Schwarze Nüsse aus unreifen Walnüssen – noch im Juni ansetzen

Wenn du eine französische Delikatesse herstellen möchtest, solltest du noch bis Ende Juni die unreifen Walnüsse ernten gehen und schwarze Nüsse herstellen. Es ist ein bisschen zeitaufwendig, aber sehr lecker. Früher haben die Adligen schwarze Nüsse zu Käse serviert, es eignet sich aber auch wunderbar als Beilage zu Wildgerichten, zu Eis, Salaten oder als Partysnack. Und da wir alle Geduld lernen müssen – erst in 6 Monaten kannst du deine schwarzen Nüsse genießen, wenn du sie jetzt herstellst 🙂 Es lohnt sich. Weiter unten erkläre ich das Ansetzen eines gesunden Walnussliköres.

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Herstellung schwarzer Nüsse

Bitte noch bis Ende Juni die unreifen grünen Walnüsse vom Baum ernten. Danach beginnt innen der Verholzungsprozeß und die Nüsse sind nicht mehr weich und nicht mehr als schwarze Nüsse verwendbar. Die karamelliesierten Nussfrüchte haben einen intensiv süßen nussigen Geschmack und sind ganz weich – sie zergehen auf der Zunge.

einige wertvolle Inhaltsstoffe der schwarzen Nüsse

  • viel Vitamin C
  • einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren
  • Magnesium
  • Eisen
  • Calzium
  • Zink

Ihnen wird blutreinigende Wirkung und Steigerung der Konzentrationsfähigkeit nachgesagt. Sie sind nervenstärkend und gut für das Herz-Kreislaufsystem. Sie sind durch die Fettsäuren krebshemmend und funktionieren als Antioxidantien. Und Studien besagen, dass der regelmäßige Verzehr einen cholesterinsenkenden Effekt hat.

Zubehör bzw. Zutaten für 1 kg grüne Nüsse

  • Handschuhe!!!
  • 1 kg Zucker (ich habe auch schon mit nur 700 g Zucker eingekocht)
  • Vanille, Gewürznelken, Zimt
  • oder nach Belieben Ingwer, Pfeffer und Zitrone, um eine andere Geschmacksrichtung herzustellen
  • Wasser

Herstellung

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  • grüne Walnüsse ernten, Stiele entfernen
  • Handschuhe anziehen, weil die Nüsse extrem färben (speziell als Färbemittel für Kleidung funktioniert das super, ist aber nicht immer gewollt :-))

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  • die Nüsse mit einer Gabel 4-5x einstechen, damit die Gerbsäure austreten kann und in eine Schüssel mit Wasser legen
  • 14 Tage lang sollte 1-2x täglich das Wasser gewechselt werden (es verfärbt sich gelb und die Nüsse färben sich langsam schwarz)
  • nach 14 Tagen beginnt der Einkochprozeß

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Einkochen

  • die nun schwarzen Nüsse werden jetzt mit dem Zucker, frischem Wasser und den Gewürzen gekocht
  • sie verbleiben bis zum nächsten Tag in der Lösung
  • am 2. Tag wird nur die Lösung (ohne die Nüsse) aufgekocht, nach dem Abkühlen die Nüsse wieder über Nacht in der Lösung einlegen
  • am 3. Tag die gleiche Prozedur
  • am 4. Tag werden die Nüsse in der Lösung ca.45 min. ohne Deckel gekocht, bis die Zuckerlösung eindickt und die Nüsse ganz weich sind
  • heiß in Gläser füllen, fest verschließen und dunkel aufbewahren
  • die Nüsse sollten ca. 6 Monate reifen – zu Weihnachten kann die Delikatesse dann hervorgeholt, gekostet oder verschenkt werden
  • ich schneide die Nüsse immer erst kurz vor dem Verzehr auf

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Viel Freude beim Zubereiten mit Vorfreude auf das Ergebnis.

Walnusslikör aus schwarzen Nüssen

  • 7-10 unreife grüne Walnüsse
  • 1 l Korn (40%)
  • 400 g Zucker
  • Zimt, Zitrone, 4 Nelken, evtl. 5 Kaffeebohnen (kein Muss)

Der Likör gilt als stoffwechselanregend, blutreinigend und stärkend. Auch für einen Likör werden die unreifen Nüsse erst 14 Tage gewässert, damit die Gerbsäure austreten kann ( siehe Erklärung oben). Danach werden sie geviertelt, in eine Flasche gegeben und mit Zucker, Zimt, Zitrone, Nelken und evtl. Kaffeebohnen bestückt. Das wird mit Korn bzw. Wodka (40%) übergossen. Fotos folgen, meine diesjährigen Nüsse wässere ich noch.

Hier findest du noch mehr Ideen zu Gänseblümchen, Löwenzahn, Flieder, Tannenspitzen oder Mohn.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

Bohnen-bunter essbarer Sichtschutz

Letztes Jahr habe ich meine ersten Bohnen selbst gezogen und es war so eine herrliche Ernte und ausserdem waren die Pflanzen ein toller blühender Sichtschutz und Schattenspender in der Sitzecke. Dieses Jahr werde ich ganz verschiedene Sorten anbauen, damit der Sichtschutz bunt blüht und geerntet werden kann. Wenn du es auch einmal probieren möchtest, ist jetzt die perfekte Zeit für die Aussaat. Es geht auch auf dem Balkon im Kübel – du brauchst nur eine Rankhilfe.

Bohnen Sichtschutz auf www.wertdernatur.de

das war im Juli letzten Jahres – unglaublich, wie schnell die Bohnen wachsen

Es gibt jede Menge Bohnenarten – die kleinen Buschbohnen und verschiedenfarbige Stangenbohnen. Toll ist es, verschiedene Sorten anzubauen, denn dann hat man auch verschiedenfarbige Blüten. Die Woll-oder Feuerbohne blüht zum Beispiel rot, es gibt gelbe und weiße Blüten, die Saubohne oder auch dicke Bohne genannt und noch viele andere.

Die Bohne ist ein Schmetterlingsblütler aus der Familie der Hülsenfrüchte. Bohnen sind roh giftig, aufgrund der enthaltenen gesundheitsschädlichen Lektine, die beim Kochen zerstört werden. Deshalb sollten sie immer auf 75 Grad erhitzt werden. Bohnen enthalten Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, außerdem Vitamine C, K und Folsäure. Bohnen sollten schnell verarbeitet werden. Deshalb kann man sie gut einkochen und so für den Winter haltbar machen.

Bohnen sind einjährig, d.h. du ziehst sie Ende April vor bzw. pflanzt sie Mitte Mai raus. Du kannst sie in Reihensaat oder in Horsten (5 Körner als Ring) anbauen. Geerntet wird ab Juni bis in den Herbst hinein bis zum Frost. Du kannst sie kochen, braten, süßsauer einkochen, einfrieren, einkochen und wenn du keine Hybride hast (Biosamen sind empfehlenswert), dann sammelst du im Herbst sie Samen und sähst sie nächstes Jahr wieder. Es ist sinnvoll, Bohnenkraut neben den Bohnen anzubauen, denn dann gedeiht beides besser. Bohnen vorziehen auf www.wertdernatur.de

Bohnen vorziehen auf www.wertdernatur.de

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Ich ziehe jetzt schon fleißig vor und kann im Raum Dresden ab sofort Bohnenpflanzen folgender Sorten anbieten: Woll-bzw.Feuerbohne, blaue Hilde (eine lilablaue Stangenbohne, die beim Kochen grün wird und keine Fäden hat), Neckargold und Neckarkönigin (gelb und grün), Delikatessbohne, Saubohne. Ich kann auch noch diese Samen verschicken, wenn jemand Bedarf hat, Preis VB.

verschiedene Bohnensorten auf www.wertdernatur.de

Wenn du weitere spannende Pflanzen anbauen möchtest, findest du hier Ideen zu Yacon, Inkagurke, Maulbeere, Zierquitte und Mohn.

Wunder auf der Fensterbank – Möhrengrün und Co nutzen

Immer wieder höre ich, dass Menschen die Hälfte vom Gemüse wegschmeissen, einfach weil sie nicht wissen, dass man es essen kann.

Kraut züchten aus Abfällen auf www.wertdernatur.de

Da geht es zum Beispiel um Kohlrabiblätter, Möhrenkraut, Wurzelpetersilienkraut, Pastinakenkraut, Staudensellerie, Rote Beete Blätter usw. Deshalb stelle ich in Kürze einige Ideen vor, was du aus dem Kraut leckeres zubereiten kannst, um weniger wegzuschmeißen und mehr Vitamine zu dir zu nehmen. Ich verwende nur Bio-Gemüse (zum Teil eigener Anbau), weil bekannt ist, dass im konventionellen Gemüse die Pestizidrückstände vor allem in der Schale und im Kraut zu finden sind.

Pastinake ist roh oder gekocht super, sie sind reich an Vitamin B, C und E, Eisen und Magnesium, die Blätter können in Salat oder Suppe zum Würzen eingesetzt werden, ein Tee aus Pastinakenblättern soll bei Schlaflosigkeit helfen (ich habe es nicht probiert) – tolle Rezeptideen findest du hier: https://www.springlane.de/magazin/pastinaken-zubereiten/

Pastinaken kann man einfach im Garten anbauen – Samen in die Erde (lange Keimdauer) und immer feucht halten und geerntet nach dem ersten Frost entfaltet sie ihren süßen, leicht nussigen Geschmack

Gemüsefenchel: auch hier gilt, das Kraut ist lecker in Suppen und Salaten

Möhrenkraut – Petersilienersatz, in Suppen und Soßen

Kohlrabiblätter: schmecken wie Kräuter im Salat oder in Suppen oder Soßen, können auch wie Spinat gekocht werden

Rote Beete Blätter: enthalten mehr Vitamine als die Knolle selbst – große Mengen an Vitamin C und Folsäure und Calcium – ja, das Färben der Hände ist nervig, dagegen können bei der Verarbeitung Handschuhe getragen werden – die Stiele sollten nicht abgeschnitten, sondern abgedreht werden, damit die Knolle nicht ausblutet – Rote Beete in Suppen oder Gemüsepfannen färben alles wunderbar rot – auch schön auf dem Teller

Staudensellerie das Kraut kann gut getrocknet und für Gewürzsalz verwendet werden

Inzwischen frieren auch viele ihre Gemüseschalen ein, um sie dann als Suppe zu kochen und eine wohlschmeckende Brühe zu haben….Kann man machen, muss man aber nicht – mein Bokashi freut sich auch über ein paar Schalen, damit werden dann die Pflanzen im Garten gedüngt. So ist der Kreislauf perfekt.

Wenn es dir zu lange dauert, bis der Frühling kommt, dann nutze doch einfach die Abfälle und genieße das Wunder des Lebens auf der Fensterbank. Wasser und Wärme und du hast nach einigen Tagen neues Kraut zum Würzen und genießen….

Wundes des Lebens auf der Fensterbank - www.wertdernatur.de

Ein ganz einfaches Gemüsepfanne-Rezept möchte ich dir noch mitgeben:

Du benötigst (für 2-3 Personen):

  • 1 Pastinake
  • 2 Möhren + Möhrengrün
  • 1 Fenchelknolle + Kraut
  • 1 Paprika
  • Kokosmilch, Gewürze
  • oder welches Gemüse auch immer 🙂

einfache Gemüsepfanne schnell zubereitet auf www.wertdernatur.de

  1. Gemüse waschen, schneiden
  2. in der Pfanne mit etwas Öl oder Kokosöl dünsten
  3. Kokosmilch und Wasser zu gleichen Teilen zugeben (je 50 ml)
  4. mit Gemüsebrühepulver, Salz und Pfeffer abschmecken
  5. nach ca. 20 min. fertig, dazu Kartoffeln oder Reis servieren (das kann man fast täglich essen, indem man das Gemüse etwas variiert, wer Fleisch braucht, schneidet Würstchen oder Puten oder Hühnerfleisch und brät es mit an)

einfache Gemüsepfanne schnell zubereitet auf www.wertdernatur.de

Wußtest du es? Brokkoli kann roh gegessen werden (kann wie alle Kohlsorten Blähungen verursachen, deshalb langsam rantasten)- schmeckt sehr lecker und knackig im Salat. Probier es unbedingt mal aus – besonders auch den Stiel! Ich esse Brokkoli inzwischen nur noch roh oder gebraten.

Auch Erbsen sind superleicht im Garten selbst gezogen und roh genascht sehr lecker (im Vergleich zu Bohnen, die roh giftig sind). Man hat schnellen Erfolg, weil sie meist nur 4-6 Wochen bis zur Ernte brauchen. Und sie können jetzt schon in die Erde gesteckt werden – also, auf gehts.

So, jetzt bin ich gespannt auf deine Rückmeldungen, ob du nun weniger wegschmeißt und sich dein Körper über mehr Vitamine und neue Geschmackserlebnisse freut.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.