Roggenmehl als Shampoo für Frau und Mann

Seit über 1 Jahr habe ich nun Roggenmehl als Shampoo genutzt und möchte euch an meinen Erfahrungen und den Vor- und Nachteilen teilhaben lassen. Für mich kommt nichts anderes mehr in Frage, weil die Vorteile eindeutig überwiegen.

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Vorteile:

  • schnell zubereitet
  • sehr preiswert
  • keine Verpackung notwendig (Müllvermeidung)
  • schont die Kopfhaut – keine schädlichen Tenside vorhanden
  • Waschen der Haare nur mit Wasser reicht zwischendurch aus
  • hilfreich bei Schuppen, oder juckender Kopfhaut

Nachteile:

  • es muss geföhnt oder gut ausmassiert werden, sonst hat man Kleie im Haar hängen
  • es muss frisch angerührt werden
  • Wanne muss danach gesäubert werden
  • viel Bürsten ist wichtig (ersetzt auch dieses Shampoo nicht)

Rezept:

  1. 50 ml lauwarmes Wasser
  2. 2-4 EL Roggenmehl, je nach Haarlänge
  3. 30 min – 2 h stehen lassen (oder über Nacht in Kühlschrank)

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Anwendung Roggenmehl als Shampoo

Das Roggenmehl wird mit dem Wasser in einem Schälchen verrührt. Bitte ausschließlich Roggenmehl verwenden, da es kaum Klebereiweiß besitzt – bei Weizen – oder Dinkelmehl würden die Haare zusammenkleben und dann steinhart werden!

Dann wird diese Masse stehengelassen – ca 30 min. bis 2 h oder über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Sie dickt etwas ein und es entsteht dann eine Paste oder dicke Masse. Diese wird in das nasse Haar einmassiert – gern ein paar Minuten, das tut der Kopfhaut gut. Danach wird alles gründlich ausgespült. Es bleibt trotzdem immer etwas Kleie – also die Schalenreste der Roggenkörner – im Haar hängen. Ich schüttel die Haare dann immer noch mal über der Wanne aus und föhne auch über der Badewanne, damit die Kleie in der Wanne landet und ich sie dann mit wegspülen kann. Ich finde, dass die Haare nach dem Föhnen sehr fluffig sind und eine  angenehme Fülle haben. Am besten finde ich aber, dass die Kopfhaut nicht mehr ständig von Tensiden angegriffen wird und dadurch auch nicht mehr mit vermehrter Talgbildung reagiert, deshalb fetten die Haare insgesamt viel weniger. Dies geschieht aber erst nach einer Umstellungszeit von ca. 1/2 Jahr – deshalb sollte konsequent auf normales Waschmittel verzichtet werden. Sonst bleibt dieser positive Effekt aus.

Ich finde auch gut, dass ich zwischendurch immer mal die Haare nur mit Wasser waschen kann und sie wieder gut aussehen. Das Ganze macht unabhängiger. Das Föhnen ist ein Muss, weil sonst die Kleie im Haar hängen bleibt. Man kann die Haare trocknen lassen, muss aber dann per Massage die Kleie entfernen – zumindest in unserer Zivilisation fällt man sonst aus dem Rahmen.

Ein positiver Effekt ist, dass ich keine Probleme mehr mit Schuppen oder juckender Kopfhaut habe.

Hilfreich ist das viele Bürsten – früher hieß es, 1000 Bürstenstriche am Tag machen die Haare schön. Da ist etwas dran. Es massiert die Kopfhaut und tut gut.

Muss Shampoo schäumen? Nein, man gewöhnt sich daran, dass man mit einer Paste wäscht. Muss Shampoo gut riechen? Nein, die Haare haben einen netten Eigengeruch – auch daran kann man sich gewöhnen. Es ist alles nur eine Frage der Umstellung und Gewöhnung.

Probier es aus und berichte mir, ich bin gespannt.

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