Borretsch – Helfer aus der Natur

Borretsch

Diese Pflanze, die von Mai bis Oktober unermüdlich mit kleinen schönen rosa-lilanen bis blauen Blüten erfreut, ist einjährig und bedingt essbar. Sie enthält viel Vitamin C und Kalium und wirkt appetitanregend. Weitere Inhaltsstoffe sind: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponin, Kieselsäure, Fettsäuren, ätherisches Öl und kleine Mengen Pyrrolizidinalkaloide.

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Gründüngung

Schon immer wollte ich wissen, was es mit dieser Pflanze auf sich hat, deshalb habe ich mal recherchiert. Für den Boden und die Bienen ist sie ein Segen. Imker nutzen den Borretsch als Bienenweide. Wenn dein ermüdeter Boden im Beet eine Frischekur verdient hat oder wenn du neue Flächen erschliessen möchtest, ist dieses Raublattgewächs ein Tipp. Seine Pfahlwurzeln durchdringen das Erdreich und sorgen für effektive Durchlüftung. Nährstoffe aus den tieferen Erdschichten werden dadurch erschlossen. Borretsch kann als Schnittgut oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden. Aus dem Schnittgut kannst du auch einen Dünger ansetzen. 1 kg Kraut auf 1 l Wasser (gären lassen), später  1:10 mit Wasser verdünnen und vergießen.

Nutzen der Blüten

Die Blüten eignen sich wunderbar als Garnitur und Würz- und Färbemittel für Essig. Die Blüten kannst du wunderbar in Eiswürfelformen einfrieren und in Getränken servieren. Die Blüten können kandiert für Süßspeisen verwendet werden. Im Iran wird ein Tee aus getrockneten Blüten gegen Husten und Erkältung eingenommen.

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Verzehrempfehlung

Die Meinungen zu dieser Pflanze gehen etwas auseinander. Aufgrund dessen, dass Alkaloide enthalten sind, wird nur der Verzehr der Blüten sowie des Öls bedenkenlos empfohlen – der regelmäßige Genuß der Stängel und Blätter ist nicht empfohlen. Es gibt ein kulinarisch wertvolles Borretschöl. Dieses wird aus den kaltgepressten Samen hergestellt. Es wird bei atopischen Ekzemen eingesetzt.

Ein gelegentlicher Verzehr gilt als unbedenklich (siehe Wikipedia). Die Stängel kannst du schälen und wie Stangensellerie zubereiten. Die jungen, noch nicht so behaarten Blätter erinnern vom Geschmack her an Gurken. Deshalb kannst du sie als Würzkraut in Salaten, Soßen, Suppen und Gemüse verwenden. Bekannt ist den meisten die schmackhafte Borretschsuppe. Es sollte frisch verwendet werden, weil beim trocknen die typischen Aromen verloren gehen.

Möchtest du mehr über essbare Blüten erfahren oder wie du die Natur in der Küche nutzt? Du findest Erläuterungen zu Ringelblumen, Mohn, Holunder, Tannenspitzen und auch Möhrengrün und Co in anderen Artikeln. Du kannst Borretschblüten auch trocknen und in selbstgemachten Handcremestücken verschenken – wunderschön. Dazu ist jetzt noch eine gute Zeit zum Sammeln. Viel Freude beim Ausprobieren.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

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