Pilgersong 2020

Dieses Jahr habe ich einen Pilgersong geschrieben, weil mir die Melodie auf dem Weg nicht mehr aus dem Kopf ging. Es ist eine kleine Geschichte über die Lebensreise geworden. Vielleicht möchtest du sie beim Pilgern hören oder bekommst dann Lust, auch einmal los zu pilgern? Ich habe ein paar Pflanzenfotos aus dem Mikrokosmos eingearbeitet. Viel Freude 🙂

Will ich Leben im Detail sehn,

darf ich losgehen, werde so vieles verstehen.

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Will ichs erleben, geb ich mir nen Ruck,

Selbsterfahrung stärkt und wird mein Schmuck.

Die Reiselust kann Freude entfachen,

so vieles wird in mir erwachen.

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Das Endziel ist jetzt noch gar nicht dran,

sondern ich fange erstmal an.

Fuß um Fuß setze ich nen kleinen Schritt,

ab und zu fliegt ne Libelle mit.

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Ringsum sind Felder gemalt wie sanftes Streicheln,

die sogleich mein Herz erweichen

steiniger Weg, Wald und Steppenweite

werden sanft meine Gedanken leiten.

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Lass meine Augen sich richtig satt sehen

und werd auch mal ins Detail gehen.

Werde ich mal matt, lass ich das hetzen los,

Gelassenheit fällt mir in den Schoß.

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Kann mit dem Bussard am Himmel Kreise ziehen,

mit jeder Wolke hab ich einen Termin.

Einfach mal nur im Heute sein,

das Morgen findet den Weg ganz allein.

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Und sollt ich meinen, ich muss jetzt mal weinen,

Sehnsüchte sprießen, Perlen fließen.

Finde mein Tempo, meine Weise

und mich selbst auf dieser Reise.

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Ich geh nicht weiter ohne was zu schreiben

so wird auch ein Eindruck bleiben,

Kann mir die Langsamkeit jetzt zugestehen

und beginnen, das Schöne dran zu sehen.

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Um mich herum die lauhe Luft

hinter mir fliegt Kräuter-Freiheits-Duft.

Ich kann den Glanz aus der Landschaft schlürfen,

in mir nach Schätzen schürfen.

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Sonnendurchtränkt schwitzend wird mir nun klar,

seine mühevolle Seite legt das Leben dar.

Für manchen Wegabschnitt gilt nur durchkämpfen,

das wird meine Ungeduld schon dämpfen.

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Ich lern die Schmerzen einfach zu ignorieren,

vielleicht wird ich ja mehr trainieren?

Wenn meine Füße automatisch laufen,

wird auch mein Kopf dann mal verschnaufen.

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Der Wunsch nach einem Fahrrad ist jetzt groß,

auch hier übe ich und lasse los.

Des Waldes Pracht wird mich neu beleben,

auf schattigen Wegen werde ich schweben.

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Will mir den schönsten Platz für die Pause gönnen,

nicht nur dauernd weiterrennen,

jetzt einfach mal verstohlen Atem holen,

denn es dauert so lange wie es dauert.

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Den Blick auf Waldes Gaben erhaschen,

rotbackige Himbeeren naschen,

sonnengewärmte Mirabellen lutschen

das Alleinsein kann mich überraschen.

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Ich sah niemals soviel Phantasie,

der Schöpfung Kreativität begreif ich nie.

All das nehme ich mit in meinen Alltag,

damit ich dort ab jetzt mehr wage.

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Willst du Leben im Detail sehn,

darfst auch du losgehen, wirst so vieles verstehen.

(8/2020)

Malvensirup ändert seine Farbe

Nachdem nun doch einige Menschen interessiert sind, was ich hier zusammengebraut habe – ein Sirup, der erst grün ist und nach dem Aufgießen mit Mineralwasser rosa wird? Ich löse mein kleines Experiment gleich auf (ganz unten), vorher gebe erst einmal ein paar sehr interessante allgemeine Infos zu dieser zauberhaft farbenfrohen Pflanze:

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mauretanische Malve

Die mauretanische Malve ist eine Kulturpflanze und gehört genauso wie die wilde Malve zu den Malvengewächsen. Sie blüht von Juni bis September. Die Bienen lieben diese Pflanze. Sie mag humösen Boden und blüht beständig – Tag für Tag gehen an einem Stengel immer neue Blüten auf. Selbst in der Vase kann man dann über Tage Blüten ernten. Die wilde Malve gehört mit zu den ältesten Nutz- und Heilpflanzen (ihre Nutzung reicht bis in die Antike zurück).

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Sowohl die mauretanische als auch die wilde Malve kanst du für einiges in der Küche verwenden. Was immer geht, ist Blüten zu trocknen und im Winter einen Tee zuzubereiten. Du kannst die Blätter, Knospen und Blüten roh oder gekocht verzehren (nur die Blätterstengel sind recht zäh). Selbst die Pfahlwurzel wurde früher als Notnahrung verspeist.

Blätter und Blüten haben einen hohen Schleimstoffgehalt. Diese Schleimstoffe bewirken eine Beruhigung der Schleimhäute bei Husten, Bronchitis, Entzündungen im Mund- Rachenraum sowie im Magen-Darm-Trakt. Du kannst also Hustensirup oder Sirup zum Trinken herstellen.

Wenn die Blüten und Blätter gekocht werden, entsteht eine schleimige Substanz, die auch zum Eindicken von Suppen genutzt werden kann. Die Blätter und Blüten kannst du in den Salat schneiden, die Samen roh knabbern – sie schmecken leicht nussig.

Für einen Hustensirup nimmst du 2 Hände voll Blüten und ca. 500 ml Wasser und 500 g Zucker. Du kannst einen Kaltauszug herstellen (also Blüten mit kalter Zuckerlösung übergießen und 2 Tage stehen lassen, dann in Flaschen abfüllen) Wenn der Sirup aber dicker sein soll, musst du ihn am Ende einkochen lassen.

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Malvenblüte unter dem Mikroskop

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So, nun zu meinem schönen grünen Sirup:

Ich habe einen Sirup aus 2 Handvoll Blüten und 700 g Zucker mit 1 l Wasser gekocht. (Zuckerwasser kochen, abkühlen lassen, über die Blüten gießen und 2 Tage so im Kühlschrank stehen lassen – dann abseihen, aufkochen, in Flaschen füllen) Da mir die Farbe nicht kräftig genug war, habe ich nach 1 Tag noch eine Handvoll getrocknete Malvenblüten dazugegeben. Beim Aufkochen mit den Blüten wurde der Sirup dann grün. Kühl gestellt hält er die grüne Farbe, in der warmen Küche wird der Sirup allerdings nach einger Zeit in der Flasche wieder rosa. So oder so sieht er nett aus und schmeckt lecker.

Viel Freude beim Ausprobieren.

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Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

 

Vogelmiere

Die Vogelmiere ist ein so tolles Heilkraut und gehört zur Familie der Nelkengewächse. Sie wächst an vielen Stellen und viele nehmen sie gar nicht wahr. Dabei enthält sie 7x soviel Eisen wie ein Kopfsalat und 50 g reichen aus, um den Tagesbedarf an Vit. C zu decken. Blüten, Blätter und Stiele sind essbar. Na, möchtest du mehr wissen? Komm mit in die Wiese. Derweil findest du ein bisschen Lyrik zur Vogel-Sternmiere auf gedankenspiele-Wortkunst.de.

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Vogelmiere besitzt u.a. folgende Inhaltsstoffe:

viel Kalzium, Kalium, Magnesium und 7x so viel Eisen wie Kopfsalat, Vit.A,B,C, Selen, Kieselsäure, Carotinoide, Saponine, Gamma-Linolensäure

Folgende Eigenschaften sind gut für die äußerliche Anwendung: sie hat reinigende und stärkende Wirkung, kühlend, reizmildernd, entzündungshemmend und schmerzstillend.

In der Naturheilkunde wird sie angewandt bei Schuppenflechte, Ekzemen, Juckreiz, Verbrennungen, Wunden, Quetschungen.

Wie du sie findest?

Sie wächst oft an Beeten, um die Erde feucht zu halten oder mitten in Wiesen. Sei hat winzig kleine weiße Blüten. Erkennbar ist die Pflanze auch daran, dass der Stiel einseitig eine Reihe kleine Haare hat. Verwechslung gäbe es eventuell mit dem schwach giftigen Ackergauchheil – wobei die Blüten eine andere Form haben. Oder du baust sie einfach in deinem Garten an.

Öl und Salben

Du kannst aus einer Handvoll Kraut mit Stengeln und Blüten ein Öl bzw. eine Salbe herstellen. Die Herstellung eines Öl-Kaltauszuges und einer Salbe findest du in meinem Ringelblumenartikel ausführlich beschrieben.

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Frisch schmeckt Vogelmiere als Gourmetgemüse am besten im Kräuterquark oder in Salaten oder gekocht wie Spinat. Getrocknet kannst du einen Tee nutzen, der bei Bronchitis hilft und den Stoffwechsel anregt.

Na, hast du Lust bekommen, die Natur zu nutzen? Hier findest du noch mehr Ideen zu Flieder, Löwenzahn, Holunder, Gänseblümchen oder Tannenspitzen.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

 

Hirtentäschel

Das Hirtentäschel ist ein sehr unscheinbares „Unkraut“, was von den meisten wenig Beachtung findet. Völlig zu Unrecht, denn es ist ein wunderbares Frauenkraut – ein bisschen ambivalent in der Wirkweise – einfach sehr sympathisch. Aber nicht nur das. Es ist vitaminreich und hilft bei einigen Wehwehchen. Es ist so unscheinbar, dass die meisten einfach daran vorbeilaufen und es nicht einmal wahrnehmen. Man braucht schon den Blick fürs Detail, um diese Pflanze zu erkennen, winzig kleine weiße Blüten und die Blätter, die die Samen enthalten, sind sehr kleine herzförmige Täschchen. Von nahem betrachtet wirklich hübsch.

Hier findest du ein kleines Gedicht dazu. www.Gedankenspiele-Wortkunst.de

 

Inhaltsstoffe:

Vit.C, Eisen, Kalium, Calzium, Eiweiß

Anbau

Es ist anspruchslos und wächst auch schon mal an Straßenrändern, sollte dort natürlich nicht gepflückt werden, eher auf großen Wiesen und Lichtungen in Wäldern.

Wirkung:

  • anregender und regulierender Effekt bei der Menstruation (zusammenziehend, blutstillender Effekt bei zu starker Regelblutung, wehensteigernder Effekt kann die Geburt beschleunigen, deshalb nicht in der Schwangerschaft anwenden)
  • regulierende Wirkung auf die Blutgefäße (bei Blutdruckproblemen, Krampfadern anwendbar), bei Nasenbluten kann man das Kraut schnupfen – ich hatte noch keine Gelengenheit, das auszuprobieren,
  • weiterhin wirkt es entzündungshemmend – hilft bei Atemwegserkrankungen
  • bei blutende Wunden hilft ein Teeaufguß

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Anwendung:

Es sind alle Pflanzenteile nutzbar.

  • Tee (max. 10 min. ziehen lassen)
  • Pulver (Pflanze trocknen und kleinreiben)
  • Tinktur herstellen: Hirtentäschelkraut kleinschneiden und in 40% Korn einlegen, an der Sonne 14 Tage stehen lassen, danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen. (5×30 Trpf./Tag maximal einnehmen)
  • Verzehren in Salaten

Teeaufguß bei blutenden Wunden, Pulver der getrockneten Pflanze auf Wunden streuen

Die kleinen Herzen und Blüten können im Wildkräutersalat, in Suppen, Soßen und Kräuterquark verwendet werden.

Viel freude beim Ausprobieren.

Huflattich – duftender Frühblüher

Was war das für eine Freude, als ich beim Spaziergang Huflattich entdeckte. Das versteht jetzt sicher keiner, der viele Kindheitserinnerungen hat. Aber ich habe nicht so viele und gefühlt 20 Jahre keinen Huflattich mehr gesehen. Und als mir der Geruch in die Nase zog, erinnerte ich mich, wie ich als kleines Mädchen mitten in der Wiese saß und diese kleinen gelben Sonnen pflückte und da wurde mir ganz warm ums Herz. Neben seinem wunderbar honigduftenden Geruch ist er ja auch noch nützlich, welch ein Glück.

Der Huflattich gehört zu den Korbblütlern und ist eine der ersten Blühpflanzen im Frühling, er sehnt sich mindestens so sehr nach der wärmenden Sonne wie ich :-). Die hufeisenförmigen Blätter könnte man schon mal mit denen der weißen Pestwurz verwechseln, aber die Blüten sind unverwechselbar. Die Pflanze ist genügsam und wächst auch in Straßenböschungen, Sandgruben und Steinbrüchen und ist nützlich für Bienen, Schmetterlinge und Hummeln. Daher bitte nur in Maßen ernten.

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Heilpflanze des Jahres 1994 – immerhin 🙂 welch ein Titel

Aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung gilt der Huflattich als besondere Heilpflanze. Allgemein ist er hilfreich bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.

Aufgrund der geringen Menge an Pyrrolizidin-Alkaloiden, die im Verdacht stehen, leberschädigend zu wirken, sollte er nur in Maßen angewandt werden. Es gibt auch schon neuere Sorten ohne diese Bestandteile, falls jemand ihn im Garten anbauen möchte. Der im Handel erhältliche Tee ist ebenfalls frei davon.

Verwendung

Die Knospen, Blüten, Blätter und Stiele können getrocknet zu Tee verarbeitet werden oder frisch als Dekoration oder Wildgemüse verzehrt werden. Weiterhin kann aus den Blättern eine Suppe oder aus den Blüten Sirup oder Tinktur hergestellt werden.

Die Wurzeln können bis zu 2 m lang werden. Ab September bis in den Winter rein können sie geerntet und in Bratlingen oder als Gemüse gebraten verwendet werden.

Super, mal wieder alles verwendbar. In der Natur ist ja selbst der Mist zu etwas zu gebrauchen. Schauen wir uns das also ab und akzeptieren die Umstände, wie sie sind, eine andere Option haben wir nicht und so kommen wir vorwärts.

Weiterführende Informationen findest du bei Kostbare Natur.

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Ode an den Wald

Hatte ich versprochen, dass ich mich mehr um die Natur kümmere? Na klar, aber ohne Lyrik gehts leider nicht mehr. Vielleicht ist ja der ein oder andere Gedankenanstoß für dich dabei:

Des Waldes Nutzwert ist anderer Natur

Wie hier schon oft erwähnt, nutze ich die Natur sehr gern, um verschiedenes herzustellen. Aber in diesem Monat wurde mir deutlich, dass die Natur, der Wald an sich einen unglaublichen Nutzen hat – sein DASEIN. Inspiriert hat mich auch der Film „das Geheime Leben der Bäume“.

Der Wald ist da, um uns herum und beschenkt uns durch nichts als einfach da zu sein. Wir können diesen freien weiten lebendigen Raum nutzen, um uns mit uns selbst zu befassen. Unsere Augen finden Trost und Symbolik im Beobachten und Entdecken, unsere Nase erfreut sich an den rauhen Gerüchen des Waldes und wenn wir uns ins Gras setzen, spüren wir, dass wir gehalten werden, wir gehen gestärkt mit der Lunge voll frischer Luft wieder hinaus und das alles, obwohl wir nichts tun. Mancher ist dazu noch nicht bereit, es braucht Zeit.

Wann hast du das letzte Mal alle Gefühle rausgelassen, die du in dir spürtest? Weinen, lachen, schreien, tanzen, Wut, Angst…Im Wald geht das – er umfängt dich wie Gottes liebevoller Arm und dort darf alles sein. Nichts muss in dir bleiben, du darfst ehrlich sein. Welcher Mensch hält das schon auf die Dauer aus? Du bist liebenswert ohne irgendetwas zu tun. Ist dir das klar? Hast du darüber schon einmal nachgedacht? All die Versuche, irgendetwas zu tun, machen dich nicht liebenswerter – nicht für Gott und manchmal auch nicht für andere Menschen.

Und geht es uns nicht oft so, dass wir kaum aushalten, wenn ein Anderer seinen Schmerz erzählt und wir anschauen müssen, wie jemand schlimme Erfahrungen macht? Manchmal können wir Menschen nicht helfen, wir alle müssen uns unserem Schmerz allein stellen, aber wir können da sein, wenn uns punktuell jemand braucht und zuhören, beten und können lernen, dieses Schmerz veratmen einfach mit auszuhalten, wie der Wald.

Was diese alten Bäume wohl alles schon in ihrem Leben gesehen haben?

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Jedenfalls gehe ich jedesmal stärker und aufrechter aus dem Wald hinaus, auch wenn ich traurig hineingegangen bin, immer gibt es etwas neues zu entdecken und zu lernen, auch und gerade über mich selbst.

Natürlich kann man dabei nicht stehenbleiben – es gibt eine Menge zu schaffen. Aber die Motivation deines Schaffens ist entscheidend, weil sie dich antreibt und entscheidet,  ob du irgendwann ausbrennst oder im Einklang mit Gott und dir auf dieser Erde lebst. Und diese Reise zu den Wurzeln deiner Selbst ist wichtig, weil du sonst deine Kraft verschwendest und nicht deine Bestimmung lebst.

Ich wünschte, ich könnte dir vermitteln, wie der Wald mich inspiriert und auftanken lässt. Probier es doch mal aus und glaube, dass du dich selbst in ihm entdeckst.

Bei mir hat es geklappt.

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Ode an den Wald oder

Gottes schöne Handschrift in jedem kleinen Detail

tiefsinnliche Schönheit

in der Enthüllung

deiner Erfüllung

wachsender Atem des Lebens

in moosduftend betörende Lebendigkeit

durchwoben mit der Leidenschaft

eines Schöpfergottes

in detailentfachter Zuneigung

im hinreissenden Umgebensein

von der eigenen

aufkeimenden Vorstellungskraft

erwacht Daseinsschwung

durch liebevolles Erkennen

des erkannt worden sein

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W – waldbesäumte

A – Annahme

L – luftspiegelnder

D – Dornbüschel

im Wald allein

grenzenlos und verwundbar sein

durch Halt im Verwurzelungskeim

waldbewachsen wird der Schmerz abplatzen

und die Selbstannahme wie ein Windsame

in dir aufgehen

in rauher und knarrender Baumkraft

wird dein grünblühender Sinn sichtbar gemacht

du bist sonnenstrahlendurchbrechend

diamantglänzend erdacht

lebe wie ein Waldblätterschwamm:

deinen eigenen blätterknisternden Klang

im umwehenden Waldecho-Daseins-Spaziergang

Holunder – eine wunderbare, lehrreiche Gabe

Ich habe ja schon beschrieben, was man mit den Blättern und den Blüten des Holunderstrauches im Frühjahr anstellen kann. Heute geht es um die Holunderbeeren, die im August und  September schwarz geerntet werden. Da wird mir ganz wehmütig ums Herz, denn sie erinnern an das Ende des Sommers – wenn die knall-bunten Farben verblassen und der Duft des Sommers zu entschwinden droht. Und die Ernte war kärglich, es fehlte der wohltuende warme Sommerregen…wie sehr ich ihn vermisse!Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Hoffen wir also auf den Herbst! Wenn man so durch die Gegend streift, um Holunderbeeren zu suchen, kann man seine Gedanken schweifen lassen. Ich dachte so an den Herbst, die Zeit der Reife. Bei den Früchten ist das eine leckere Angelegenheit. Wir Menschen tun uns mit dem Reifen schwer, weil es uns immer etwas kostet, aber es macht am Ende dankbar (). Wenn ich mich auf meinem Weg zur Authentizität anschaue, entdecke ich, dass mich immer wieder die Suche und die Fragen weiterbringen, diese Zeit zum Reflektieren, Sinnieren und die Suche nach meiner Bestimmung. Und unser Schöpfer ist da, in jedem Augenblick, auf jedem Schritt des Weges. Weil wir von ihm erdacht sind, gibt es eine Idee für unser Leben. Die finden wir nicht im Außen, sondern innen, wenn wir suchend auf dem Weg sind. Zwei entscheidende Fragen dabei sind, ob wir uns selbst annehmen und glauben, dass wir geliebt werden? Dabei hilft es, alte schmerzhafte Erfahrungen durch neue, gute zu überschreiben. Wenn wir da vorankommen, achten wir unseren Wert und kümmern uns nicht mehr um Ambivalenz, die schwierigen Umstände oder die eigene Bedürftigkeit, sondern stellen uns unseren Ängsten. Dazu muss ich allerdings erst einmal entdecken, wo ich bedürftig bin und welche Ängste ich mit mir rumschleppe. Weil es beim Reifen um mich und meine Reaktion geht und erstmal nicht um die Anderen. Manchen Dingen muss man sich allein stellen und Lösungen finden, wie ein Krieger des Lichts (Coelho ).Und erst nach dieser Reise ist man bereit, ein zu Hause zu suchen: Denn wenn man weiß, wer man ist, möchte man dort sein, wo „Flügel zum Fliegen, Wurzeln zum Zurückkehren und Gründe zu bleiben geboten werden“ (den Satz habe ich gelesen und mir nicht selbst ausgedacht – es ist wunderschön ausgedrückt, nicht wahr?!) Dann ist es wertvoll und hilfreich, mit anderen unterwegs zu sein, die auf dem gleichen Weg sind, denen man auf Augenhöhe begegnen und von denen man lernen kann, ohne sich selbst zu verlieren oder dem Anderen etwas aufzudiktieren. Sorry für diesen kleinen bildhaften Exkurs, die Natur lehrt mich so viel und manchmal muss ich das teilen, auch wenn es vielleicht nicht für jeden verständlich ist.

Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Köstlichkeiten aus Holunder:

Noch haben wir ja Sommer und befassen uns heute mit dem reifen Holunder, zu dem ich eine besondere Verbindung habe! Unreif und roh ist er durch den Bestandteil Sambunigrin ungenießbar, ich habe es als Kind ausprobiert und es war gar nicht lustig (Übelkeit und Erbrechen). Diese Bestandteile zerfallen jedoch bei Hitze (ca. 15 min. kochen). Holunder muss eben nur geduldig weichgekocht werden, damit er den Menschen bekömmlich ist. Dann wird aus ihm eine wunderbare Köstlichkeit wie: eine sehr leckere Suppe, Saft (daraus macht man den Glühwein im Winter), Marmelade (besonders toll mit Äpfeln oder Birnen), Hustensaft oder Sirup und Likör( bitte auch erst die Beeren kochen).

Man kann die Holunderbeeren auch trocknen und als Tee verwenden. Sie färben alles kräftig rot und sie duften.Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Holunderbeeren enthalten Vtamin C und A, Eisen und Zink. Sie wirken bei Erkältungen schweißtreibend und fiebersenkend.

 

 

Holundersuppe auf www.wertdernatur.deHolunderbeersuppe mit Röstis

  1. ca 10 Dolden Holunderbeeren
  2. 1 l Wasser
  3. 2 Prisen Salz, Zucker je nach Geschmack, 1/2 Zitrone, Zimt
  4. bei Bedarf 1 Schluck Weißwein und 200 g Apfelmus, evtl. geschnittene Fruchtstückchen von Birne/Apfel, evtl. Schlagsahne, evtl. Röstis
  5. Stärke zum Andicken
  • als erstes einen Saft kochen (Beeren von den Stielen zupfen geht am besten mit einer Gabel und mit Wasser 20 min kochen – eingekocht im Winter haltbar)
  • abkühlen lassen
  • Beeren im Sieb auffangen
  • Zimt, Zucker, Zitrone, zugeben und aufkochen
  • diesen Saft könnte man jetzt heiß in Flaschen füllen oder
  • geschnittenes Obst und Weißwein, Apfelmus, Salz zugeben und nochmals 15 min. kochen
  • Röstis braten
  • mit Stärke andicken und mit z.B. Schlagsahne servieren

Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Holunderbeerhustensaft oder Sirup für Desserts

  • wie oben verfahren, nur hier wesentlich mehr Zucker zugeben und einkochen lassen, bis es ein dickflüssiger Sirup ist (Verhältnis Wasser und Zucker 2:1)

Holunderlikör auf www.wertdernatur.de

So, ausprobieren, sich nicht scheuen zu experimentieren und dann erfreuen. Wenn was schief geht, einfach von vorn beginnen.

Auf gehts 🙂

Johanniskraut – Nutzen dieser Heilpflanze

Die meisten bringen Johanniskraut mit Depressionen in Verbindung, weil sie nur die Tabletten kennen. Das ist schade. Da diese Pflanze gerade blüht, erzähl ich ein bisschen was über sie. Denn diese Pflanze kann das Licht der Sonne speichern – sehr cool.

Johanniskraut auf www.wertdernatur.de

Es gibt echtes Johanniskraut, eine mehrjährige Pflanze, erkennbar an den zahlreichen Öldrüsen in den Blättern und Blüten – die dunklen Punkte – Speicherorgan der ätherischen Öle. Weiterhin gibt es das unechte Johanniskraut – das „Schöne“ und das „Geflügelte“. Beide haben keine Verwendung als Heilpflanze. Johanniskraut wächst im Wald, auf Brachflächen und nährstoffarmen Wiesen. Er mag Halbschatten und kann auch im Garten ausgesäht oder gepflanzt werden und hat nur geringe Ansprüche an die Nährstoffversorgung des Bodens.

johanniskraut nutzen auf www.wertdernatur.de

Die Blüten sind essbar und eine hübsche Dekoration. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben, sie haben etwas leicht scharfes und rauhiges.

Johanniskraut macht unsere Haut lichtdurchlässiger. Das muss man beachten bei lichtempfindlichen Personen. Im Winter ist es allerdings hilfreich.

Nutzen

Johanniskrauttee

Den ersten Nutzen hat ein Johanniskrauttee, der aus den Blüten, Blättern und Stengeln gewonnen werden kann. Er ist hilfreich bei depressiven Verstimmungen, Unruhezuständen, Schlafstörungen und Magenbeschwerden und muss über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Die Blüten haben eine längere Ziehzeit von ca. 10 min, die Blätter ca. 4 min.

Johanniskrautlikör

Die Herstellung von Likör habe ich hier ausgiebig beschrieben

Johanniskrautöl – Rotöl

Für Massagen kann man wunderbar das Rotöl selbst herstellen:

  • Ölgrundlage kann ein gutes Olivenöl oder Mandelöl sein
  • ein Schraubglas mit Blüten und Blättern/Stängeln befüllen
  • Öl aufgießen, bis die Blütenteile völlig bedeckt sind
  • ca. 6 Wochen in die Sonne stellen
  • abseihen und in dunkle Gläser füllen

Rotöl findet Verwendung bei entzündeter Haut und unterstützt die Erneuerung des Gewebes, hilft bei Verstauchungen oder zur Entspannung der Haut bei Massagen und als Badezusatz. Weiterhin kann es zu einer Salbe verarbeitet werden – siehe Salbenherstellung

Brauchst du weitere Ideen für die Anwendung von Pflanzen? Hier wirst du fündig: Flieder, Löwenzahn, Holunder oder Tannenspitzen nutzen.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

 

 

5 Jahre Blog – zurück zu den Wurzeln – der Weg als Ziel

Vor 5 Jahren startete ich diesen Blog: Wert der Natur – zurück zu den Wurzeln. Es war ein kleiner angstvoller Start und doch der Beginn einer wundervollen Reise, deren Ziel der Weg war. Ich begann einfach und nun bin ich gefühlt endlich an den Wurzeln angekommen – 5 Jahre und einige Umwege später und der Weg geht weiter – immer tiefer möchte ich meine Wurzeln in den Boden graben, lernen und weiter ins Licht emporwachsen – mich von Gott ausfüllen lassen. Da gibt es doch wirklich Menschen, die keine Zeit für die Natur haben, sie verpassen so viel:

Naturbilder und Gedanken

Bei einem meiner Waldspaziergänge entdeckte ich so viele Bilder, dass ich sie mit dir teilen möchte – vielleicht siehst du sie ähnlich oder auch ganz anders und kannst sie mit in dein Leben nehmen und weiterdenken.

Augenbaum auf www.wertdernatur.de

Manchmal denke ich: meine Augen werden hier einfach nicht satt. Dieser Baum erinnerte mich daran, dass es ab und an sinnvoller ist, mit dem Herzen zu sehen. Unsere Augen sind so schnell vom Äußeren abgelenkt. Unser Herz kann manchmal tiefer sehen und unseren Augen helfen, den Blickwinkel zu ändern.

Herzschlag des Baumes auf www.wertdernatur.de

Hast du schon einmal einem Specht gelauscht – mit dem Ohr an dem Baum, an dem der Specht klopft? Es klingt wie der Herzschlag des Baumes – sehr faszinierend, aber hier kann ich das gar nicht wiedergeben…..

Zartheit auf www.wertdernatur.de

Dann sah ich da diese kleinen Pflänzchen – normalerweise läuft man einfach vorbei oder sogar drüber. Aber manchmal, wenn man sich Zeit nimmt, dann schaut man sie an und sie lehren dich, dass Verletzlichkeit und Zartheit im Leben wertvoll ist. Der Gegensatz zu Stärke und Perfektionismus. Diese Pflänzchen erklären die Einfachheit wieder zu etwas Wertvollem und lehren uns Genügsamkeit und Dankbarkeit.

Aufeinmal begegnete mir der erste gelbe Schmetterling – zauberhafte Leichtigkeit und Schönheit weckten in mir Freude und tiefe Zugewandtheit dem Leben gegenüber – einfach weil er da war. Er tat ja nichts außer rumflattern und meine Augen erfreuen. Er erinnert mich an Menschen, die ich so gern in meinem Leben habe und festhalten würde. Ich mag ihre Gedanken und ihre Lebendigkeit und doch liegt der Zauber darin, sie nicht zu halten, sondern sie freizusetzen, damit sie ihren eigenen Weg gehen und sich in ihrer Geschwindigkeit weiterentwickeln können. Der Gedanke, einen Schmetterling zu fangen kommt aus der Gier in uns, Macht auszuüben und zu kontrollieren – vielleicht auch aus Angst, weil wir uns nicht über uns selbst definieren, sondern eben über den anderen. Aber es tut weder dem anderen noch einem selbst gut. Es zerstört die Beziehung. Loslassen tut immer wieder auch weh und doch ist es wichtig für unser Dasein. Denn wenn wir erleben, wie gut es tut, wenn uns jemand freisetzt, dann gönnen wir das auch dem Anderen.

Loslassen auf www.wertdernatur.de

Immermal stoße ich auf Unverständnis und fehlendes Wohlwollen bei Menschen in meinem Umfeld und es gibt keine Lösung auf den ersten Blick. Das tut weh und dann zieht es mich in den Wald – zu starken Bäumen, die nicht aufgeben und dem Wind und Sturm trotzen, die Narben haben und Rückschläge erleben, aber ihre Wurzeln daraufhin nur tiefer in die Erde graben und sich weiter dem Licht entgegenstrecken. Bäume, die die anderen leben lassen und den Baum neben sich nicht als Konkurrenz sehen, sondern jedem sein individuelles Wachstum lassen. Die sich gegenseitig auffangen, wenn einer dem Sturm nicht standhalten kann.

wohlwollende Bäume auf www.wertdernatur.de

Die den Anderen stehenlassen, auch wenn er eigenartig ist und nicht so richtig zu den anderen passt. Wer weiß, was er für eine Geschichte hat und warum er sich so entwickelt hat? Sie fällen kein Urteil darüber.

eigenartige Bäume auf www.wertdernatur.de

Bäume erlebe ich als wohltuend, wie gut würde diese Eigenschaft auch uns Menschen dauerhaft stehen – Barmherzigkeit, Güte und Wohlwollen, davon brauchen wir mehr im Alltag. Ich habe meinen Schmerz darüber einfach im Bestattungswald begraben – ein schöner friedlicher Ort, um Ärger, Wut, Mißtrauen und Traurigkeit zu begraben und mit Leichtigkeit und Frieden im Herzen dem Leben zugewandt wiederzukommen.

Das Thema Wurzeln fasziniert mich sehr. Es ist gut, im Heute zu leben, aber wir brauchen diese Weitsicht, warum es sich lohnt, für Dinge zu kämpfen oder Schwieriges auszuhalten.

Wurzeln auf www.wertdernatur.de

Dieser Baum hatte es nicht leicht im Leben. Aber er suchte immer weiter, bis er ein bisschen Erde zwischen den Steinen fand, wo er wurzeln konnte. Es ist gut, wenn wir suchen: nach dem Sinn, nach dem Warum oder dem Wohin. Wenn wir tiefe Zufriedenheit und Frieden finden, egal, wie unsere Umstände sind, dann haben wir Gott gefunden. Er ist jedenfalls da, egal, ob wir ihn suchen oder nicht. Und er meint es gut mit dir und mit mir. Und selbst, wenn nichts mehr geht und wir auf der Nase liegen, weil wir so gut wußten, wo wir hinwollten und es nicht funktioniert hat,…

gefallener Baum auf www.wertdernatur.de

…dann ist er da – mitten im Fallen, möchte er dich auffangen, wenn du es zuläßt und schenkt neues Leben – neue Wurzeln, ein neues Herz, neues Sein.

Vielleicht fühlst du dich gerade wie dieses Stück Holz – völlig am Ende mit deiner Kraft? Müde und gelähmt vom ständigen Hetzen durch den Alltag und vom Kampf um irgendetwas? Verletzt und einsam? Das einzig sinnvolle ist dann, sich mit weichem grünem Moos zu umgeben -„kleiner Mooshügel“ –

umgeben von weichem Wohlwollen auf www.wertdernatur.de

– sich dem Alleinsein zu stellen und maximal wohlwollende Menschen an dich heranzulassen und in Ruhe zu heilen. Wer weiß, was dann aus dir wird? Nimm dir Zeit für dich, für die Natur, für Gott, dann wird es Leben und Wachstum im Überfluß geben und deine Umgebung wird staunen. Dies alles sind keine Ratschläge (wer braucht die schon?), sondern darf dich ermutigen, auf dem Weg unterwegs zu sein – so wie viele, mit Fragen, Ideen, Sorgen – lass es raus…

…geh wieder in die Natur….zurück zu deinen Wurzeln und nutze alles, was dir begegnet, um zu lernen :-).

Pflanzen und Menschen zum Aufblühen bringen

Ich habe mich oft gefragt, warum es mir so eine tiefe Zufriedenheit gibt, in der Erde zu buddeln, dem Leben beim Erwachen zuzusehen und zu staunen, wie Pflanzen groß und stark werden und sich entfalten, um in ihrer vollen Schönheit zu erblühen. Gehts dir ähnlich? Vielleicht, weil es so viel einfacher ist, als Menschen zum Aufblühen zu bringen? Doch auch das fasziniert mich und wird mir immer wichtiger. Lass dich also mal kurz auf dieses Gedankenspiel ein, auch wenn es teilweise hinkt:

Entfaltung auf www.wertdernatur.de

am Anfang

aufblühen auf www.wertdernatur.de

beim Aufblühen

Menschen und Pflanzen brauchen gute Bedingungen, um sich zu entfalten. Es braucht Wärme und Wohlwollen, Nahrung, Geduld und einen freien Raum zum Wachstum. Denn nur, wenn Freiheit für Entwicklung da ist, kann Wachstum entstehen und dann gibt es Blüten und Früchte. Einengung, Druck, Erwartungen und Kontrolle ist wie ein Dahinvegetieren zwischen Disteln und Dornen – man braucht eine Menge Kraft und wird nur sehr spärlich blühen. Wir können also in einer ruhigen Minute unser Leben anschauen und hinterfragen, ob Streit, Hektik, Lärm, immer irgendetwas zu tun und dauernd nur im Außen unterwegs zu sein wirklich gute Bedingungen sind, um zu wertvollen Persönlichkeiten heranzureifen.

Denn bei der Arbeit im Garten fiel mir auf, dass jede Pflanze für sich wächst (von den Schmarotzerpflanzen mal abgesehen). Es ist wichtig, zu entdecken, dass du selbst für dich verantwortlich bist. Wenn du also feststellst, dass dir das Wohlwollen in deiner Umgebung fehlt, dann kannst du nicht dein Umfeld ändern, aber du kannst lernen, Grenzen zu setzen. Die Menschen um dich herum müssen sehen, was dir wichtig ist, was du leisten kannst und was eben nicht geht (ja, man macht sich dabei verletzlich – aber das ist doch wahre Stärke, oder?), sie müssen hören, was deine Bedürfnisse sind und erfahren, was dir nicht gut tut. Man nennt das Selbstfürsorge – das ist lernbar, auch in späteren Jahren :-).

Denn sie werden an deine Grenzen gehen und fordern damit heraus, wie du mit dir selbst umgehst. Wenn ihr eine gute Ebene der Kommunikation habt, werden sie dich respektvoll behandeln und selbst an ihrem Charakter arbeiten. Und so kann sich jeder Stück für Stück entfalten und das ausleben, was Gott in jeden ganz einzigartig hineingelegt hat. Und er ist da und schickt uns immer wieder die Menschen über den Weg, die wir brauchen, um zum Kern zu finden. Tolle Gärtner kennen die Eigenschaften ihrer Pflänzchen und nutzen dies und pflanzen nebeneinander, was gut füreinander ist ( manche Pflanzen vertreiben für andere schädliche Insekten oder begünstigen sich im Wachstum).

Wenn du im Leben Barmherzigkeit erfahren hast, dann wirst du es auch weitergeben können. Wenn du Freiheit geschmeckt hast, wirst du diesen freien Raum auch anderen zugestehen. Wenn du mit deinen Emotionen nicht hinter dem Berg halten musst, wirst du es aushalten, wenn andere ihre Empfindungen äußern  und dies nicht ändern wollen. Es geht immer erst einmal darum, zum eigenen Kern zu finden – die eigenen Themen zu bearbeiten, Grenzen setzen zu lernen, sich den Schmerzen im Inneren zu stellen, damit sie heilen können. Voller Kraft geht deine Reise dann weiter zu den Anderen. Selbstfürsorge ist nicht Egoismus, wenn du immer wieder dein Gegenüber im Blick hast. Allerdings fühlt es sich anfangs sehr egoistisch an, wenn man es neu ausprobiert.

Doch dann hast du wirklich dauerhaft etwas zu geben (du blühst auf und erfreust deine Umgebung),

  • dann erst kannst du zuhören, ohne zu urteilen,
  • deine Meinung sagen, ohne Ratschläge zu erteilen,
  • dann kannst du den Anderen sehen, ohne dich selbst in ihm zu sehen und verwirklichen zu wollen,
  • du kannst Mut machen, ohne das Gegenüber zu bedrängen,
  • vertrauen, ohne etwas zu erwarten und
  • helfen, ohne für den Anderen zu entscheiden (wertvolle Gedanken aus dem Buch über die Liebe von Jorge Bucay – Buchtipp!).

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Und du kannst dich an deinen Mitmenschen erfreuen, ganz ohne Neid, weil es eben unterschiedliche Schönheiten und Begabungen gibt, bei Menschen und auch bei den Pflanzen. …Um die Brücke zum Garten wieder zu schaffen… Schauen wir uns also einmal bewußt den Garten unseres Lebens an: ist er voll Unkraut, Streit und Überforderung oder blüht er in bunten Farben der Ermutigung, Wärme und Lebendigkeit? Das wünsche ich dir von Herzen. Es fängt bei dir an, in deinem Kern. Pack es an, es lohnt sich. Pflanze draussen in der Erde und drin in deinem Herzen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um Samen zu sähen, um dieses Jahr etwas ernten zu können…

Aller Anfang ist schwer…aber jedem Anfang wohnt auch ein Zauber inne 🙂 und wenn es nur die Hoffnung auf ein bisschen Erwachen und Wachstum ist.

Nette Gedanken und Fragen dazu hat auch dieser Mann: zurück zur Natur und die Gedankenwelt

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