzen auch um die Menschen – damit ihre Herzen weich werden und sie Freundlichkeit in die Umgebung strahlen. Das brauchen wir in dieser seltsamen Zeit.

Und wahrscheinlich wirst du in nächster Zeit bei der einen oder anderen Pflanze doch genauer hinschauen :-). Viel Freude dabei.

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Du möchtest mehr über einige Pflanzen wissen? Schau auf der Hauptseite nach.

Wiesenschaumkraut

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Schon im letzten Frühling fiel mir auf, dass sich das Wiesenschaumkraut rar gemacht hat. Es ist kaum noch zu finden. Deshalb war es vielleicht im Jahr 2006 Pflanze des Jahres. Es blüht schon ab April und hat seinen Namen von der Schaumzikade, die mit der Pflanze in Einklang lebt, sich von ihr ernährt und mit ihren Schaumwolken vor Feinden schützt. Wiesenschaumkraut ist sehr reich an Nektar, eine gute Bienennahrung und weiterhin ein altes Heilkraut.

Es gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und alle Teile der Pflanze sind verwendbar. Es steht gern im Halbschatten und kann aus seinen Schoten Samen weit hinausschleudern. Aber es mag feuchte, nährstoffreiche Böden. Vielleicht ist es deshalb nicht mehr so häufig zu finden. Deshalb macht es eventuell Sinn, Wiesenschaumkraut in den eigenen Garten zu pflanzen. In der Vase hält es nur 1 Tag, insofern ein kurzer, aber intensiver Genuss – am besten frisch von der Wiese.

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Gar selten bist du nur zu sehen,

früher, ach, wie war das schön,

deine Anwesenheit meine Augen verwöhnte.

Wie würde ich mich freuen, dich wiederzusehen.

.

Warum hast du dich rar gemacht?

Habe ich dich vertrieben?

Wolltest du eine ruhige Kugel schieben?

Dein Erscheinen hat immer Freude entfacht.

.

Du bist wohltuend und schmeckst so köstlich

nach der Wärme einer wilden Sommerwiese,

wie ich deinen Hauch von Schärfe genieße.

Dein Dasein inmitten von grün ist tröstlich.

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Verwendung

Die jungen gefiederten Blätter und auch die Blüten bereichern Salate. Nach der Blüte bekommen die Blätter einen bitteren Beigeschmack. Bei magenempfindlichen Personen kann das zu Reizungen führen. Die Blüten hinterlassen einen Hauch von Schärfe auf der Zunge und erinnern ein wenig an Kresse. Die Samen sind scharf und können als Pfefferersatz genutzt werden.

Inhaltsstoffe sind Senföle, Vitamin C (es wurde früher bei Skorbut eingesetzt), ätherische Öle, Eisen, Magnesium, Schwefel und Bitterstoffe. Ein Tee kann rheumatische Beschwerden lindern und wird bei Hautleiden, starker Erregbarkeit und Asthma angewandt. Die Leber- und Nierentätigkeit wird angeregt. Insgesamt wirkt das Heilkraut beruhigend, blutreinigend, antibakteriell und stoffwechselanregend.

Und es ist wirklich lecker – so direkt von der Wiese genascht. Aber lasse bitte immer noch etwas stehen – für die Schmetterlinge und anderen Insekten. Hier siehst du einen Senfweißling. Weißt du, wie unglaublich viele verschiedene Schmetterlingsarten es gibt? Na gut, ein anderes Thema, andermal erzähle ich mehr von den Wiesen und Wäldern im schönen Radebeul.

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Viel Freude beim Suchen und Finden.

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Stiefmütterchen und Veilchen

Viele Jahre bin ich an Stiefmütterchen vorbeigegangen. Ich fand sie langweilig und unscheinbar, Veilchen übersah ich grundsätzlich – sie stehen ja in jedem Park und auf Wiesen in großen Mengen. Doch irgendwann habe ich eine Blüte genauer betrachtet und war ganz fasziniert.

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Postkarte aus meinem Set „Nähe macht den Unterschied“

Welch eine Schönheit, jetzt wollte ich mehr wissen. Also geht es heute um die Veilchengewächse, dazu gehört das Stiefmütterchen. Es wird auch Herzenstrost oder Dreifaltigkeitskraut genannt. In der griechischen Mythologie steht es für Erinnerung und die Kraft der Gedanken. Naja, wie auch immer, es ist lecker (aus Bioanbau bzw. die Wildform) und so schön anzusehen – welche eine Verzierung im Salat.

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Die Stiefmütterchen blühen unermüdlich von April bis August, wenn du dafür sorgst, dass sie sich wohlfühlt:

  • regelmäßig gießen, aber keine Staunässe
  • winterhart in milden Wintern (bis ca. -6 Grad)
  • von Natur aus mehrjährig, was nicht auf Baumarktzüchtungen zutrifft
  • das Entfernen der abgeblühten Teile regt zum neuen Blütenwachstum an
  • sie ist sehr genügsam, Kompost zumischen reicht
  • Pflanze im Oktober zurückschneiden und mit Reißig abdecken, im März Winterschutz entfernen

Sie ist verwandt mit Duft-Veilchen und Hornveilchen, die übrigens auch in der Küche genutzt werden können. Diese sind im Wald und auf Wiesen oft zu finden. Das Veilchen symbolisiert Bescheidenheit und Verschwiegenheit. Es ist wirklich gut zu übersehen auf der Wiese, aber bei näherem Betrachten strömt dir ein intensiver Duft entgegen.

Veilchen

Wie oft nur habe ich dich verkannt

und nicht verstanden, wie du bist.

Doch dein Wesen ist ein weites Land,

in dem man wirklich glücklich ist.

.

Du duftest nach der weiten Welt,

in deiner Nähe bin ich ganz verzückt.

Für meine Haut bist du ein heilsames Zelt,

schon haben meine Augen dich gepflückt.

.

Denn du bist genügsam

und liebst die Einfachheit.

Selbst dein Schweigen bringt voran,

du machst mein Fühlen weit.

Ich schenke dir meine Zeit.

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Ein Sirup aus den Blüten schmeckt nach ihrem Duft – sehr intensiv, mag sicher nicht jedermann.

Die wilde Fom (also nicht neue Züchtungen) der Stiefmütterchen und Veilchen hat auch eine Heilwirkung. Sie wird bei

  • Hautproblemen (Akne, Ekzeme) und
  • Harnwegsinfekten verwendet.

Sie besitzt Flavonoide, Salicylsäure, Vitamin C und E, Schleim- und Gerbstoffe (Reizlinderung) und Saponine (wirken entzündungshemmend).

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Man kann aus dem Kraut und den Blüten

  • Tee (1-2 TL auf eine Tasse),
  • Umschläge,
  • Salben (aus den Blüten) – die Herstellung beschreibe ich hier
  • Bäder (aus einem Tee-Konzentrat)
  • aus Duft-Veilchen einen rosanen Sirup (75 g Blüten/250 ml Wasser/250 g Zucker/Zitrone – Das Wasser-Zucker-Gemisch abkühlen lassen und die Veilchen und die Zitrone c. 3 Tage kühl stellen, immer wieder umrühren)

herstellen.

Na, gehst du jetzt auf die Suche, ob du irgendwo Veilchen entdeckst? Ich mag die Natur inzwischen so sehr, dass ich vieles eher stehenlasse, weil mir wichtig ist, dass kein Raubbau betrieben wird und erfreue mich im Vorbeigehen oder Verweilen. Also immer auch einiges stehenlassen, ja? Viel Freude.

wurzelnde Reife und gebendes Loslassen

www.wertdernatur.deWas bewegt dich, wenn du diese Worte liest? Angst? Sorge vor der Anstrengung? Schmerz? Oder etwas ganz anderes? Wie gern würde ich mit dir darüber ins Gespräch kommen.

Auf dieser Seite findest du viel für die Augen – Fotoshootings mit Pflanzen, für die Ohren ein paar Videos, den Geschmack und Geruch der Pflanzen kannst du dir nur vorstellen oder selbst ausprobieren, ich habe ihn mit Worten umschrieben. Vielleicht wird es spürbar, wie wertvoll die Natur ist.

Es ist meine Erfahrung der letzten Jahre. Es braucht gute Wurzeln, um zu reifen und Resilienz aufzubauen, um durchs Leben zu kommen. Und erst, wenn wir gelernt haben loszulassen, können wir wirklich geben. Dann gehört uns die ganze Welt. Die Sache ist, dass keiner vorher weiß, wie das eigene Leben aussehen könnte, wenn man genau das lebt.

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Wir wissen nicht, was uns erwartet, wenn wir lieb gewonnenes, Vertrautes loslassen, Veränderung zulassen, wenn wir uns weiterbewegen…

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…und erlauben, dass Gott uns zeigt, wie erfüllt unser Leben sein kann, wenn wir leben, was Er sich für jeden Einzelnen gedacht hat.

Das möchte ich hier gern vermitteln. Diese Seite WertderNatur spiegelt meine Reise des Lernens wider, die Dinge zuzulassen, die außerhalb meiner Kontrolle liegen.

Etwas ausprobieren, Fehler zulassen – bei meinen Experimenten ist viel schief gegangen und ich habe mich geärgert über Zeit- und Ressourcenverschwendung, aber ich lernte, nicht gleich aufzugeben. So wurde jeder Fehler zu einer Erfahrung, die ich nicht missen möchte, weil sie mein Denken und Fühlen und meine Sichtweise aufs Leben geprägt hat. Jetzt liebe ich Veränderungen und freue mich so an Gottes tagtäglichen Überraschungen. Das möchte ich gern mit dir teilen:

Probier dich aus, entdecke, was man von der Natur lernen kann. Hör auf zu konsumieren und werde aktiv, übernimm Verantwortung für dein Leben und staune über die Freiheit, die sich darin auftut. Wenn du hinfällst, steh wieder auf und gehe weiter. Bleibe nicht frustriert liegen, sondern setze, vielleicht vorsichtig, den nächsten kleinen Schritt – immer vorwärts in Gottes liebevolle Arme. Gott traut dir viel zu, okay manchmal nimmt er dich an die Hand, wenn Gefahr droht, aber sonst darfst du laufen, staunen und Erfahrungen machen. Ich wünsche dir viel Freude an den Erfahrungen auf deiner Reise, schreibe mir gern, wenn du Fragen oder Anregungen hast.

…nachreifen

Schon manchesmal bin ich Menschen begegnet,

deren Lebensweg schien nicht geebnet.

Viel Schweres schleppten sie mit sich herum,

all das machte sie nach und nach stumm.

Sie trauten sich selbst kaum noch etwas zu

und hatten am liebsten ihre Ruh.

Ich versuchte es mit Wertschätzung und Verständnis

und machte so manches Zugeständnis.

Ich sah sie dankbar nach der Hand greifen

und entdeckte in kleinen Schritten ihr „nachreifen“.

Ein seltsames Wort, das versteht sicher nur,

wer sich Zeit nimmt ohne den Blick zur Uhr.

Denn nicht jedem wurde es geschenkt,

dass er von reifen Eltern ins Leben ward gelenkt.

Vielen fehlt ein gutes Vorbild und Bindung

und keiner half bei der eigenen Persönlichkeitsfindung.

Dann braucht es eben später dieses Wohlwollen,

wenn auch nur punktuell in Nebenrollen,

kann jeder lernen, nachzureifen,

um über sich hinaus zu wachsen und nach den Sternen zu greifen.

Die einzige Voraussetzung dafür ist,

dass du selbst es möchtest und barmherzig mit dir bist.

Denn an Gelegenheiten gibt es viel

für den, der bereit ist für ein neues Ziel:

umherstreifende Veränderungen ergreifen,

sich nicht auf das bisher versteifen,

sondern alte Ängste nach und nach abstreifen,

auf zu viele Meinungen von außen pfeifen und

immer mal in die Stille des eigenen Innenlebens abschweifen.

Sich selbst ganz neu begreifen

und sich hingeben, um die harten Kanten des eigenen Herzens abzuschleifen.

…nachreifen.

(aus meinem Buch Selbstfürsorge)

die Natur ruht

Es war etwas still in letzter Zeit – die Natur ruht ja auch. Nur uns Menschen ist nicht klar, wie sehr wir das von Zeit zu Zeit benötigen. Wie schön es draussen ist, wenn still kleine Flocken fallen und man ihnen beim schmelzen zusehen kann. Wie man dabei innerlich zur Ruhe kommen kann versteht nur, wer es einmal ausprobiert hat. Da wird jede kleine Flocke auf einmal zum Freund mit einer eigenen Geschichte:

www.wertdernatur.deDiese zum Beispiel: Zu ihr hatte ich einen besonderen Draht. Lange hielt sie meinem Mikroskop stand und ich durfte sie betrachten. Doch das Licht deckte all die Verletzlichkeit in ihr auf – Nähe macht eben den Unterschied. So schmolz sie dahin und lehrte mich so einiges. Wenn wir uns nicht die Mühe machen, uns wirklich auf Menschen einzulassen, werden wir sie nicht in ihrer ganzen Schönheit wahrnehmen. Wo Nähe ist, wird es zuweilen schmerzhaft. Da wir Menschen eben so unterschiedlich sind und einander oft nicht erkennen. Aber wann immer wir uns darauf einlassen, wird es Inspiration und Veränderung geben – lauter kleine Neuanfänge. Und wann immer wir einmal wieder zerfliessen, wird Einer uns auffangen, wenn wir uns an Ihn wenden – unseren Schöpfer. Der, der sich den Wechsel aus Wasser und Eis ausgedacht hat.

Ja, dieser Spaziergang war es wert. Auch das Befassen mit der kleinen Flocke. Es war keine verschwendete Zeit, es brachte inneren Frieden und Gelassenheit. Das wünsche ich auch dir.

Schnee-weises Reden

Ich sollte ihn schließen, meinen Mund,

das ist wahrscheinlich höchst gesund.

.

Zumindest für meine Umgebung

wäre das wie Wiederbelebung.

.

Meine Motivation ist immer Freundlichkeit,

doch war ich scheinbar nicht gescheit.

.

Habe all das Leid nur heraufgespült,

weiß nun nicht, wie der Andere sich fühlt.

.

Ich möchte niemals Schmerz zufügen,

des anderen Seele nicht betrüben.

.

Zwar ist eigene Ehrlichkeit gut,

entfacht jedoch vielleicht nur Wut?

Ich sollte es lassen und schweigen

und mein Empfinden weniger zeigen.

.

Dann wühle ich nichts Schweres auf,

Herzen gehen dabei nicht drauf.

.

Im Herbst tut es noch viel mehr weh,

woher bekomme ich weichen Schnee?

.

Der all das dunkle Leid überdeckt,

so manchen Schmerz erneut versteckt?

.

Erst im Frühling, wenn alles blüht

und dabei das Herz erglüht

.

wird alles wieder leichter sein

so hülle ich mein Reden ein

.

in Schneeflocken, so sacht und fein

Wunden kühlend, wohlwollend rein

.

oder ich werde einfach schweigen,

im Loslassen der Tränen Mitgefühl zeigen.

Möchtest du immer mal ein paar persönliche Gedanken dieser Art zugesandt bekommen? Ich bin es ein wenig leid, die Sachen nur in die Weiten des Internet zu schicken. Ich schreibe lieber mit der Hand auf echtes Papier. Das ist mehr fürs Auge, die Hände und das Herz. Melde dich doch für meinen Auszeit-Überraschungsbrief an. Damit unterstützt du gleichzeitig meine Arbeit, die gerade aufgrund von Corona nicht so ist wie geplant. Vielen Dank.