Likörherstellung – einfach kreativ und köstlich

Jetzt ist die Zeit, wo es Überfluss an Früchten und Kräutern gibt, deshalb solltest du mal die Likörherstellung ausprobieren. Du möchtest doch sicher auch im Winter die Köstlichkeiten genießen? Und vielleicht ein nettes Geschenk für Freunde haben? Früchte können auf verschiedene Weise verarbeitet werden: als Marmelade oder Fruchtgrütze, Früchte einwecken, Salben, Sirup und Liköre herstellen. Um diese soll es heute gehen. Ich erkläre Schritt für Schritt, was du brauchst und gebe Beispiele, was du alles verwenden kannst, um einen lecken Likör selber anzusetzen.

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Zutaten für Likörherstellung:

  • Korn oder Wodka mind. 38 % Alkohol
  • Zucker
  • Früchte/Kräuter
  • zum Verfeinern Zimt, Vanille und Zitrone
  • Glasflaschen (Tomatenpassataflaschen eignen sich wunderbar)

Verzeih mir, dass ich keine Mengenangaben mache, aber du wirst sehen, dass das die bessere Variante ist, um mal schnell kleine Mengen anzusetzen ohne erst mit der Waage anzufangen.

Schritt für Schritt:

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  • Fülle die Früchte (zerkleinert – Steinfrüchte mit Kernen) in die Glasflasche
  • von den Mengenverhältnissen her gibt es eine Regel: du kannst auch kleine Mengen herstellen, aber die Früchte müssen immer mit Alkohol bedeckt sein (ich hatte für die 6 Glasflaschen 3 Flaschen Alkohol)

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  • Nun füllst du mind. 6 EL Zucker mit hinein (gern auch mehr, wer es süßer mag bzw. kann der Likör auch später noch nachgesüßt werden), gibst Vanille oder Zimt oder Zitrone und Kräuter dazu.

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Ich habe mich für folgende Mischungen entschieden: Aprikose-Zitrone in Wodka, Nektarine mit Pfefferminze in Korn, Blaubeere Vanille in  Korn, Brombeere Zimt in Wodka, Pflaume Zimt in Korn und ein Zitronenmelissenlikör. Die Kerne der Steinfrüchte kannst du mit hineingeben, das gibt ein wunderbares Aroma.

  • Nun gießt du den Alkohol auf, bis alles bedeckt ist. Dabei ist es Geschmackssache, ob du Wodka oder Korn nimmt, es sollten aber mind. 38 % Alkohol sein.

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  • Jetzt werden die Flaschen beschriftet – einfach mit einem wasserlöslichen Stift die Sorte und das Datum auf die Flaschen schreiben. Diese werden dann für mind. 6 Wochen in die Sonne gestellt und 1x/Tag geschwenkt.

Nach 2 Wochen hat der Liköransatz schon eine tolle Farbe angenommen:

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Kräuterlikör seihst du nach 6 Wochen ab und läßt ihn in schönen Flaschen nochmal mind. 4 Wochen ruhen. Obstlikör kann länger stehen, sollte aber nach dem Abseihen auch nochmal mind. 4 Wochen ruhen – je älter, desto besser. Die Alkohol-Früchte kann man genießen – im Cocktail, auf Eis oder einfach mit verkochen.

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Aprikosen-Zitronen-Liköransatz

Den Likör kannst du pur trinken oder als Cocktails mit z.B. Orangensaft mixen. Und du hast ein super Geschenk für Freunde.

Beispiele:

Du kannst jede erdenkliche Frucht neben den oben genannten nutzen: Johannisbeeren, Pfirsiche, Mirabellen, Kirschen, Maulbeeren und auch Kräuter wie Pfefferminze, Johanniskraut, Salbei – je nach Geschmack. Ich habe gerade einen grünen Walnusslikör angesetzt, aber davon berichte ich später.

Also, auf gehts, probier es aus, damit du auch im Winter die Gaben von Gottes schöner Schöpfung nutzen kannst. Ich freue mich über Rückmeldungen und Kommentare.

Solardörrer selbst bauen – auch Upcycling funktioniert

Warum braucht man nur einen Solardörrer, fragst du dich vielleicht jetzt? Und warum kauft man nicht einfach einen Dörrer? Da gibt es verschiedene Gründe. Ich wollte einen Solardörrer, den ich im Garten nutzen kann, damit ich ernten und sofort das Obst oder die Kräuter an Ort und Stelle haltbar machen kann. Ich wollte keine Plaste-Einschübe, die die meisten handelsüblichen Dörrer enthalten. Und ich finde die Dörrer im Handel viel zu klein. Deshalb baute mein Mann mit mir einen Upcycling-Solar-Dörrer für den Garten. Ich beschreibe erst diesen Aufbau und dann gibt es eine Liste der Materialien, die du benötigst, um einen komplett neuen Solardörrer zu bauen.

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Dörrerbau

Als Grundbausteine für den Dörrer braucht man eine Fläche über die man Luft erhitzt und einen kleinen Raum, in den man erhitzte Luft einbringt um Obst / Gemüse / Kräuter zu trocknen. Wir haben insgesamt einen Zeitaufwand von 10 h gehabt, um den Dörrer zu bauen (es war der erste seiner Art). Die Kosten betrugen bei der Upcycling-Variante nur ca. 55 Euro (Dachlatten im Baumarkt, Edelstahl-Gewebe über das Internet ca. 30 Euro, Teichfolie im Baumarkt ca.4 Euro, Schrauben und Winkel)

Bau – Upcycling-Variante:

Bei ebay-Kleinanzeigen haben wir eine 140cm x 80cm große Glastischplatte kostenlos abgeholt.

Unter die Glasplatte mussten wir ein Gestell bauen, damit diese leicht schräg in die Sonne gestellt werden kann.

Also galt es fleißig Dachlatten 4cm x 6cm zurechtzusägen. Hier ist der Teil zu sehen, der an den Trockenbereich angebracht wird.

Solardörrer auf www.wertdernatur.de

 

Der Unterbau muss mit Diagonalen stabilisiert werden, da er sich sonst verzieht und unter der doch recht schweren Glasplatte zusammenbricht. Hier ist die Auflagefläche der Glasplatte fertig.

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Auf die Schräge wird die Platte gelegt, unter die Schräge wird so dicht wie möglich eine schwarze Plane (Teichfolie in unserem Fall) angebracht. Dadurch bildet sich ein Hohlraum in dem die Luft durch Einstrahlung auf die schwarze Folie, erhitzt wird.

Am unteren Ende der Schräge muss eine Öffnung bleiben, die man mit dichtem Maschendraht oder Fliegengitter verschließen muss, damit keine Insekten oder Kleintiere hineingelangen, aber frische Luft ein den Erhitzerraum gelangt.

Solardörrerbau Dörrschrank:

Hierfür haben wir einen Schrank dessen Schubladen fast von selbst zerfielen ausgemustert.

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Die Fronten der Schubladen mussten weichen, damit später ein Metallgitter, Fliegengitter oder ein Gitter aus dem Backofen eingebaut werden kann.

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Er hat ein Untergestell aus Dachlatten (2,4cm x 4,8cm) bekommen, welches genauso hoch ist, wie die hohe Seite der Erhitzerfläche.

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Nachdem auch dieses Untergestell mit Diagonalen stabilisiert wurde, haben wir uns entschieden, Metallgaze in die Schubladen einzutackern, worauf dann später das zu trocknende Gut verteilt wird.

Dazu haben wir kleine Leisten zugesägt, welche den alten Schubladenrahmen an der Front bilden und woran dann die Gaze angetackert wird.

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Dann wurden die Türen zurechtgesägt und angesetzt. solardörrerbau auf www.wertdernatur.de

Nun wurde der Solardörrer außen gestrichen, damit er haltbarer ist und dem Regen standhalten kann.

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Jetzt wurde der Schrankteil und der Glasplattenteil zusammengesetzt, indem die Teichfolie darunter getackert wurde. Dann wurde noch oben und unten am Lufteinlass das Edelstahlgitter angetackert, damit keine Tiere hineinfliegen. Final sieht er so aus:

solardörrerbau auf www.wertdernatur.de

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Erstes Fazit: Da er im Garten steht, nutze ich ihn gern und es klappt prima – sowohl die Kräuter, als auch Apfelringe, Maulbeeren, Teekräuter, Fruchtleder u.ä.

Eingesetzte Werkzeuge:

  • Hammer zum vorsichtigen Entfernen der teilweise angeleimten Schubladenfronten (Vorsicht: nicht alle Schubladenlaufschienen verkraften rohe Gewalt, bei uns sind die Kugeln aus den Schienen herausgefallen)
  • Akkuschrauber
  • Bohrmaschine zum Löcher vorbohren um das Aufspalten der Leisten zu verhindern
  • Tischkreissäge
  • Kappsäge
  • Handsäge
  • Tacker
  • Blechschere
  • Klemmzwingen

Bau – neue Variante – Liste für den Baumarkt (Größe und Form kann man sich selbst überlegen):

  1. Dachlatten
  2. Bretter
  3. Schrauben
  4. Winkel
  5. Teichfolie
  6. Glasplatte
  7. Edelstahlgitter

Viel Freude beim bauen, tüfteln und vielleicht upcyclen. Wir haben schon leckeres getrocknetes Obst und Fruchtleder gegessen und toll Kräuter getrocknet. Wer Fragen hat, kann uns gern kontaktieren.