Zeit für Stille und mehr Meer kontra Effizienz

Zeit für Stille und mehr Meer, wir Menschen brauchen das so sehr,

weil dadurch unsere innere Welt entsteht und das Außen erst segensreich belebt.

Die Bäume ließen ihre Blätter los, vertrauend fielen sie in den weichen Erdenschoß.

Sonst lebendig wie des Meeres Flut, ist die Landschaft jetzt still und ruht.

Das äußerliche Getöse ist zuweilen bedeutungslos,

innerlich auf die Richtung besinnend vorerst bewegungslos,

zieht sich der Ozean von Zeit zu Zeit zurück und ruht, es braucht eben Ebbe und Flut.

Das Meer ließ seine Schätze an Land, weil es das Festhalten als töricht empfand.

So erfreuen sich unzählige Genießer daran

und ein gutes Werk ward durchs strömende Wellenspiel getan.

Was habe ich im Leben schon geschoben und gezogen,

Druck erlebt, mich erst widerwillig

dann automatisch funktional bewegt

und mit diesem Lebenskonzept mein Umfeld geprägt.

Neulich sagte jemand: Es muss gar nichts!

Hat mich extrem genervt, aber recht hatte sie

angesichts des Lebens-Antriebs-Gleichgewicht.

Durch Druck oder aus sich selbst heraus funktioniert man nur,

doch jeder überaus schön in seiner Art erdacht –

ist ein Augenschmaus,

wenn er sich auf seinen Schöpfer besinnt

und ihm hingebend des Lebens Übermaß gewinnt.

Jeder Schwung, der sich im Wellengang spiegelt,

aus innerer Pracht von Ideenreichtum besiegelt,

macht des Ozeans Herrlichkeit in Vielfalt sichtbar.

Keine dieser kleinen Wellen im Gewoge ist für ihn unverzichtbar.

Ach welch kläglicher Versuch,

meine Gedanken und mein Entzücken

am Spiel der Wellen im großen Ozean auszudrücken.

Zeit auf www.wertdernatur.de

Wir spüren erst, wie wertvoll Zeit ist, wenn wir ihr nicht hinterherjagen, sondern uns von ihr inspirieren lassen. Dann kommen die Ideen wie Seifenblasen, verrückt, spontan, wertschätzend, mit langer Erinnerung, weil sie verborgene Schätze ausgegraben haben oder einfach spontan zum Erfreuen da waren. Dann entdecken wir die Gaben in der Tiefe, die es auszuleben gilt. Uns packt die wilde Lebendigkeit, vorher dient alles nur der Optimierung von Zeit, um sie anderweitig  zweckmäßig zu nutzen. Was ist schon sinnvoll in der heutigen Zeit? Und warum? Was ist denn meine Motivation, bevor ich etwas starte?

Mir wird nachgesagt, ich würde gern Ratschläge von mir geben. Das ist mitnichten der Fall. Ich möchte nur meine Erfahrungen teilen und im Austausch sein. Vielleicht stößt es bei dem ein oder anderen etwas an. Alle Themen, die mich ärgern, haben auf irgendeine Weise mit mir selbst zu tun. Ich möchte jedoch niemandem mit meinen Äußerungen zu nahe treten, bitte glaubt mir das.

Es gibt für mich tatsächlich ein Hass-Wort des Jahres 2019: Effizienz. Das spontan gereimte Wort in diesem Zusammenhang nenne ich nicht, aber eins: es ist kontraproduktiv zur Kreativität, die nur entsteht, wenn man sich frei von Druck entfalten kann. Sind wir uns im Klaren, wieviel wir mit zu viel Effizienzbemühen opfern? Durch optimale Produktivität bekommen wir Funktionalität – keine wirklich menschliche Eigenschaft. Nur durch die Erfahrung, was im Loslassen, sich treiben lassen und Wahrnehmen entstehen kann, erahnen wir diesen wunderbaren Klang der Improvisation von Phantasie. Gott hat soviel in jeden von uns hineingelegt und wir nehmen uns nicht die Zeit, das zu entdecken. Manchmal muss man einfach mal etwas ausprobieren. Die Erfahrung wird uns in jedem Fall reicher machen, auch wenn wir versagen – auch das Scheitern lehrt uns eine Menge.

Versteht mich nicht falsch. Es gibt sicher Menschen, denen muss man sagen, dass sie schneller und effizienter werden müssen, weil sie den Blick nicht haben oder fehlende Eigenmotivation. Aber auch das können sie nur selbst entdecken, mit Druck erreicht man da eher wenig. Unsere Gesellschaft krankt daran, dass zu viele Menschen in doppelter Geschwindigkeit unterwegs sind und dann gesagt bekommen, dass sie noch effizienter werden müssen. Das ist, als würde man einem Hamster in seinem Laufrad sagen, er müsse noch schneller rennen, obwohl dieser in Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist. Irgendwann plumpst er aus dem Rad und fliegt quer durch den Käfig. Dann wird er sich erst mal vom Schmerz erholen und fragen, aus welchem Grund er je wieder einsteigen sollte. Von außen betrachtet ist so ein Hamsterrad nämlich völliger Irrsinn. Wenn man bedenkt, dass ein Hamster geschaffen wurde, um sich im Wald Vorräte zu suchen – also natürlich und frei unterwegs zu sein.

Es gibt immer nur den einen Weg: den Anderen stehen lassen. Auch wenn der jeweils andere Weg von außen nicht zu verstehen ist. Jeder hat seine Erfahrungen gemacht und jeder hat seine Gründe, warum er etwas tut. Falls er sich hinterfragt. Und wenn nicht, ist das von außen oder mit Nachdruck auch nicht zu ändern – das ist das größte Lernfeld.

Zeit auf www.wertdernatur.de

Zeitverschwendung oder genussvolle Zeitverwendung?

Wenn die Gedanken spontan durch meinen Kopf schießen,

wie Gräser anfangen zu sprießen,

dann muss ich loslaufen und schreibe den Satz auf,

der gerade wie ein Freund zur Tür hereinschaut.

Und dann bin ich in einer bunten fremdartigen Welt,

die es zu erforschen gilt.

Dabei sind Worte wie alte Vertraute,

gleich erkannt, neu entdeckt oder einfach nur Laute,

sicher nichts für jedermann,

aber dann und wann findet sich der eine oder andere wieder,

als Mitstreiter spinnt er die Gedanken weiter –

denn diese Perlen sind für ihn ein heiterer Genuß

und er spielt mit ihnen wie in einer Murmelbahn.

Für einen Zweiten ist das pure Zeitverschwendung und Kinderkram.

So ist das im Leben.

Nebeneinander unterwegs,

verstehen wir nicht jeden,

umgeben von Vielfalt,

anregend und inspirierend,

wägen wir ab,

was wir in welcher Zeit anstreben,

unser Herz hängt vor allem am Leben.

Wenn es einfach nicht passen will,

wird sich Neues ergeben.

Zeit auf www.wertdernatur.de

Heißt es nicht Weihnachts-Zeit? Kam Jesus nicht, um sich Zeit für Beziehung zu uns Menschen zu nehmen?() Eine frohe Vorweihnachts-Zeit wünsche ich allen.

Klosterbesuch – eine stille Reise

Diesen Sommer habe ich einen langgehegten Traum wahrgemacht – ich bin für 3 Tage in ein Kloster gepilgert. Warum, fragst du dich? Das ist eine lange Geschichte.

Seit Jahren habe ich mich in schnellen trubeligen Momenten nach der Stille eines Klosters gesehnt. Wobei ich mich oft fragte, ob ich diese Stille dann tatsächlich aushalten würde. Das wollte ich gern ausprobieren. Ich wollte mich dieser anderen Welt des Verzichts, der Einfachheit und Stille stellen. Und ich wollte schon auf dem Weg dorthin Durchzug in meinem Kopf haben und Abstand zu meinem Alltag gewinnen. Also pilgerte ich – zum 1. Mal. Ich gebe zu, ich hätte vorher mit Profis reden sollen und anderes Schuhwerk nehmen – nun ja, aus Fehlern lerne ich am besten. Ich kam an einem superheißen Tag k.o., aber glücklich im Kloster an und freute mich an meinem Zimmer mit Bett, Tisch und Stuhl und Dusche – was für ein Luxus.

Dann war ich dort und es war still, kein Handyempfang, ich konnte mich also einfach mal nur mit mir und meinen Gedanken auseinandersetzen. Ich kam mit einigen Fragen dort an, auf die ich Antworten suchte. Zu viel Stille im Raum der Stille – ich ging Laufen, um eine Brücke zu schaffen. Keinen, um den ich mich kümmern mußte, nur meine eigenen Bedürfnisse – was wollte ich eigentlich? Ich sprach mit den Schwestern, las mir die Geschichte der Entstehung des Klosters durch. Ich ging wieder laufen. Auf dem freien Feld fielen mir die Dinge wieder ein, die ich vor Jahren leben wollte – was war daraus geworden? Verschüttet im Alltag, zu wenig Mut, keine Kraft – dieser Weitblick war wunderbar, er hatte mir gefehlt – als würde ich von oben auf mein Leben schauen und beschließen, noch einmal von 0 zu starten. Aber dazu muss man mal raus aus der Hast des Alltags, der Geschwindigkeit dieser Gesellschaft, dem Lärm des Tages – hinein in den Raum der Stille – dem Raum in meinem Herzen. Da liegen all die Ideen von Gott wie Schätze verborgen – und finden werden wir sie nur, wenn wir uns Zeit nehmen. Mir wurde neu klar, wie wertvoll es ist, hier schon Zeit mit Gott zu verbringen. Ich fand Antworten auf meine Fragen und ich erholte mich so sehr wie schon lange nicht mehr.

Ich durfte sogar die Terrasse nutzen, da sind einige nette Gedichte entstanden. Mit neuer Dankbarkeit nimmt man auf einmal alles wahr – weil es eben nicht selbstverständlich ist. Die köstlich süßen Brombeeren, die im Weg standen, der kühle Bach in der Mittagshitze, das Essen, was die Schwestern für mich kochten, die Natur um mich herum. Ich werde einen Klosterbesuch fest in meinen Jahresplan einbauen, das habe ich dort entschieden und freue mich schon auf das nächste Mal. Es war sooooooo schön.

„Loslassen“

Wir neigen dazu, unser Herz viel zu schnell an etwas zu hängen

und bemängeln dann, wir kommen nicht voran,

deshalb müssen wir uns wohl lösen.

Wie oft schleppen wir Ballast mit uns herum,

wie dumm, zu meinen, wir benötigen das alles.

Zum Überleben? Zum Glücklichsein?

Zum Vorwärtsstreben? oder einfach nur allgemein,

weil es zum Wohlstand dazugehört?

Verstört uns das nicht, dass wir scheinbar so viel brauchen?

Sind wir bereit,

Gewohnheiten, Menschen und Sachen loszulassen

und uns mit neuen Trampelpfaden zu befassen?

Denn eigentlich wissen wir doch längst,

dass Gott der Geber aller Gaben ist und uns nicht im Stich läßt.

Wann immer wir etwas aufgeben, was uns wichtiger ist als er,

wird er uns viel mehr schenken, als wir ahnen…

Stille und nichtsTUN aushalten – daSEIN

Gedanken zum SEIN auf www.wertdernatur.de

auch die Natur ruht im Winter

Immer wieder begegnen mir Menschen, die mir sagen, dass sie nicht allein sein können. Zum Beispiel bei der Mutter-Kind-Kur war meine ganze Vorfreude, die Abende allein zu sein und Zeit für mich zu haben. Aber es gab da viele Mütter, die sich abends zum TV schauen trafen oder zum Quatschen – das hat ja auch seinen Stellenwert, aber ich finde es besorgniserregend, wenn Menschen nicht allein sein können und Angst vor der Stille und den Gedanken haben, mit denen sie sich auseinandersetzen könnten. Und es ist keine Frage des „keine Zeit habens“, sondern eine Frage der Prioritäten und wofür ich mir Zeit nehme.

Deshalb ist die oben gezeigte Karte entstanden. Ich möchte dich herausfordern:

Kannst du Stille und nichtsTUN aushalten? einfach Dasein.

Lyrik und Postkarten auf www.wertdernatur.de

meine entworfene Postkarte aus dem Set 2

Dieses Foto und die Gedanken dazu entstanden an einem wunderbaren Nachmittag beim Beobachten einer Hummel. Es war faszinierend, wie emsig dieses Tierchen auf der Suche nach Nektar war. Auch wir suchen im Leben verschiedenes.

Kannst du es aushalten, dich deinem Suchen, den Fragen, Ängsten und Sehnsüchten zu stellen und zu reflektieren? Manchmal tut es weh, aber es ist auch heilsam.

Ich nehme mir Zeit und denke nach,

  • ob ich Träume habe, die ich nicht auslebe, aus welchen Gründen auch immer,
  • ein andermal stelle ich fest, was nicht gut läuft und woran ich arbeiten möchte,
  • manchmal überlege ich, was meine Ziele im Leben sind – ob ich sie überdenken muss oder ob ich falschen Dingen hinterherjage,
  • manchmal schreibe ich in mein Tagebuch, wofür ich dankbar bin (Dankbarkeitstagebuch),
  • ein andermal versetze ich mich in meine Kinder hinein und frage mich, was sie sich von ihrer Mama wünschen würden
  • dann wieder schaue ich in unserem Familienbuch nach, was uns Gutes im Leben widerfahren ist und danke Gott dafür
  • manchmal schreibe ich meine Gedanken auf und es entstehen Gedichte oder Lieder
  • ein andermal überlege ich, wie ich Menschen in meinem Umfeld gut tun kann, um mich nicht nur um mich selbst zu drehen
  • immer mal beschließe ich, neue Wege auszuprobieren,
  • oft genieße ich die Stille nach einem vollen Tag zum Erholen und Auftanken….

Dir fallen bestimmt auf Anhieb Dinge ein, die du in so einer Zeit überdenken könntest. Ich möchte dir Mut machen, dir solche Zeiten im Alltag zu schaffen, weil sie Kraft geben. Sie sorgen dafür, dass du zufriedener, befreiter und dankbarer durchs Leben gehst und einen Blick für dich und die Menschen um dich herum entwickelst. Und aus dem SEIN heraus wird viel mehr entstehen, als aus dem TUN.

Ich habe mal eine Sendung gesehen, wo es genau darum ging: wie tanken wir in unserer Freizeit auf? Durch gemeinsame Aktivitäten mit Freunden, durch das Befassen mit unserem Leben und Suchen nach neuen Zielen, durch aktive Freizeitgestaltung (eben nicht Berieselung vor dem PC oder TV).

Wenn dir meine entworfenen Postkarten gefallen, kannst du sie im Set als kleine Erinnerung für den Alltag oder zum Verschenken hier bestellen.

Viel Vergnügen beim Ausprobieren des nichtsTUNs und beim Aushalten der Stille. Gern kannst du mir von deinen Erfahrungen berichten und wir können ins Gespräch kommen (oder Mails schreiben).

Gedanken zum SEIN auf www.wertdernatur.de

wenn du dir Zeit nimmst, entdeckst du eine Welt voller Schönheit

Stille

Stille

das bedeutet: im Augenblick sein

Lyrik auf www.wertdernatur.de

Auftanken

alles Störende ist fern

Nah ist nur das Sein

das Wesentliche für das Leben

Lyrik auf www.wertdernatur.de

die Hast des Alltags fällt ab

scheint unglaublich und unnötig

Atmen

das Leben in sich aufnehmen

um Kraft zu haben für den nächsten Schritt

Lyrik auf www.wertdernatur.de

aber noch halte ich inne

noch ist der Tank nicht gefüllt

nur noch einen Augenblick

halte ich die Stille fest

vielleicht bildet sie in mir Wurzeln

mehr brauche ich nicht.

Lyrik auf www.wertdernatur.de