5 Jahre Blog – zurück zu den Wurzeln – der Weg als Ziel

Vor 5 Jahren startete ich diesen Blog: Wert der Natur – zurück zu den Wurzeln. Es war ein kleiner angstvoller Start und doch der Beginn einer wundervollen Reise, deren Ziel der Weg war. Ich begann einfach und nun bin ich gefühlt endlich an den Wurzeln angekommen – 5 Jahre und einige Umwege später und der Weg geht weiter – immer tiefer möchte ich meine Wurzeln in den Boden graben, lernen und weiter ins Licht emporwachsen – mich von Gott ausfüllen lassen. Da gibt es doch wirklich Menschen, die keine Zeit für die Natur haben, sie verpassen so viel:

Naturbilder und Gedanken

Bei einem meiner Waldspaziergänge entdeckte ich so viele Bilder, dass ich sie mit dir teilen möchte – vielleicht siehst du sie ähnlich oder auch ganz anders und kannst sie mit in dein Leben nehmen und weiterdenken.

Augenbaum auf www.wertdernatur.de

Manchmal denke ich: meine Augen werden hier einfach nicht satt. Dieser Baum erinnerte mich daran, dass es ab und an sinnvoller ist, mit dem Herzen zu sehen. Unsere Augen sind so schnell vom Äußeren abgelenkt. Unser Herz kann manchmal tiefer sehen und unseren Augen helfen, den Blickwinkel zu ändern.

Herzschlag des Baumes auf www.wertdernatur.de

Hast du schon einmal einem Specht gelauscht – mit dem Ohr an dem Baum, an dem der Specht klopft? Es klingt wie der Herzschlag des Baumes – sehr faszinierend, aber hier kann ich das gar nicht wiedergeben…..

Zartheit auf www.wertdernatur.de

Dann sah ich da diese kleinen Pflänzchen – normalerweise läuft man einfach vorbei oder sogar drüber. Aber manchmal, wenn man sich Zeit nimmt, dann schaut man sie an und sie lehren dich, dass Verletzlichkeit und Zartheit im Leben wertvoll ist. Der Gegensatz zu Stärke und Perfektionismus. Diese Pflänzchen erklären die Einfachheit wieder zu etwas Wertvollem und lehren uns Genügsamkeit und Dankbarkeit.

Aufeinmal begegnete mir der erste gelbe Schmetterling – zauberhafte Leichtigkeit und Schönheit weckten in mir Freude und tiefe Zugewandtheit dem Leben gegenüber – einfach weil er da war. Er tat ja nichts außer rumflattern und meine Augen erfreuen. Er erinnert mich an Menschen, die ich so gern in meinem Leben habe und festhalten würde. Ich mag ihre Gedanken und ihre Lebendigkeit und doch liegt der Zauber darin, sie nicht zu halten, sondern sie freizusetzen, damit sie ihren eigenen Weg gehen und sich in ihrer Geschwindigkeit weiterentwickeln können. Der Gedanke, einen Schmetterling zu fangen kommt aus der Gier in uns, Macht auszuüben und zu kontrollieren – vielleicht auch aus Angst, weil wir uns nicht über uns selbst definieren, sondern eben über den anderen. Aber es tut weder dem anderen noch einem selbst gut. Es zerstört die Beziehung. Loslassen tut immer wieder auch weh und doch ist es wichtig für unser Dasein. Denn wenn wir erleben, wie gut es tut, wenn uns jemand freisetzt, dann gönnen wir das auch dem Anderen.

Loslassen auf www.wertdernatur.de

Immermal stoße ich auf Unverständnis und fehlendes Wohlwollen bei Menschen in meinem Umfeld und es gibt keine Lösung auf den ersten Blick. Das tut weh und dann zieht es mich in den Wald – zu starken Bäumen, die nicht aufgeben und dem Wind und Sturm trotzen, die Narben haben und Rückschläge erleben, aber ihre Wurzeln daraufhin nur tiefer in die Erde graben und sich weiter dem Licht entgegenstrecken. Bäume, die die anderen leben lassen und den Baum neben sich nicht als Konkurrenz sehen, sondern jedem sein individuelles Wachstum lassen. Die sich gegenseitig auffangen, wenn einer dem Sturm nicht standhalten kann.

wohlwollende Bäume auf www.wertdernatur.de

Die den Anderen stehenlassen, auch wenn er eigenartig ist und nicht so richtig zu den anderen passt. Wer weiß, was er für eine Geschichte hat und warum er sich so entwickelt hat? Sie fällen kein Urteil darüber.

eigenartige Bäume auf www.wertdernatur.de

Bäume erlebe ich als wohltuend, wie gut würde diese Eigenschaft auch uns Menschen dauerhaft stehen – Barmherzigkeit, Güte und Wohlwollen, davon brauchen wir mehr im Alltag. Ich habe meinen Schmerz darüber einfach im Bestattungswald begraben – ein schöner friedlicher Ort, um Ärger, Wut, Mißtrauen und Traurigkeit zu begraben und mit Leichtigkeit und Frieden im Herzen dem Leben zugewandt wiederzukommen.

Das Thema Wurzeln fasziniert mich sehr. Es ist gut, im Heute zu leben, aber wir brauchen diese Weitsicht, warum es sich lohnt, für Dinge zu kämpfen oder Schwieriges auszuhalten.

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Dieser Baum hatte es nicht leicht im Leben. Aber er suchte immer weiter, bis er ein bisschen Erde zwischen den Steinen fand, wo er wurzeln konnte. Es ist gut, wenn wir suchen: nach dem Sinn, nach dem Warum oder dem Wohin. Wenn wir tiefe Zufriedenheit und Frieden finden, egal, wie unsere Umstände sind, dann haben wir Gott gefunden. Er ist jedenfalls da, egal, ob wir ihn suchen oder nicht. Und er meint es gut mit dir und mit mir. Und selbst, wenn nichts mehr geht und wir auf der Nase liegen, weil wir so gut wußten, wo wir hinwollten und es nicht funktioniert hat,…

gefallener Baum auf www.wertdernatur.de

…dann ist er da – mitten im Fallen, möchte er dich auffangen, wenn du es zuläßt und schenkt neues Leben – neue Wurzeln, ein neues Herz, neues Sein.

Vielleicht fühlst du dich gerade wie dieses Stück Holz – völlig am Ende mit deiner Kraft? Müde und gelähmt vom ständigen Hetzen durch den Alltag und vom Kampf um irgendetwas? Verletzt und einsam? Das einzig sinnvolle ist dann, sich mit weichem grünem Moos zu umgeben -„kleiner Mooshügel“ –

umgeben von weichem Wohlwollen auf www.wertdernatur.de

– sich dem Alleinsein zu stellen und maximal wohlwollende Menschen an dich heranzulassen und in Ruhe zu heilen. Wer weiß, was dann aus dir wird? Nimm dir Zeit für dich, für die Natur, für Gott, dann wird es Leben und Wachstum im Überfluß geben und deine Umgebung wird staunen. Dies alles sind keine Ratschläge (wer braucht die schon?), sondern darf dich ermutigen, auf dem Weg unterwegs zu sein – so wie viele, mit Fragen, Ideen, Sorgen – lass es raus…

…geh wieder in die Natur….zurück zu deinen Wurzeln und nutze alles, was dir begegnet, um zu lernen :-).

Pflanzen und Menschen zum Aufblühen bringen

Ich habe mich oft gefragt, warum es mir so eine tiefe Zufriedenheit gibt, in der Erde zu buddeln, dem Leben beim Erwachen zuzusehen und zu staunen, wie Pflanzen groß und stark werden und sich entfalten, um in ihrer vollen Schönheit zu erblühen. Gehts dir ähnlich? Vielleicht, weil es so viel einfacher ist, als Menschen zum Aufblühen zu bringen? Doch auch das fasziniert mich und wird mir immer wichtiger. Lass dich also mal kurz auf dieses Gedankenspiel ein, auch wenn es teilweise hinkt:

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am Anfang

aufblühen auf www.wertdernatur.de

beim Aufblühen

Menschen und Pflanzen brauchen gute Bedingungen, um sich zu entfalten. Es braucht Wärme und Wohlwollen, Nahrung, Geduld und einen freien Raum zum Wachstum. Denn nur, wenn Freiheit für Entwicklung da ist, kann Wachstum entstehen und dann gibt es Blüten und Früchte. Einengung, Druck, Erwartungen und Kontrolle ist wie ein Dahinvegetieren zwischen Disteln und Dornen – man braucht eine Menge Kraft und wird nur sehr spärlich blühen. Wir können also in einer ruhigen Minute unser Leben anschauen und hinterfragen, ob Streit, Hektik, Lärm, immer irgendetwas zu tun und dauernd nur im Außen unterwegs zu sein wirklich gute Bedingungen sind, um zu wertvollen Persönlichkeiten heranzureifen.

Denn bei der Arbeit im Garten fiel mir auf, dass jede Pflanze für sich wächst (von den Schmarotzerpflanzen mal abgesehen). Es ist wichtig, zu entdecken, dass du selbst für dich verantwortlich bist. Wenn du also feststellst, dass dir das Wohlwollen in deiner Umgebung fehlt, dann kannst du nicht dein Umfeld ändern, aber du kannst lernen, Grenzen zu setzen. Die Menschen um dich herum müssen sehen, was dir wichtig ist, was du leisten kannst und was eben nicht geht (ja, man macht sich dabei verletzlich – aber das ist doch wahre Stärke, oder?), sie müssen hören, was deine Bedürfnisse sind und erfahren, was dir nicht gut tut. Man nennt das Selbstfürsorge – das ist lernbar, auch in späteren Jahren :-).

Denn sie werden an deine Grenzen gehen und fordern damit heraus, wie du mit dir selbst umgehst. Wenn ihr eine gute Ebene der Kommunikation habt, werden sie dich respektvoll behandeln und selbst an ihrem Charakter arbeiten. Und so kann sich jeder Stück für Stück entfalten und das ausleben, was Gott in jeden ganz einzigartig hineingelegt hat. Und er ist da und schickt uns immer wieder die Menschen über den Weg, die wir brauchen, um zum Kern zu finden. Tolle Gärtner kennen die Eigenschaften ihrer Pflänzchen und nutzen dies und pflanzen nebeneinander, was gut füreinander ist ( manche Pflanzen vertreiben für andere schädliche Insekten oder begünstigen sich im Wachstum).

Wenn du im Leben Barmherzigkeit erfahren hast, dann wirst du es auch weitergeben können. Wenn du Freiheit geschmeckt hast, wirst du diesen freien Raum auch anderen zugestehen. Wenn du mit deinen Emotionen nicht hinter dem Berg halten musst, wirst du es aushalten, wenn andere ihre Empfindungen äußern  und dies nicht ändern wollen. Es geht immer erst einmal darum, zum eigenen Kern zu finden – die eigenen Themen zu bearbeiten, Grenzen setzen zu lernen, sich den Schmerzen im Inneren zu stellen, damit sie heilen können. Voller Kraft geht deine Reise dann weiter zu den Anderen. Selbstfürsorge ist nicht Egoismus, wenn du immer wieder dein Gegenüber im Blick hast. Allerdings fühlt es sich anfangs sehr egoistisch an, wenn man es neu ausprobiert.

Doch dann hast du wirklich dauerhaft etwas zu geben (du blühst auf und erfreust deine Umgebung),

  • dann erst kannst du zuhören, ohne zu urteilen,
  • deine Meinung sagen, ohne Ratschläge zu erteilen,
  • dann kannst du den Anderen sehen, ohne dich selbst in ihm zu sehen und verwirklichen zu wollen,
  • du kannst Mut machen, ohne das Gegenüber zu bedrängen,
  • vertrauen, ohne etwas zu erwarten und
  • helfen, ohne für den Anderen zu entscheiden (wertvolle Gedanken aus dem Buch über die Liebe von Jorge Bucay – Buchtipp!).

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Und du kannst dich an deinen Mitmenschen erfreuen, ganz ohne Neid, weil es eben unterschiedliche Schönheiten und Begabungen gibt, bei Menschen und auch bei den Pflanzen. …Um die Brücke zum Garten wieder zu schaffen… Schauen wir uns also einmal bewußt den Garten unseres Lebens an: ist er voll Unkraut, Streit und Überforderung oder blüht er in bunten Farben der Ermutigung, Wärme und Lebendigkeit? Das wünsche ich dir von Herzen. Es fängt bei dir an, in deinem Kern. Pack es an, es lohnt sich. Pflanze draussen in der Erde und drin in deinem Herzen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um Samen zu sähen, um dieses Jahr etwas ernten zu können…

Aller Anfang ist schwer…aber jedem Anfang wohnt auch ein Zauber inne 🙂 und wenn es nur die Hoffnung auf ein bisschen Erwachen und Wachstum ist.

Nette Gedanken und Fragen dazu hat auch dieser Mann: zurück zur Natur.

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Blickwinkel

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Blickwinkel

Ein wunderbares Bild auf den 1. Blick:

Diese 2 ineinander verschlungenen Bäume, so innig und voll Hingabe sind die anmutigen Baumkronen miteinander verwoben.

Strahlend schön sind sie und unnahbar – nur dem Himmel entgegengestreckt, die Wurzeln halten sie verdeckt.

Man sieht sie nicht und meint,auf sie kommt es nicht so an, denn sie sind unter der Erde gut versteckt.

Die Wurzeln erinnern zu sehr an die Vergangenheit, an altes Leid, da haben wir jetzt keine Zeit, uns damit auseinander zu setzen.

Lieber scherzen wir und freuen uns oder halten eben durch, doch die Kunst liegt im Erhaschen des 2. Blicks:

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Der 1. Baum ist stark und schön,doch wenn du still bist und lauschst,hörst du ihn stöhnen unter der Last der Kompensation,

an die er sich irgendwie gewöhnt hat,

weil es ja keine andere Möglichkeit gibt,

als den sichtbaren Raum der Zweisamkeit

um jeden Preis zu erhalten,

auch wenn Er gefühlt vor Einsamkeit erkaltet.

Ein herber Schlag ist der Blickwinkel von unten: Blickwinkel auf www.wertdernatur.de

Der 2. Baum hat schon vor Jahren seine Wurzeln verloren und sich geschworen, seine schöne Krone auszustaffieren und seine eigenen Entfaltungsmöglichkeiten zu forcieren, so lange der Andere nur standhält.

Dieser 1. Baum darf nicht fallen,das ist essentiell, denn die schon bröckelnde Fassade der internen Schwierigkeiten würde zerschellen und für jeden sichtbar alle Beide entstellen.

Er soll also funktionieren und sich auf seine Aufgabe konzentrieren, er wird immer schön beschäftigt, dann kann er auch nicht über die eigenen Bedürfnisse sinnieren.

Doch wehe, wenn es tatsächlich geschieht und ein Sturm aufzieht und der 1. Baum sich seiner Wurzeln bewußt ist, dann wird nur Er allein dem standhalten. Wenn auch mit Narben und vom Leben gezeichnet, doch durch diese Erfahrungen bereichert, wird er sich entfalten – stark und schön – von innen heraus. Für den 2. Baum, den Entwurzelten, ist es dann aus.

Was lernen wir daraus?

Es gibt Stürme im Leben, und es ist gut, viel Wert auf die Wurzeln der Reflexion zu legen und sie zu pflegen,auch wenn wir für diese zeitintensive Aufgabe gelegentlich belächelt werden, wird uns das zum Segen.

Klosterbesuch – eine stille Reise

Diesen Sommer habe ich einen langgehegten Traum wahrgemacht – ich bin für 3 Tage in ein Kloster gepilgert. Warum, fragst du dich? Das ist eine lange Geschichte.

Seit Jahren habe ich mich in schnellen trubeligen Momenten nach der Stille eines Klosters gesehnt. Wobei ich mich oft fragte, ob ich diese Stille dann tatsächlich aushalten würde. Das wollte ich gern ausprobieren. Ich wollte mich dieser anderen Welt des Verzichts, der Einfachheit und Stille stellen. Und ich wollte schon auf dem Weg dorthin Durchzug in meinem Kopf haben und Abstand zu meinem Alltag gewinnen. Also pilgerte ich – zum 1. Mal. Ich gebe zu, ich hätte vorher mit Profis reden sollen und anderes Schuhwerk nehmen – nun ja, aus Fehlern lerne ich am besten. Ich kam an einem superheißen Tag k.o., aber glücklich im Kloster an und freute mich an meinem Zimmer mit Bett, Tisch und Stuhl und Dusche – was für ein Luxus.

Dann war ich dort und es war still, kein Handyempfang, ich konnte mich also einfach mal nur mit mir und meinen Gedanken auseinandersetzen. Ich kam mit einigen Fragen dort an, auf die ich Antworten suchte. Zu viel Stille im Raum der Stille – ich ging Laufen, um eine Brücke zu schaffen. Keinen, um den ich mich kümmern mußte, nur meine eigenen Bedürfnisse – was wollte ich eigentlich? Ich sprach mit den Schwestern, las mir die Geschichte der Entstehung des Klosters durch. Ich ging wieder laufen. Auf dem freien Feld fielen mir die Dinge wieder ein, die ich vor Jahren leben wollte – was war daraus geworden? Verschüttet im Alltag, zu wenig Mut, keine Kraft – dieser Weitblick war wunderbar, er hatte mir gefehlt – als würde ich von oben auf mein Leben schauen und beschließen, noch einmal von 0 zu starten. Aber dazu muss man mal raus aus der Hast des Alltags, der Geschwindigkeit dieser Gesellschaft, dem Lärm des Tages – hinein in den Raum der Stille – dem Raum in meinem Herzen. Da liegen all die Ideen von Gott wie Schätze verborgen – und finden werden wir sie nur, wenn wir uns Zeit nehmen. Mir wurde neu klar, wie wertvoll es ist, hier schon Zeit mit Gott zu verbringen. Ich fand Antworten auf meine Fragen und ich erholte mich so sehr wie schon lange nicht mehr.

Ich durfte sogar die Terrasse nutzen, da sind einige nette Gedichte entstanden. Mit neuer Dankbarkeit nimmt man auf einmal alles wahr – weil es eben nicht selbstverständlich ist. Die köstlich süßen Brombeeren, die im Weg standen, der kühle Bach in der Mittagshitze, das Essen, was die Schwestern für mich kochten, die Natur um mich herum. Ich werde einen Klosterbesuch fest in meinen Jahresplan einbauen, das habe ich dort entschieden und freue mich schon auf das nächste Mal. Es war sooooooo schön.

„Loslassen“

Wir neigen dazu, unser Herz viel zu schnell an etwas zu hängen

und bemängeln dann, wir kommen nicht voran,

deshalb müssen wir uns wohl lösen.

Wie oft schleppen wir Ballast mit uns herum,

wie dumm, zu meinen, wir benötigen das alles.

Zum Überleben? Zum Glücklichsein?

Zum Vorwärtsstreben? oder einfach nur allgemein,

weil es zum Wohlstand dazugehört?

Verstört uns das nicht, dass wir scheinbar so viel brauchen?

Sind wir bereit,

Gewohnheiten, Menschen und Sachen loszulassen

und uns mit neuen Trampelpfaden zu befassen?

Denn eigentlich wissen wir doch längst,

dass Gott der Geber aller Gaben ist und uns nicht im Stich läßt.

Wann immer wir etwas aufgeben, was uns wichtiger ist als er,

wird er uns viel mehr schenken, als wir ahnen…

Nestbau e.V. – Urvertrauen geben, Wertschätzung leben

Heute möchte ich über Nestbau e.V. berichten – wie wir Urvertrauen geben können und Wertschätzung im Alltag leben. Es hat nur entfernt mit Natur zu tun, eher mit der Natur des Menschen bzw. sich zurück zu den Wurzeln zu bewegen. Die Wurzeln eines jeden Menschen liegen tief verankert in Beziehung – im Lernen von Urvertrauen. Es ist so wichtig, dieses Urvertrauen zu vermitteln, weil das in jeder Lebensphase entscheidend ist und prägt – dich und deine Umgebung. Dafür braucht es eine gute und sichere Bindung zu einer Bezugsperson. Dort lernst du zu empfangen, weil du es wert bist, nicht, weil du es verdient hast. Dort hast du Sicherheit, genug, um irgendwann die Welt zu erkunden und Zuversicht zu lernen, mit Schwierigkeiten und Herausforderungen umzugehen. Dadurch lernst du, eigene Initiative zu ergreifen. Wir alle sind nicht perfekt und machen Fehler, aber wir können unsere Kinder lehren, dass Fehler Helfer sind und wir durch sie zu stärkeren Persönlichkeiten werden.

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Ich habe das mit meinen 2 Kindern gelebt, sie hatten die Mama die ersten 3 Jahre für sich und ich möchte diese Zeit nicht missen:

  • Zeit, um mein Kind zu entdecken und kennenzulernen,
  • Zeit für gemeinsame Aktivitäten,
  • Zeit für die Beziehung, die niemals verloren ist,
  • Zeit, um zu prägen und Gutes in mein Kind hineinzulegen,
  • Zeit in einer Gesellschaft, in der Zeit Gold ist und keiner mehr welche hat.

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Ich finde die Idee und Umsetzung von Nestbau e.V. wirklich toll. Deshalb wünsche ich mir, dass es bald eine Außenstelle hier in Dresden gibt (momentan findet ihr sie nur in Chemnitz). Vielleicht liest du das und denkst, das würde dich näher interessieren, um dich einzubringen oder Nestbau zu unterstützen, finanziell, durch Weitererzählen oder durch eine Familienpatenschaft. Dann mache ich dir Mut, das Team anzuschreiben. Nur wenn jeder Einzelne die Ideen und Begabungen lebt, die in ihn hineingelegt sind, wird es für viele zur Hilfe und zum Wachstum verhelfen.

Noch ein kleiner Buchtipp am Rande: „Die größere Perspektive“ von Ursula und Manfred Schmidt. Da werden die Lebensphasen schön beschrieben, was wir brauchen und was geschieht, wenn wir andere Lebensumstände haben. Weiter geht es darum, wie wir zur geistlichen Reife hinwachsen können, weil Gott aus allen Schwierigkeiten in unserem Leben Gutes wachsen lassen kann.

Spannung aushalten vor Ostern – Aussteiger gesucht

Aussteiger gesucht - Gedanken zu Spannung auf www.wertdernatur.de

Ich suche Aussteiger – in verschiedenen Richtungen. Schau mal, ob das hier ein Übungsfeld für dich ist:

Bald ist Ostern und da wollte ich ein paar Gedanken zum Thema Spannung mit dir teilen. Dezember 2016 fiel mir krass auf, wieviele Leute ihre Geschenke vor dem Fest öffneten und das ganz normal fanden. Sie hatten natürlich immer Erklärungen, die aber sehr fadenscheinig waren. Besondern wenn es um Kinder ging, hörte ich oft: ach das ist doch so schwierig zu warten.

Da fragte ich mich, wie wir unseren Kindern beibringen wollen, Spannung auszuhalten, Geduld zu lernen, sich richtig zu freuen, wenn wir selbst es nicht schaffen, unsere Geschenke ein paar Tage stehen zu lassen, auch wenn wir sie schon vor Weihnachten bekommen. Und doch ist es so wichtig, sich nicht immer gleich jeden Wunsch zu erfüllen, weil man unzufrieden und unersättlich wird. Und da alles ein Prozess des Lernens ist, wäre Ostern ein gutes Übungsfeld für dich und deine Familie. Ich finde Vorfreude etwas ganz wertvolles – dieses Überlegen, was der andere sich ausgedacht hat, um einen lieben Menschen zu überraschen. Die Geheimniskrämerei, die Sehnsucht, diese wichtige Spannung eben, die uns hilft, Wünsche zu formulieren, Träume zu entwickeln, und uns um so mehr zu freuen, als wenn alles schnell irgendwann angeschaut und noch schneller wieder in die Ecke gelegt wird. Wir legen alle Geschenke, die wir bekommen, unter den Baum bzw. an Ostern auf einen Tisch und spinnen rum, was drin sein könnte. Das möchte ich nicht missen.

Mir ist es auch wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass die Zeit, die wir miteinander an solchen Festtagen verbringen, etwas wertvolles ist – und nicht nur die Geschenke. Und an Ostern ist es mir besonders wichtig, Jesus in den Mittelpunkt zu stellen – er ist das größte Geschenk in unserem Leben.

Ich hoffe, ich konnte dich nachdenklich stimmen und würde mich freuen, wenn du deine Familienzeremonien überdenkst und vielleicht etwas Eingefahrenes änderst. Gern kannst du Kommentare hinterlassen. Sicher schreien die Kinder nicht gleich hurra, aber sie brauchen starke Eltern, die ihnen etwas mitgeben: „Wurzeln und Flügel“.

Das Bild mit den Pinguinen ist ein Zeichen, dass es Freude macht, mit Essen zu spielen. Du kannst sie als Postkarte hier bei mir bestellen.

Stille und nichtsTUN aushalten – daSEIN

Gedanken zum SEIN auf www.wertdernatur.de

auch die Natur ruht im Winter

Immer wieder begegnen mir Menschen, die mir sagen, dass sie nicht allein sein können. Zum Beispiel bei der Mutter-Kind-Kur war meine ganze Vorfreude, die Abende allein zu sein und Zeit für mich zu haben. Aber es gab da viele Mütter, die sich abends zum TV schauen trafen oder zum Quatschen – das hat ja auch seinen Stellenwert, aber ich finde es besorgniserregend, wenn Menschen nicht allein sein können und Angst vor der Stille und den Gedanken haben, mit denen sie sich auseinandersetzen könnten. Und es ist keine Frage des „keine Zeit habens“, sondern eine Frage der Prioritäten und wofür ich mir Zeit nehme.

Deshalb ist die oben gezeigte Karte entstanden. Ich möchte dich herausfordern:

Kannst du Stille und nichtsTUN aushalten? einfach Dasein.

Lyrik und Postkarten auf www.wertdernatur.de

meine entworfene Postkarte aus dem Set 2

Dieses Foto und die Gedanken dazu entstanden an einem wunderbaren Nachmittag beim Beobachten einer Hummel. Es war faszinierend, wie emsig dieses Tierchen auf der Suche nach Nektar war. Auch wir suchen im Leben verschiedenes.

Kannst du es aushalten, dich deinem Suchen, den Fragen, Ängsten und Sehnsüchten zu stellen und zu reflektieren? Manchmal tut es weh, aber es ist auch heilsam.

Ich nehme mir Zeit und denke nach,

  • ob ich Träume habe, die ich nicht auslebe, aus welchen Gründen auch immer,
  • ein andermal stelle ich fest, was nicht gut läuft und woran ich arbeiten möchte,
  • manchmal überlege ich, was meine Ziele im Leben sind – ob ich sie überdenken muss oder ob ich falschen Dingen hinterherjage,
  • manchmal schreibe ich in mein Tagebuch, wofür ich dankbar bin (Dankbarkeitstagebuch),
  • ein andermal versetze ich mich in meine Kinder hinein und frage mich, was sie sich von ihrer Mama wünschen würden
  • dann wieder schaue ich in unserem Familienbuch nach, was uns Gutes im Leben widerfahren ist und danke Gott dafür
  • manchmal schreibe ich meine Gedanken auf und es entstehen Gedichte oder Lieder
  • ein andermal überlege ich, wie ich Menschen in meinem Umfeld gut tun kann, um mich nicht nur um mich selbst zu drehen
  • immer mal beschließe ich, neue Wege auszuprobieren,
  • oft genieße ich die Stille nach einem vollen Tag zum Erholen und Auftanken….

Dir fallen bestimmt auf Anhieb Dinge ein, die du in so einer Zeit überdenken könntest. Ich möchte dir Mut machen, dir solche Zeiten im Alltag zu schaffen, weil sie Kraft geben. Sie sorgen dafür, dass du zufriedener, befreiter und dankbarer durchs Leben gehst und einen Blick für dich und die Menschen um dich herum entwickelst. Und aus dem SEIN heraus wird viel mehr entstehen, als aus dem TUN.

Ich habe mal eine Sendung gesehen, wo es genau darum ging: wie tanken wir in unserer Freizeit auf? Durch gemeinsame Aktivitäten mit Freunden, durch das Befassen mit unserem Leben und Suchen nach neuen Zielen, durch aktive Freizeitgestaltung (eben nicht Berieselung vor dem PC oder TV).

Wenn dir meine entworfenen Postkarten gefallen, kannst du sie im Set als kleine Erinnerung für den Alltag oder zum Verschenken hier bestellen.

Viel Vergnügen beim Ausprobieren des nichtsTUNs und beim Aushalten der Stille. Gern kannst du mir von deinen Erfahrungen berichten und wir können ins Gespräch kommen (oder Mails schreiben).

Gedanken zum SEIN auf www.wertdernatur.de

wenn du dir Zeit nimmst, entdeckst du eine Welt voller Schönheit

Postkartenset: Leben teilen

selbst entworfene Postkarte aus Set 1 auf www.wertdernatur.de

gestaltete Postkarte aus Set 1

Schon immer mochte ich Postkartensets und bestaunte die Menschen, die es schaffen, große Gedanken in wenig Worte zu packen. Irgendwann Anfang diesen Jahres machte sich in mir die Idee breit, eigene Karten zu entwerfen, um damit einen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Ich wollte einmal verschiedenen Menschen in meinem Leben, die mich positiv oder herausfordernd geprägt haben, Danke sagen und deshalb etwas persönliches entwerfen. Bewußt entschied ich mich für ein Jahresprojekt für 2016, denn es gibt im Alltag ja genug zu tun und das sollte ein angenehmer Ausgleich sein. Ich hatte viele schöne Abende, an denen ich suchte, mit Worten spielte, überlegte, verwarf, in der Vergangenheit schwelgte, umformulierte; habe es genossen, nach schönen Dingen Ausschau zu halten, die ich mit der Kamera einfangen kann und anfangs ähnelten meine Ideen dem Manuskript eines unvollständigen Buches. Es war für mich eine große Herausforderung, die Gedanken so kurz zu fassen, dass sie auf Karten passen und  andere sie weiterspinnen können. Mein Bruder hatte genug Geduld mit mir und meinte immer wieder: kürzen! Viel zu viele Worte – und das mir, die ich Worte soooo liebe.

Aber es hat funktioniert und nun gibt es 2 verschiedene Postkartensets – nicht nur für meine Freunde, sondern ich habe gleich ein paar mehr drucken lassen…vielleicht brauchst du noch ein Weihnachtsgeschenk?

Natürlich verrate ich nicht alle Karten, wer neugierig ist, kann sie einfach hier (wertdernatur@online.de) bestellen. Die Karten sind eher matt und haben abgerundete Ecken.

1 Set 7 Euro, beide Sets zusammen 13 Euro + 2 Euro Versand als Büchersendung

Ein Wort zu der tollen Firma, die diese Karten gedruckt hat. Die Firma Uhl-Media ist eine umweltfreundliche Qualitätsdruckerei, die mich echt gut unterstützt hat. Sie drucken auf Recycling-Papier und wie gut sie arbeiten, sieht man an den Karten :-).

1. Postkartenset: Leben teilen (9 Karten)

(Originale ohne Wasserzeichen)

Ein Set für die Leute, die Worte lieben und bei denen es auch mal ein paar mehr sein dürfen. Da sind auch Gedichte von mir dabei.

Gedichte auf Postkarten auf www.wertdernatur.de

kreative Postkarten auf www.wertdernatur.de

2. Postkartenset: Danke für soooo viel Gutes (9 Karten)

Dieses Set ist kurz und knapp und die Bilder stehen im Vordergrund.

kreative Postkarten auf www.wertdernatur.de Lyrik und Postkarten auf www.wertdernatur.de

Für den Einen oder Anderen ist es vielleicht eine etwas andere Geschenkidee für Weihnachten. Und alle, die nun auf den Geschmack gekommen sind: probiert euch aus und entwerft eure eigenen Karten. Ein Computerprogramm, welches ich sehr empfehlen kann, ist Photoshop, aber es gibt auch eine Menge anderer guter Programme. Brauchst du andere Ideen für Weihnachten zum Selber machen, dann schau mal unter meiner Ruprik Rezepturen nach.

In nächster Zeit werde ich immer mal einen Artikel schreiben, in dem ich mehr zu den Beweggründen und Gedanken sage, die ich zu den einzelnen Karten hatte. Also schau einfach mal wieder vorbei und lass dich inspirieren, wie du Atempausen für deinen Alltag schaffen kannst.

Trau dich, ermutige, erfreue dich, beschenke Andere und sei gesegnet.

kreative Postkarten auf www.wertdernatur.de

gestaltete Postkarte aus Set 2

Hier für die Neugierigen unter euch…..

selbst entworfenes Postkartenset zum Erwerb auf www.wertdernatur.de

Set 1

selbst entworfenes Postkartenset zum Erwerb auf www.wertdernatur.de

Set 2