süße Brotaufstriche (Kokos, Mandel) selbst anrühren

Brotaufstrich selbst zu machen hat große Vorteile. Und wenn du einmal damit anfängt, stellst du fest, dass es vielseitig, gesund und preiswert ist und du hast weniger Verpackungsmüll.

Von Vorteil ist ein guter Mix – oder Pürierstab. Ich benutze den Zauberstab der Firma ESGE, mit dem man eine Menge anstellen kann. Dadurch kann ich Nüsse hacken und auch sonst alles zerkleinern. Für manche Mixturen ist das Vorraussetzung, oder du musst z.B. schon gemahlene Mandeln kaufen.

Kokosmus

Kokos ist sehr gesund:

  • enthaltene Laurinsäure wirkt antimikrobiell und antiviral
  • sehr Vitamin-C, Vitamin B6 und B2-haltig
  • Senkung des Gesamtcholesterin-Wertes, als auch des LDL-Cholesterin-Wertes
  • mittelkettige Fettsäuren hemmen das Hungergefühl und können beim Abnehmen unterstützen
  • hoher Kupfergehalt unterstützt die Anregung der Gehirnfunktion
  • hohe Gehalt an Ballaststoffen ist gut für den Magen-Darm-Trakt
  • weiterhin enthält das Kokoswasser wichtige Mineralstoffe wie , Calcium, Kalium,  Phosphor, Eisen, Zink, Mangan und Selen
  • zählt wie Banane oder Avocado zu den vollständigen Lebensmitteln, der Mensch kann sich wochenlang allein davon ernähren, ohne Mangel zu leiden.
  • in Tropenländern Verwendung als Muttermilch-Ersatz

Zubereitung

  1. 100g Kokosraspel
  2. 1 EL Kokosöl
  3. 1 EL Sonnenblumenöl

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  • Kokosraspel in der Pfanne rösten (viel rühren und nicht zu heiß werden lassen, sonst verbrennen sie) bis eine leichte Bräune entsteht
  • abkühlen lassen
  • Kokosfett zugeben und ca. 3 min. pürieren ( nicht verzagen, es dauert eine Weile, bis die Konsistenz entsteht)
  • bei Bedarf noch etwas Sonnenblumenöl dazumischen
  • bitte nicht in den Kühlschrank stellen, da es sonst hart und nicht streichfähig ist  (oder dann im Wasserbad langsam und kurz erhitzen)

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Mandelmus

Mandeln sind super:

  • sehr Vitamin B3, B2, B5, E-haltig, liefert viel Energie
  • enthalten viel Kalium, Eisen, Mangan, Kupfer und Folsäure
  • gesundheitsfördernde Eigenschaften wie Senkung des LDL-Cholesterin-Wertes, Senkung des Herzinfarkt-Risikos, Verbesserung der Blutzuckerkontrolle, gute Wirkung auf die Darmgesundheit und Schutz vor Arteriosklerose
  • bittere Mandeln sind zum Rohgenuss nicht geeignet, sie enthalten ein Blausäure erzeugendes Glykosid
  • in deutschen Weinbaugebieten reifen Mandeln übrigens – eine Chance auf eigene Ernte dieser tollen Frucht

Zubereitung

  1. 150 g Mandeln (gemahlen)
  2. 1 EL Sonnenblumenöl
  • gemahlene Mandeln in der Pfanne rösten (viel rühren und nicht zu heiß werden lassen, sonst verbrennen sie)
  • abgekühlt mit dem Sonnenblumenöl ca. 3 min. pürieren ( nicht verzagen, es dauert eine Weile, bis die Konsistenz entsteht)
  • wenn die Konsistenz nicht stimmt, noch etwas Sonnenblumenöl dazumischen

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Abwandlungen:

Mandelmus mit Schokolade und Zimt

  1. 150 g Mandeln
  2. 1 EL Sonnenblumenöl
  3. 2 EL Kakao
  4. 1 EL Agavendicksaft
  5. Zimt
  • wie oben beschrieben Mandelmus herstellen und alle anderen Zutaten unterrühren
  • wenn die Konsistenz nicht stimmt, noch etwas Sonnenblumenöl dazumischen

selbst gemachtes Schokomus auf www.wertdernatur.de

Cashewcreme aus Cashewnüssen selbst herstellen

Erdnusscreme aus Erdnüssen mit etwas Agavendicksaft und Salz anrühren

Die Haltbarkeit konnte ich noch nicht wirklich testen, weil der Brotaufstrich meist nach 1 Woche aufgegessen war. Du mußt ja keine Riesenmengen anrühren, sondern kannst lieber immer mal frisch einen anderen Brotaufstrich herstellen. Ich fülle sie immer in Schraubgläser, denn im Kühlschrank sind doch manchmal unterschiedliche Gerüche und das schmeckt man dann.

Hier findest du noch andere Rezepte für herzhafte Brotaufstriche wie Tomatenaufstrich oder Avocadocreme.

Und, hast du Lust zum Ausprobieren bekommen? Vielleicht findest du ja tolle Kreationen, die du mit uns teilen möchtest? Ich freue mich darauf.

Tomatenbrotaufstrich

Kennst du das? Spontan kommt Besuch, ihr habt eine schöne Zeit und auf einmal fällt dir ein, dass du nicht genug im Kühlschrank hast. Jetzt kannst du die Freunde wegschicken, oder schnell einkaufen gehen oder du hast ab sofort immer Tomatenmark, Möhren, Knoblauch und Butter oder saure Sahne im Haus. Denn dann kannst du selbst herrliche Brotaufstriche zaubern und diese kannst du variieren. Wenn du einmal damit anfängst, werden dir bald eine Menge Varianten einfallen. Hier kommt das

Grundrezept für Tomatenbrotaufstrich:

  • 1 kleines Glas Tomatenmark (100 g)
  • 1 Möhre, geschält
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, Salz, Kräuter nach Wahl
  • Butter (50 g) – inzwischen mag ich saure Sahne mehr
  • evtl. Fetakäse
  • evtl. Mozarella
  • evtl. Zitronensaft

Zubereitung:

  1. die Knoblauchzehe kleinschneiden oder gleich durch die Presse drücken
  2. Möhre kleinschneiden
  3. alles in ein Rührgefäß geben und mit dem Pürierstab zu einer Masse verarbeiten
  4. mit Pfeffer und Salz abschmecken und evtl. noch Zitronensaft oder Mozarella oder Fetakäse hinzugeben – was gerade im Kühlschrank ist und weg muss
  5. frische oder getrocknete Kräuter deiner Wahl zugeben
  6. frisches Brot reichen und Brotaufstrich dazu – lecker

Brotaufstrich auf www.wertdernatur.de

Frisch gebackenes Brot ist natürlich super lecker.

Diese tollen Holzbrettchen aus Birnenholz (und andere heimische Hölzer) haben wir übrigens auf dem Weihnachtsmarkt von der Holzwerkstatt Robby Winkler (aus Sachsen) erstanden: www.steineundholz.de. Es macht einfach Spaß, von ihnen zu essen. Und man kann sie jederzeit wieder abschleifen und ölen und sie sehen aus wie neu. Sie sind jahrelange Begleiter.

Wenn du nicht so recht weißt, was du eigentlich im Kühlschrank haben musst, um auf spontanen Besuch gut vorbereitet zu sein, dann schau mal in meine Einkaufsliste.

Hier kommen noch andere Rezepte, wie zum Beispiel eigene Fruchtgrütze, Avocadodipp, Marmelade kochen Schritt für Schritt, köstliche Florentiner, Couscousnachtisch, Energiekugeln oder Grünkohlpfanne.

 

 

Avocado – gesund und vielseitig nutzbar

Avocado Inhaltsstoffe

  1. enthält sehr viele ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel senken können (Senkung des LDL-Cholesterin)
  2. Vitamin E: schützt das Herz und wirkt vorbeugend gegen Arteriosklerose
  3. Vitammin K: unterstütze die Blutgerinnung
  4. Vitamin B6: unterstützt das Immunsystem
  5. Biotin: gut für Haut und Haare
  6. viel Kalium: gegen Bluthochdruck, Herz- und Nierenerkrankungen
  7. viel Magnesium: gut für Muskeln, Nerven und Knochen
  8. viele wichtige Aminosäuren

Avocadomaske selbst herstellen

Super für die Haut ist eine Maske aus zerdrückter Avocado mit etwas Quark und evtl. Honig – einfach später mit warmem Wasser abspülen.

Avocadohaarkur selbst herstellen

Für eine Haarkur nimmst du das Fruchtfleisch und vermischst es mit einem Spritzer Zitrone und etwas Olivenöl – 30 min. auf der Kopfhaut einwirken lassen und dann ausspülen (ein Handtuch schützt deine Sachen vor Fettflecken).

Avocadokern nutzen

Du kannst übrigens auch den Kern nutzen. Stecke ihn in die Erde und zieh dir einen Baum fürs Wohnzimmer oder lasse den Kern trocknen, mahle ihn und verwende ihn mit Öl für eine Haarkur. Das orangefarbene Pulver oder die geriebenen Stückchen kannst du auch als Tee aufbrühen oder einfach im Müsli essen, da sie voller wertvoller Inhaltsstoffe sind. Der Avocadokern stärkt das Immunsystem und hilft gegen freie Radikale. Die äußere Schale mußt du dabei abschälen.

Du kannst auch mit Kindern aus dem Kern kleine Stempel basteln. Wer gern schnitzt, dem macht das auch Spaß.

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Avocadodipp oder Brotaufstrich:

Avocadodipp oder auch Guacamole genannt ist ein klassischer Dipp beim mexikanischen Essen. Allerdings finde ich es so lecker, dass ich es oft einfach abends schnell als Brotaufstrich anrühre. Es ist in 3 min. fertig und schmeckt wunderbar frisch. Es hält sich im Kühlschrank 3 Tage, aber meist ist das Schälchen eher leer 🙂

  1. 1 reife Avocado
  2. Zitrone
  3. Tomate
  4. Pfeffer, Salz
  5. frischer Knoblauch
  6. evtl. Joghurt
  • Avocado schälen und vom Kern lösen
  • ca. 1/2 Zitrone und 2 Tomaten dazu geben
  • alles Pürieren
  • mit Pfeffer, Salz und frischem Knoblauch (ruhig 2 Zehen durch die Knoblauchpresse drücken) würzen
  • nach Geschmack noch 1-2 EL Joghurt hinzufügen

Avocadodipp auf www.wertdernatur.de

Wie kann man die Tanne/Fichte im Frühjahr nutzen? Rezepte aus Tannenspitzen

Rezepte aus Tannenspitzen

Tannenspitzenhonig auf www.wertdernatur.de

Noch sieht man nicht viel an den Tannenzweigen. Aber in ca. 2 Wochen wachsen da die hellgrünen Tannenspitzen. Daraus kann man eine Menge Leckereien herstellen, z.Bsp. Tannenspitzenhonig (oder Fichtenspitzenhonig oder Tannschösslihonig genannt), Tannenspitzentee, Tannenspitzengelee, Hustensirup, Likör oder Senf. Wenn dich das interessiert, dann schau zu meinem ausführlichen Artikel mit Rezepten und Anwendungsmöglichkeiten auf Smarticular. Speziell in Österreich ist der Tannenspitzenhonig berühmt. Ich bin Gott immer wieder dankbar für die Vielfalt der Pflanzen, die wir nutzen können.

Bitte ernte nie die vorderste Spitze, da möchte der Baum weiterwachsen. Und eigentlich ist es selbstverständlich, dass wir gut mit der Natur umgehen, aber ich schreibe es lieber nocheinmal: jeder darf für sich selbst sammeln, aber lass dem Baum auch noch Maispitzen dran, damit er Kraft hat und du nächstes Jahr wieder etwas ernten kannst.

Tannenspitzenhonig selber herstellen auf www.wertdernatur.de

Und so wird er gemacht:

 Tannenspitzenhonig herstellen:

Zutaten:

  1. Tannenspitzen
  2. Wasser
  3. Zitrone
  4. Rohrohrzucker
  • Tannenspitzen waschen
  • bedeckt mit Wasser in einer Schüssel über Nacht stehen lassen (mit einem Teller beschweren)
  • am nächsten Tag den Inhalt 30 min. köcheln lassen

Tannenspitzenhonig selbst gemacht auf www.wertdernatur.de

  • den Sud nun noch einmal einen halben Tag bedeckt stehen lassen
  • Sud jetzt abseihen und wiegen
  • gleiche Menge Rohrohrzucker und etwas Zitrone dazugeben
  • unter rühren einkochen lassen – dies dauert eine ganze Weile, das Wasser verdampft und die Masse dickt ein, wenn große Blasen erscheinen, die Masse dickflüssig wird, in heiße, sterilisierte Gläser füllen

Tannenspitzenhonig selbst gemacht

Falls es doch einmal schiefgeht, und der Honig zu fest wird, kannst du die Gläser in heißes Wasser stellen, so wird er flüssig und dann nochmals mit Wasserzugabe aufkochen. Oder es sind dann Bonbons oder Lutscher für die Kinder. Am Anfang fiel es mir auch schwer, den richtigen Zeitpunkt des Abfüllens in Gläser zu erwischen. Am besten du tropfst einen Tropfen Honig auf einen Teller und schaust, ob er fest genug ist. Denn im kalten Zustand ist der Honig fester als im warmen Zustand.

Der Honig ist sehr lange haltbar – ich habe noch Gläser von vor 2 Jahren und es schmeckt super.

Tannenspitzenhonig auf www.wertdernatur.de

Tannenspitzenhonig und Tannenspitzenlikör vom letzen Jahr

Hustensirup

Ich stelle jedes Jahr diesen Hustensirup her. Den kann man aus Tannenspitzen, aber auch aus Spitzwegerich machen (beides ist schleimlösend). Die Vorgehensweise ist immer die gleiche. Du brauchst ein Schraubglas, spülst es mit kochendem Wasser aus und schichtest dann abwechselnd Tannenspitzen und eine Schicht Rohrzucker ein. Ganz oben muss eine Schicht Zucker drauf, dann verschließen und ca. 2 Wochen in die Sonne stellen. Du wirst sehen, dass ein Saft entsteht, immer mal schwenken und nach 2 Wochen die Tannenwipfel mit dem Sieb abseihen und den Saft im Kühlschrank aufbewahren. Da hält er ca. 1 Jahr. Ich mache keine genauen mg-Angaben, weil es auf die Größe des Glases ankommt. In einem kleinen Glas kannst du gut eine kleine Menge herstellen, wenn du noch nicht so viele Tannenspitzen gesammelt hast.

Hier habe ich das Rezept nochmal ausführlich erklärt: http://www.smarticular.net/rezepte-fuer-tannenwipfel-heilkraft-des-waldes/
Falls du Lust bekommen hast, andere Kreationen selbst herzustellen, kommen hier noch einige Anregungen: Ideen zu Flieder, Löwenzahn, Holunder oder Gänseblümchen. Es sind auch wunderbare Geschenke, wenn du es verpackst.
Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.