Zeit für Stille und mehr Meer kontra Effizienz

Zeit für Stille und mehr Meer, wir Menschen brauchen das so sehr,

weil dadurch unsere innere Welt entsteht und das Außen erst segensreich belebt.

Die Bäume ließen ihre Blätter los, vertrauend fielen sie in den weichen Erdenschoß.

Sonst lebendig wie des Meeres Flut, ist die Landschaft jetzt still und ruht.

Das äußerliche Getöse ist zuweilen bedeutungslos,

innerlich auf die Richtung besinnend vorerst bewegungslos,

zieht sich der Ozean von Zeit zu Zeit zurück und ruht, es braucht eben Ebbe und Flut.

Das Meer ließ seine Schätze an Land, weil es das Festhalten als töricht empfand.

So erfreuen sich unzählige Genießer daran

und ein gutes Werk ward durchs strömende Wellenspiel getan.

Was habe ich im Leben schon geschoben und gezogen,

Druck erlebt, mich erst widerwillig

dann automatisch funktional bewegt

und mit diesem Lebenskonzept mein Umfeld geprägt.

Neulich sagte jemand: Es muss gar nichts!

Hat mich extrem genervt, aber recht hatte sie

angesichts des Lebens-Antriebs-Gleichgewicht.

Durch Druck oder aus sich selbst heraus funktioniert man nur,

doch jeder überaus schön in seiner Art erdacht –

ist ein Augenschmaus,

wenn er sich auf seinen Schöpfer besinnt

und ihm hingebend des Lebens Übermaß gewinnt.

Jeder Schwung, der sich im Wellengang spiegelt,

aus innerer Pracht von Ideenreichtum besiegelt,

macht des Ozeans Herrlichkeit in Vielfalt sichtbar.

Keine dieser kleinen Wellen im Gewoge ist für ihn unverzichtbar.

Ach welch kläglicher Versuch,

meine Gedanken und mein Entzücken

am Spiel der Wellen im großen Ozean auszudrücken.

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Wir spüren erst, wie wertvoll Zeit ist, wenn wir ihr nicht hinterherjagen, sondern uns von ihr inspirieren lassen. Dann kommen die Ideen wie Seifenblasen, verrückt, spontan, wertschätzend, mit langer Erinnerung, weil sie verborgene Schätze ausgegraben haben oder einfach spontan zum Erfreuen da waren. Dann entdecken wir die Gaben in der Tiefe, die es auszuleben gilt. Uns packt die wilde Lebendigkeit, vorher dient alles nur der Optimierung von Zeit, um sie anderweitig  zweckmäßig zu nutzen. Was ist schon sinnvoll in der heutigen Zeit? Und warum? Was ist denn meine Motivation, bevor ich etwas starte?

Mir wird nachgesagt, ich würde gern Ratschläge von mir geben. Das ist mitnichten der Fall. Ich möchte nur meine Erfahrungen teilen und im Austausch sein. Vielleicht stößt es bei dem ein oder anderen etwas an. Alle Themen, die mich ärgern, haben auf irgendeine Weise mit mir selbst zu tun. Ich möchte jedoch niemandem mit meinen Äußerungen zu nahe treten, bitte glaubt mir das.

Es gibt für mich tatsächlich ein Hass-Wort des Jahres 2019: Effizienz. Das spontan gereimte Wort in diesem Zusammenhang nenne ich nicht, aber eins: es ist kontraproduktiv zur Kreativität, die nur entsteht, wenn man sich frei von Druck entfalten kann. Sind wir uns im Klaren, wieviel wir mit zu viel Effizienzbemühen opfern? Durch optimale Produktivität bekommen wir Funktionalität – keine wirklich menschliche Eigenschaft. Nur durch die Erfahrung, was im Loslassen, sich treiben lassen und Wahrnehmen entstehen kann, erahnen wir diesen wunderbaren Klang der Improvisation von Phantasie. Gott hat soviel in jeden von uns hineingelegt und wir nehmen uns nicht die Zeit, das zu entdecken. Manchmal muss man einfach mal etwas ausprobieren. Die Erfahrung wird uns in jedem Fall reicher machen, auch wenn wir versagen – auch das Scheitern lehrt uns eine Menge.

Versteht mich nicht falsch. Es gibt sicher Menschen, denen muss man sagen, dass sie schneller und effizienter werden müssen, weil sie den Blick nicht haben oder fehlende Eigenmotivation. Aber auch das können sie nur selbst entdecken, mit Druck erreicht man da eher wenig. Unsere Gesellschaft krankt daran, dass zu viele Menschen in doppelter Geschwindigkeit unterwegs sind und dann gesagt bekommen, dass sie noch effizienter werden müssen. Das ist, als würde man einem Hamster in seinem Laufrad sagen, er müsse noch schneller rennen, obwohl dieser in Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist. Irgendwann plumpst er aus dem Rad und fliegt quer durch den Käfig. Dann wird er sich erst mal vom Schmerz erholen und fragen, aus welchem Grund er je wieder einsteigen sollte. Von außen betrachtet ist so ein Hamsterrad nämlich völliger Irrsinn. Wenn man bedenkt, dass ein Hamster geschaffen wurde, um sich im Wald Vorräte zu suchen – also natürlich und frei unterwegs zu sein.

Es gibt immer nur den einen Weg: den Anderen stehen lassen. Auch wenn der jeweils andere Weg von außen nicht zu verstehen ist. Jeder hat seine Erfahrungen gemacht und jeder hat seine Gründe, warum er etwas tut. Falls er sich hinterfragt. Und wenn nicht, ist das von außen oder mit Nachdruck auch nicht zu ändern – das ist das größte Lernfeld.

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Zeitverschwendung oder genussvolle Zeitverwendung?

Wenn die Gedanken spontan durch meinen Kopf schießen,

wie Gräser anfangen zu sprießen,

dann muss ich loslaufen und schreibe den Satz auf,

der gerade wie ein Freund zur Tür hereinschaut.

Und dann bin ich in einer bunten fremdartigen Welt,

die es zu erforschen gilt.

Dabei sind Worte wie alte Vertraute,

gleich erkannt, neu entdeckt oder einfach nur Laute,

sicher nichts für jedermann,

aber dann und wann findet sich der eine oder andere wieder,

als Mitstreiter spinnt er die Gedanken weiter –

denn diese Perlen sind für ihn ein heiterer Genuß

und er spielt mit ihnen wie in einer Murmelbahn.

Für einen Zweiten ist das pure Zeitverschwendung und Kinderkram.

So ist das im Leben.

Nebeneinander unterwegs,

verstehen wir nicht jeden,

umgeben von Vielfalt,

anregend und inspirierend,

wägen wir ab,

was wir in welcher Zeit anstreben,

unser Herz hängt vor allem am Leben.

Wenn es einfach nicht passen will,

wird sich Neues ergeben.

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Heißt es nicht Weihnachts-Zeit? Kam Jesus nicht, um sich Zeit für Beziehung zu uns Menschen zu nehmen?() Eine frohe Vorweihnachts-Zeit wünsche ich allen.

Reformation – Veränderung, Entwicklung, Wachstum

Zeit für Reformation – Veränderung, Entwicklung, Wachstum

Für  mich bedeutet das in erster Linie, alte Denk- und Verhaltensmuster zu hinterfragen und sich auf den Weg zu Neuem zu machen. Deshalb bin ich überhaupt kein Halloween-Fan – das fördert die Angst, speziell bei Kindern, oder es verharmlost und führt zur Abstumpfung, dabei sind böse Mächte durchaus real.

Reformation hingegen ist zwar auch nicht einfach und tut zuweilen weh. Ich denke manchmal darüber nach, was für Kämpfe Luther wohl ausgestanden hat, als er allein auf der Wartburg oder in seinem Klosterzimmer in Erfurt war. Und wieviel Alleinsein wohl nötig ist, um die nächsten mutigen Schritte zu gehen? Aber es entsteht wunderbar Neues und Wachstum und das ist es allemal wert. Ich möchte es nicht mehr missen, Menschen in meinem Leben zu haben, die mich herausfordern, mich zu hinterfragen und mutig neue Schritte zu wagen – durch ihn, den Ursprung allen Lebens: „Ihm, der mit seiner unerschöpflichen Kraft in uns am Werk ist und enendlich viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können, ihm gebührt durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde von Generation zu Generation und für immer und ewig.“ Eph. 3,20

Und obwohl ich gerade seit ein paar Wochen eine Schreibblockade habe und mir das Schreiben auf einmal schwer fällt – da sieht man mal wieder, dass nichts selbstverständlich, sondern alles ein Geschenk ist– verliere ich ein paar Worte zu meinem Kosovotrip (die es nicht auszudrücken vermögen, wieviel mir diese Reise bedeutet hat). Vielleicht zeigen die Fotos das besser? Danke an die Menschen, die mich ermutigt haben. Danke Gott, dass du mich hingeschickt hast. Jetzt ist das Reisefieber wieder entfacht, was ein paar Jahre schlummern mußte…und ich werde wohl ab und zu mal weg sein.

 

 

 

 

 

Es ist schön, über den Tellerrand des eigenen Lebens hinauszuschauen. Denn bei allen menschlichen Begegnungen kann man so viel lernen. Und darum geht es doch auf dieser Lebensreise, oder?

Unser Musikteam „his compliments“ machte sich auf den Weg, um Lobpreis für unseren Gott in den Kosovo zu bringen und die Menschen zu ermutigen. Aber Überraschung – Gott war schon da und am meisten wurden wir dort beschenkt und haben vieles gelernt. Ich hatte ein sehr einprägsames Erlebnis mit Gott, allein dafür hat sich der Trip gelohnt.

Und es gab so einige Herausforderungen:

  • zu zehnt in einem Haus und jeder hat so seine Befindlichkeiten,
  • nur 1 Bad J – mit einem ausgeklügelten Duschplan für alle (dank Laura),
  • deutsche Pläne über den Tagesablauf, die für die Menschen im Kosovo nicht so wichtig sind, weil Spontanität und Flexiblilität ganz oben stehen,
  • sich mit einer fremden Kultur auseinandersetzen,
  • beim Autofahren und dem dortigen Fahrstil gelassen bleiben,
  • keine Selbstbestimmung, sondern sich in die Gruppe und Gegebenheiten einordnen
  • öfters mangelnde Sprachkenntnisse meinerseits
  • zu sehen, wie anders Kinder dort ohne Begleitung aufwachsen (Familiengepräge und Kultur)
  • mit dem eigenen Gefühl klarkommen, dass nach deutschen Maßstäben gar nicht so viel zu tun war, aber wir mit Warmherzigkeit beschenkt wurden und unser Dasein dankbar angenommen wurde
  • als Frau in einem muslimisch geprägten Land unterwegs zu sein (ich war ganz dankbar, dass immer ein Bandkollege in der Nähe war)

Herausforderungen sind so wichtig für unser Leben, denn sie verändern etwas in uns und weiten unsere Herzen, bewirken Verständnis, machen innerlich sehr reich und mutiger.

nette Buchläden gabs da

Kosovo

du schönes Land voller

Gegensätze

weit, bunt

aber auch chaotisch und umkämpft

von vielen

 

auf der Suche nach Unabhängigkeit

durchwoben von verschiedenen

Sprachen

 

wirkt es, als wäre die Zeit

stehengeblieben

 

 

viele Ideen werden umgesetzt, doch

nicht beendet und bleiben somit

unvollendet

 

 

einerseits bittere Armut, doch

Verschwendung und Konsum auf der

anderen Seite

 

und wer kümmert sich um deine

Kinder?

Deine Menschen haben mich so

vieles gelehrt:

der warmherzige Empfang tat so gut

in der Fremde

 

Flexibilität und Spontanität sind

wichtig

 

alles ruhig angehen und sich

entschleunigen hilft enorm im Alltag

nicht allzu viele Pläne zu machen,

denn es kommt sowieso anders

 

sich unterzuordnen entkrampft und

entlastet zuweilen

 

 

laaaange Teezeiten und Zeit für

Menschen

 

 

Es entsteht Wachstum durch Herausforderung, wenn sie nicht zu arg ist.

die Dinge erstmal rankommen

lassen

 

 

 

 

Ich brauche immer noch Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und bin gespannt, ob ich es schaffe, das neu Gelernte im Alltag umzusetzen. Falls du lange nicht mehr weg warst, es tut gut, mach dich auf. Lebe die Reformation in deinem Umfeld. Manchmal bedeutet das nur, mutig Dinge anders zu machen als alle um dich herum. Und es beginnt bei jedem selbst. Schau über deinen Tellerrand heraus und wachse dadurch über dich hinaus.

wir durften die Erntedank-Deko gestalten 🙂

jede Nacht Sternenregen

Sternschnuppenmusik ()

Man kann sich ärgern, wenn man nachts nicht schlafen kann, oder man kann die Zeit sinnvoll nutzen und wunderbares entdecken. Also nehme ich dich mit in die nächtliche Stille meines Sternschnuppenbettes in dem Wissen, dass nicht jeder diesen Zauber im Alltag erlebt. Leider kann ich dir die Sternschnuppen nicht zeigen, nur die Gedanken, die mich dabei bewegt haben, du darfst dich selbst auf den Weg machen, die Schönheit des Lebens zu entdecken:

Aber wir Menschen sind tagsüber so beschäftigt mit all der Hektik und es gibt so viel zu tun, wir finden keine Zeit zum Ruhen. Und um die heftigen Tage zu überstehen, um ja keinen Fehler zu begehen, funktionieren wir oder stillen unsere Begierden, und egal, wie oft wir unseren oder den Willen Anderer durchdrücken, die innere Leere läßt sich nicht einfach füllen. Denn das Tun im Außen ist nicht viel wert, wenn die Motivation dieser Taten nicht geklärt ist.

Gibt es außer mir noch jemanden, der es erstrebenswert findet, zu lernen und zu reifen und Gottes Realität mit meinen begrenzten Sinnen begreifen zu wollen? () Und in zweckfrei verschwendeter Zeit seine Nähe zu genießen und seine Liebe zu mir fließen zu lassen, damit ich diese verstärkt weitergeben kann?

Sondern lebendig und authentisch, verschwenderisch im Entdecken der schönen Momente, ein bisschen verrückt und gütig, warmherzig und mutig, immer Lernende und offen für die Erweiterung des Horizonts und dankbar ohne Ende über des Schöpfers Kreativität und Freundlichkeit, der bereit ist, uns mehr zu schenken, als wir ahnen (), denn wir sind damit beschäftigt, unser Leben zu planen und erwarten von  ihm zu wenig.

Und zum Abschluss noch ein paar schöne Gedanken zum Thema Resilienz.

Holunder – eine wunderbare, lehrreiche Gabe

Ich habe ja schon beschrieben, was man mit den Blättern und den Blüten des Holunderstrauches im Frühjahr anstellen kann. Heute geht es um die Holunderbeeren, die im August und  September schwarz geerntet werden. Da wird mir ganz wehmütig ums Herz, denn sie erinnern an das Ende des Sommers – wenn die knall-bunten Farben verblassen und der Duft des Sommers zu entschwinden droht. Und die Ernte war kärglich, es fehlte der wohltuende warme Sommerregen…wie sehr ich ihn vermisse!Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Hoffen wir also auf den Herbst! Wenn man so durch die Gegend streift, um Holunderbeeren zu suchen, kann man seine Gedanken schweifen lassen. Ich dachte so an den Herbst, die Zeit der Reife. Bei den Früchten ist das eine leckere Angelegenheit. Wir Menschen tun uns mit dem Reifen schwer, weil es uns immer etwas kostet, aber es macht am Ende dankbar (). Wenn ich mich auf meinem Weg zur Authentizität anschaue, entdecke ich, dass mich immer wieder die Suche und die Fragen weiterbringen, diese Zeit zum Reflektieren, Sinnieren und die Suche nach meiner Bestimmung. Und unser Schöpfer ist da, in jedem Augenblick, auf jedem Schritt des Weges. Weil wir von ihm erdacht sind, gibt es eine Idee für unser Leben. Die finden wir nicht im Außen, sondern innen, wenn wir suchend auf dem Weg sind. Zwei entscheidende Fragen dabei sind, ob wir uns selbst annehmen und glauben, dass wir geliebt werden? Dabei hilft es, alte schmerzhafte Erfahrungen durch neue, gute zu überschreiben. Wenn wir da vorankommen, achten wir unseren Wert und kümmern uns nicht mehr um Ambivalenz, die schwierigen Umstände oder die eigene Bedürftigkeit, sondern stellen uns unseren Ängsten. Dazu muss ich allerdings erst einmal entdecken, wo ich bedürftig bin und welche Ängste ich mit mir rumschleppe. Weil es beim Reifen um mich und meine Reaktion geht und erstmal nicht um die Anderen. Manchen Dingen muss man sich allein stellen und Lösungen finden, wie ein Krieger des Lichts (Coelho ).Und erst nach dieser Reise ist man bereit, ein zu Hause zu suchen: Denn wenn man weiß, wer man ist, möchte man dort sein, wo „Flügel zum Fliegen, Wurzeln zum Zurückkehren und Gründe zu bleiben geboten werden“ (den Satz habe ich gelesen und mir nicht selbst ausgedacht – es ist wunderschön ausgedrückt, nicht wahr?!) Dann ist es wertvoll und hilfreich, mit anderen unterwegs zu sein, die auf dem gleichen Weg sind, denen man auf Augenhöhe begegnen und von denen man lernen kann, ohne sich selbst zu verlieren oder dem Anderen etwas aufzudiktieren. Sorry für diesen kleinen bildhaften Exkurs, die Natur lehrt mich so viel und manchmal muss ich das teilen, auch wenn es vielleicht nicht für jeden verständlich ist.

Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Köstlichkeiten aus Holunder:

Noch haben wir ja Sommer und befassen uns heute mit dem reifen Holunder, zu dem ich eine besondere Verbindung habe! Unreif und roh ist er durch den Bestandteil Sambunigrin ungenießbar, ich habe es als Kind ausprobiert und es war gar nicht lustig (Übelkeit und Erbrechen). Diese Bestandteile zerfallen jedoch bei Hitze (ca. 15 min. kochen). Holunder muss eben nur geduldig weichgekocht werden, damit er den Menschen bekömmlich ist. Dann wird aus ihm eine wunderbare Köstlichkeit wie: eine sehr leckere Suppe, Saft (daraus macht man den Glühwein im Winter), Marmelade (besonders toll mit Äpfeln oder Birnen), Hustensaft oder Sirup und Likör( bitte auch erst die Beeren kochen).

Man kann die Holunderbeeren auch trocknen und als Tee verwenden. Sie färben alles kräftig rot und sie duften.Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Holunderbeeren enthalten Vtamin C und A, Eisen und Zink. Sie wirken bei Erkältungen schweißtreibend und fiebersenkend.

 

 

Holundersuppe auf www.wertdernatur.deHolunderbeersuppe mit Röstis

  1. ca 10 Dolden Holunderbeeren
  2. 1 l Wasser
  3. 2 Prisen Salz, Zucker je nach Geschmack, 1/2 Zitrone, Zimt
  4. bei Bedarf 1 Schluck Weißwein und 200 g Apfelmus, evtl. geschnittene Fruchtstückchen von Birne/Apfel, evtl. Schlagsahne, evtl. Röstis
  5. Stärke zum Andicken
  • als erstes einen Saft kochen (Beeren von den Stielen zupfen geht am besten mit einer Gabel und mit Wasser 20 min kochen – eingekocht im Winter haltbar)
  • abkühlen lassen
  • Beeren im Sieb auffangen
  • Zimt, Zucker, Zitrone, zugeben und aufkochen
  • diesen Saft könnte man jetzt heiß in Flaschen füllen oder
  • geschnittenes Obst und Weißwein, Apfelmus, Salz zugeben und nochmals 15 min. kochen
  • Röstis braten
  • mit Stärke andicken und mit z.B. Schlagsahne servieren

Holundersuppe auf www.wertdernatur.de

Holunderbeerhustensaft oder Sirup für Desserts

  • wie oben verfahren, nur hier wesentlich mehr Zucker zugeben und einkochen lassen, bis es ein dickflüssiger Sirup ist (Verhältnis Wasser und Zucker 2:1)

Holunderlikör auf www.wertdernatur.de

So, ausprobieren, sich nicht scheuen zu experimentieren und dann erfreuen. Wenn was schief geht, einfach von vorn beginnen.

Auf gehts 🙂

durchs Leben pilgern

Psst – hast du Lust, durchs Leben zu pilgern? Ganz authentisch mit allen Fragen, Zweifeln, Ängsten und Erfolgen? Möchtest du wissen, wie man sich auf der Suche nach Authentizität fühlt und vielleicht selbst eine Pilger-Reise unternehmen? Als letztes Jahr ein Freund sagte, dass ich das mal machen soll, dachte ich: das trau ich mich niemals. Siehe da, 1 Jahr und einige Umstände später zog ich los und fühle mich so gestärkt nach dieser Reise. Ich kann nicht anders, als davon zu erzählen:

pilgern auf www.wertdernatur.de…Die Tür eines Vogelkäfigs wurde nach einer langen Zeit aufgeschlagen und da saß der kleine Vogel nun, die große Freiheit vor Augen und voller Angst, ob die Flügel ihn wohl tragen werden. Aber die Enge kannte er lange genug und so beschloss er, sich seinen Ängsten zu stellen und flog los – hinaus in die Weite – und auf einmal ergriff ihn die Abenteuer-lust und die Flügel trugen ihn, als hätte er nie etwas anderes getan…

So startete ich meine Reise – auf dem Weg zum Startpunkt meiner Pilgerreise überfiel mich Angst, die ich mir erst nicht erklären konnte. Als ich mich dem stellte, wurde mir langsam klar, dass es tatsächlich die Angst vor der großen Freiheit war – sich den Fragen zu stellen und es zu wagen, mich allein durchzuschlagen. Forschst du manchmal, warum du Angst vor bestimmten Dingen hast? Es ist gut dem nachzuspüren, denn als ich mich damit auseinandersetzte und in Erfurt ankam, waren die Ängste verschwunden und es bahnte sich eine große Abenteuerlust ihren Weg: diese wunderschöne Stadt wollte erforscht werden. Und ich startete im Kloster und war dankbar, dass Gott schon da war.

Ich hatte vorher bewußt mal nichts (außer den Startpunkt) für die Reise geplant, also besorgte ich mir einen Pilgerpass, mit dem man zum Teil ermäßigte Unterkünfte, z.B. im Kloster (Pilgerzimmer für 10 Euro) bekommt.

Voller Elan startete ich am 1. Pilgertag früh meine Reise, meine Habseligkeiten auf dem Rücken tragend wie eine Schnecke. Es erschien mir schwer und ich fragte mich, wieso man im Alltag soviel Kram braucht. Fragst du dich manchmal, ob du tatsächlich alles brauchst, was du besitzt? Naja, 3 Bücher mussten mit (so meinte ich) und eben Wechselsachen und 2 Paar Schuhe. Das Ziel fest vor Augen lief ich los und hatte den Anspruch, mich ohne Handy und Karte durchzuschlagen. An ein paar Kreuzungen waren die Markierungen nicht ausreichend und so merkte ich nicht einmal, wie ich auf den falschen Weg kam. Fragst du dich manchmal auch, ob der Weg noch sinnvoll und gut ist, den du gehst?

Das Schöne war, ich fand eine Selbstpflücke mit den leckersten Johannisbeeren überhaupt, das schlechte war, ich entdeckte viel zu spät, dass ich in einem Ort rauskam, der 5 km von der Route entfernt lag. Ich ärgerte mich extrem, weil ich Umwege hasse. Mir war klar, dass mich das über eine Stunde Zeit kosten würde, auf den richtigen Weg zurückzukommen. Wäre ein Mensch in der Nähe gewesen, hätte er meine ganze Wut abbekommen, aber so hatte ich nur mich selbst. Eine sehr wertvolle Erfahrung.

Wie oft meinen wir im Alltag, der Ärger über Andere oder die Umstände müßte raus und abbekommen tun es immer die Nächsten? Wäre es nicht besser, schreiend im Kreis zu laufen und den Frust mit sich selbst auszumachen? Es sieht sicher lustig aus, aber es tut niemandem weh und hilft enorm. Dabei können wir lernen, die Verantwortung für unser Handeln und die Konsequenzen zu tragen. Auf dem Weg suchte ich also das positive an Umwegen: vielleicht machen sie uns verantwortungsbewußter und überlegter? Es ist auch sinnvoll, seinen Stolz zu überwinden und Orientierungshilfen anzunehmen. Vielleicht entwickeln wir durch die eigenen Umwege Verständnis und Barmherzigkeit für Menschen, denen es ähnlich geht, evtl. lernen wir nur auf Umwegen (Fehlern) Dinge, die uns zu einem reiferen Menschen machen (zum Beispiel Schmerz auszuhalten) und da war sie wieder – die Geduld, die es braucht, fast immer im Leben.

Es war Mittag, sehr heiß, ich war müde. Aber aufgeben war keine Option. Gibt es nicht eine Abkürzung? Nein, die gibt es oft im Leben nicht. Wir müssen uns den Schwierigkeiten stellen. Deshalb half es mir, dass Menschen mir ein Lächeln schenkten und mir ab und zu freundlich den Weg erklärten. Ich hatte das Empfinden, sie halten mich für ein bisschen verrückt. Ach – wenn schon. Ist es wichtig, was die Anderen so denken? Ich mußte weiter, mein Ziel schaffen – mein Bett war noch so weit entfernt, also weiter. Ich trieb mich an – ja keine Pause machen. Als ich fast umfiel, beschloss ich, doch mal einen schattigen Platz zu suchen.

Erst beim Rasten fiel mir auf, dass es im Alltag oft so ist: wir müssen funktionieren, haben uns schließlich viel vorgenommen, das Hamsterrad ist ständig in Bewegung. Ja nicht still sitzen, denn dann kommen die Fragen – warum tun wir uns das an, nicht mehr auf die Signale unseres Körpers zu hören? Warum tun wir so viel, was die Anderen von uns erwarten? Warum trieb ich mich auf meiner Reise so an? Es war das alte Pflichtbewußtsein, zu schaffen, was ich geplant hatte und das Sicherheitsbedürfnis – den Platz zum Schlafen zu erreichen, weil er nun einmal gebucht war. An dem Tag schaffte ich es nicht, umzudenken. Ich lief 23 km und erreichte abends mein weiches Bett in einer Pension. Ich war völlig ko. Erst nach ein bisschen Zeit des Nachdenkens beschloss ich, den 2. Tag anders zu gestalten, aber dazu brauchte ich diese Zeit des Reflektierens. Bist du schon einmal aus dem Hamsterrad ausgestiegen und hast das Ganze mal von aussen betrachtet? Ich entdeckte, wie gut es sich anfühlt, barmherzig zu sich (und auch zu Anderen) zu sein.

Am 2. Pilgertag fühlte ich mich früh wie 80 – alles tat weh, ich fragte mich, wie ich nur einen Schritt schaffen sollte. Aber es ist gut zu spüren, wie sich ältere Menschen fühlen und zu begreifen, warum bei ihnen alles langsamer geht. Wie sonst sollten wir uns in sie hineinversetzen können? Und alles, was uns widerfährt ist doch nur die Vorbereitung auf die weiteren Ereignisse, oder? Wenn wir das sehen wollen.

Also war ich umso überraschter, dass meine Füße wie von selbst losliefen und ich den Rucksack auch nicht mehr wirklich spürte. Und es gab bei 35 Grad endlich Schatten im Wald, wie wunderbar.

Ich verabschiedete mich von meinem stolzen Anspruch, es ganz ursprünglich machen zu wollen und nutzte das Handy, um nicht ständig suchen zu müssen, wo ich bin. Was für Ansprüche haben wir so im Leben? Sind sie hilfreich und erstrebenswert? Wenn sie gut sind, sollten wir sie weiter im Auge behalten und keine Kompromisse eingehen. Aber das muss abgewogen werden.

An diesem Tag nahm ich mir die Zeit, wahrzunehmen und mich mit meinen Fragen auseinandersetzen. Ich lief langsamer und fand auf einmal so viele schöne Details, an denen ich mich erfreuen konnte. Also ist doch der Weg das eigentliche Ziel…wußte ich schon vorher, aber das neu zu spüren tat gut, denn es prägt sich besser ein. Wie siehst du das?

In jedem kleinen Dorf fand ich nette Menschen, die mir mein Wasser wieder auffüllten und ich war so dankbar über diese Freundlichkeit. Überhaupt ist nach so einer Reise nichts mehr selbstverständlich, was man sonst dafür hält. Ich lief 13 km bis Arnstadt und als ich dieses kleine Städtchen sah, wußte ich, dass ich bleiben mußte – allen Plänen zum Trotz. Ich buchte spontan ein Zimmer und ging in Kirchen und ein Museum und schlenderte durch die schöne Altstadt. Ich fand die schönste Kirche überhaupt – die Bachkirche. Braucht man eine Kirche, um mit Gott zu sprechen? Klares Nein, meine Reise war ein einziges Gespräch, aber dieser Ort fühlte sich sehr friedlich an und man bekommt ein anderes Empfinden für Ehrfurcht.

Die Bachkirche zu Bachs Zeiten.

Die Bachkirche heute – so wunderschön.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und mich faszinierten diese wunderbaren Kirchenfenster voll leuchtender Farben.

Ich nahm mir Zeit für Gespräche mit Menschen, die mir über den Weg liefen, ich bewegte eine Menge Gedanken und Fragen. Ich konnte schreiben und nachdenken. Das fühlte sich nach echtem Leben an. Und nichts habe ich dazugetan, alles war ein Geschenk und der Geber muss ein großes Herz haben. Um diese Beziehung dreht sich alles, das wurde mir neu klar.

Am 3. Pilgertag ging alles von allein, ich wollte nur noch laufen und staunte über meinen Körper. Mir wurde klar, wenn jemand keinen guten Draht zu seinem Körper hat, ist so eine Reise definitiv eine gute Sache. Wie ist dein Verhältnis zu deinem Körper? Kann man sich auf ihn verlassen? Deine Füße tragen dich mit deinen Habseligkeiten durchs Leben, dein Herz pulsiert, deine Lunge sorgt für den Atem des Lebens und du wirst dankbar dafür und lernst, wieder mehr auf den Körper zu hören und dir selbst und deinen Empfindungen zu vertrauen. Ich lief wie von allein, der Kopf ging auf Reisen und die Gedanken bahnten sich ihren Weg, den sie sonst  im Alltag nicht finden.

Ich lief an einem Fluß vorbei und da roch es nach Kindheit. Dieses Kind in uns braucht Raum zum leben – wann hast du zuletzt wie ein Kind gestaunt und diese Lebendigkeit und Fähigkeit empfunden, völlig im Moment zu leben? Ich fand das auf dieser Reise wieder. Da fiel mir auf, dass auch die Freude an Gott, meinem Schöpfer, viel zu oft im Alltag verschwindet.

 

Und da waren wieder die Fragen, auf die ich noch keine Antworten gefunden hatte. Und neue Fragen kamen auf, als ich durch diesen Wald ging.

„Innigkeit o. Abhängigkeit?“   „Gottes Licht strahlt durch“  „erfahrener 200 J.alter Baum“

An diesem Tag traf ich kaum einen Menschen, verrückt in unserer heutigen Zeit – und wohltuend. Nach weiteren 14 km stieg ich in den Zug. Als ich am Erfurter Bahnhof ankam, erschienen mir alle wie lärmende Hamster in ihren Laufrädern – ein zu großer Kontrast. Ich musste zurück in die Stille des Klosters.

Pilgerreise von Michaela Stohl auf www.wertdernatur.de

Dort angekommen nahm ich mir eine Zeit des Hörens auf Gott und auf sehr faszinierende Weise bekam ich Antworten auf einige meiner Fragen. Wann hast du dir zuletzt Zeit zum hören genommen? Ich weiß, es ist im Alltag nicht leicht, aber so wertvoll.

 

 

Und ich fand die Freude wieder – wir sind von unserem Schöpfer gut erdacht, geliebt und geschaffen, um uns an ihm zu freuen. Was für ein Geschenk und welch schöne Aufgabe.  Ich war entzückt über all diese Erkenntnisse. Fragt mich, wenn ihr mehr wissen wollt.

Ich erkundete noch die schöne Stadt Erfurt – langsam – lauschte Straßenmusikern, genoss kleine Winkel, die man nur sieht, wenn man nicht schnell vorbeihetzt.

      

4.Tag: Leider ist die Reise schon zu Ende. Ich habe die Klosterstille noch ein wenig genossen und aufgetankt, mich noch ein bisschen mit Luther auseinandergesetzt – der war echt ein Pilger – dagegen habe ich Wellnesspilgern betrieben, dessen bin ich mir völlig bewußt. 50 km sind keine Menge, aber ein guter Anfang und ein erster Einblick ins Zigeunerleben.

Nun heißt es, diese gewonnenen Erfahrungen im Alltag umzusetzen, denn dazu dient so eine Reise auch. Der Pilgerweg hieß übrigens: der Weg der starken Frauen“.

eine schöne Erinnerung

Tja, was wohl die wirkliche Stärke von uns Frauen ist? Was denkst du? Ich habe eine Ahnung bekommen…aber das geht nur im Gespräch zu erörtern.

Ich möchte es nicht missen, dies alles erlebt und gespürt zu haben, ich bin sooo dankbar dafür und ich werde das ab sofort in meine Sommer einbauen, weil es noch viel mehr zu lernen und zu erforschen gibt.

Und der Muskelkater wird sicher weniger im Laufe der Zeit 🙂

Nun, habe ich dich angesteckt? Hast du Lust auf´s Fragen und Suchen? Ich wünsche dir so eine Reise mit all diesen Erfahrungen sehr.

Nun noch die sachliche Fakten für die Theoretiker:

Jakobswege in Deutschland

  • Die Füße schwellen an – es macht Sinn, die Schuhe erst beim Ziel auszuziehen oder ein 2. Paar große Sandalen mitzunehmen
  • Die Hände schwellen an – also früh Ringe ablegen
  • Kopfbedeckung und Sonnenschutz mitnehmen
  • Karte oder Handy nutzen
  • Man braucht gar nicht so viel Essen (Nüsse sind gut), aber immer Wasser
  • 4 ÜN kosteten mich 120 Euro + Essengeld und evtl. Zugticket

Noch ein Filmtipp für alle, die jetzt nicht gleich lospilgern können: „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ – den habe ich erst nach meiner Reise gesehen, aber gefühlt habe ich mich so ähnlich.

…Der kleine Vogel fühlt sich von seinem Schöpfer geliebt und fliegt und lebt seine Bestimmung – er gehört in die Weiten des Himmels. Und jetzt kann er das auch endlich genießen…

Johanniskraut – Nutzen dieser Heilpflanze

Die meisten bringen Johanniskraut mit Depressionen in Verbindung, weil sie nur die Tabletten kennen. Das ist schade. Da diese Pflanze gerade blüht, erzähl ich ein bisschen was über sie. Denn diese Pflanze kann das Licht der Sonne speichern – sehr cool.

Johanniskraut auf www.wertdernatur.de

Es gibt echtes Johanniskraut, eine mehrjährige Pflanze, erkennbar an den zahlreichen Öldrüsen in den Blättern und Blüten – die dunklen Punkte – Speicherorgan der ätherischen Öle. Weiterhin gibt es das unechte Johanniskraut – das „Schöne“ und das „Geflügelte“. Beide haben keine Verwendung als Heilpflanze. Johanniskraut wächst im Wald, auf Brachflächen und nährstoffarmen Wiesen. Er mag Halbschatten und kann auch im Garten ausgesäht oder gepflanzt werden und hat nur geringe Ansprüche an die Nährstoffversorgung des Bodens.

johanniskraut nutzen auf www.wertdernatur.de

Die Blüten sind essbar und eine hübsche Dekoration. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben, sie haben etwas leicht scharfes und rauhiges.

Johanniskraut macht unsere Haut lichtdurchlässiger. Das muss man beachten bei lichtempfindlichen Personen. Im Winter ist es allerdings hilfreich.

Nutzen

Johanniskrauttee

Den ersten Nutzen hat ein Johanniskrauttee, der aus den Blüten, Blättern und Stengeln gewonnen werden kann. Er ist hilfreich bei depressiven Verstimmungen, Unruhezuständen, Schlafstörungen und Magenbeschwerden und muss über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Die Blüten haben eine längere Ziehzeit von ca. 10 min, die Blätter ca. 4 min.

Johanniskrautlikör

Die Herstellung von Likör habe ich hier ausgiebig beschrieben

Johanniskrautöl – Rotöl

Für Massagen kann man wunderbar das Rotöl selbst herstellen:

  • Ölgrundlage kann ein gutes Olivenöl oder Mandelöl sein
  • ein Schraubglas mit Blüten und Blättern/Stängeln befüllen
  • Öl aufgießen, bis die Blütenteile völlig bedeckt sind
  • ca. 6 Wochen in die Sonne stellen
  • abseihen und in dunkle Gläser füllen

Rotöl findet Verwendung bei entzündeter Haut und unterstützt die Erneuerung des Gewebes, hilft bei Verstauchungen oder zur Entspannung der Haut bei Massagen und als Badezusatz. Weiterhin kann es zu einer Salbe verarbeitet werden – siehe Salbenherstellung

Brauchst du weitere Ideen für die Anwendung von Pflanzen? Hier wirst du fündig: Flieder, Löwenzahn, Holunder oder Tannenspitzen nutzen.

Auch nach langer Recherche über verschiedene Pflanzen und altes Wissen über die Heilkräfte der Natur übernehme ich nicht die Verantwortung für die Bestimmung und richtige Handhabung der Pflanzen. Wer sich unsicher ist, sollte dies als Anstoß nehmen und sich weiter belesen oder einen Arzt oder Heilpraktiker seines Vertrauens aufsuchen.

 

 

zu wenig Selbstliebe

Ich komme nicht umhin, über die Dinge zu schreiben, die mich beschäftigen – wozu zu wenig Selbstliebe führen kann. Es werden gerade eine Menge Menschen in mein Leben gespült, die in einer schwierigen ungesunden Beziehung stecken oder steckten. Und immer wieder stoße ich dabei auf das Verhalten von Personen mit narzisstischer Störung. Nun gibt es dazu ja eine Menge Anregungen im Internet, aber so viele Menschen wissen darüber nicht Bescheid und ich möchte das Ganze auch von einer anderen Seite beleuchten und werde ein paar Videos verlinken, die hilfreich sind.

Anfänglich muss ich vielleicht erklären, was einen Menschen als Narzisst auszeichnet (das können Frauen und Männer sein). Dabei beziehe ich mich hier nicht auf die positiven Eigenschaften wie Kontaktfreudigkeit oder rhetorisches Talent, weil sie nur zum Blenden benutzt werden:

  • er/sie hat einen übersteigerten Wunsch nach Bewunderung
  • er/sie ist egoistisch oder egozentrisch
  • er/sie wertet den Anderen ab
  • er/sie kontrolliert sein/ihr Gegenüber
  • er/sie isoliert den Partner von anderen Menschen
  • er/sie hat allein Recht
  • er/sie macht keine Fehler und braucht sich deshalb auch nicht entschuldigen – mangelnde Kritikfähigkeit
  • er/sie kann nicht vergeben, einmal gekränkt und du wirst zum Feind erklärt, der in die Knie gezwungen wird
  • er/sie ist neidisch – ständiges Konkurrenzdenken
  • hohe Empfindlichkeit auf die eigene Person (schwaches inneres leeres Selbst)
  • er/sie überschreiten dauernd die Grenzen der Anderen
  • fehlende Empathie – er/sie lebt von deinen Emotionen, denn sie können nur Emotionen vortäuschen, um an ihr Ziel zu gelangen, sie sind innerlich leer
  • er/sie erzählt sehr viel – die Taten fehlen!
  • weitere Infos gut zusammengefasst
  • hilfreiche Tipps
  • 4 Punkte

Narzissten sind nicht glücklich und tragen viel unverarbeiteten, zum Teil weit zurückliegenden Schmerz in sich. Sie haben ihre Emotionen abgespalten. Sie haben ein geringes Selbstbewußtsein und müssen sich aufwerten, indem sie andere abwerten. Aber die Opfer/Co-abhängigen Partner stehen so im Nebel, dass sie es nicht erkennen können. Da der Prozeß schleichend vonstatten ging und sanfte, leidende und manipulative Techniken angewandt wurden bis hin zu Mobbing und lauten Wutausbrüchen ist die ganze Bandbreite dabei. Wenn die Kontrolle zunimmt, kann das ein Zeichen sein, dass der Narzisst selbst schon aus der Beziehung ausgestiegen ist. Da er sich das aber nicht eingestehen kann, denn er macht ja keine Fehler, spiegelt er dieses Verhalten und wirft es dem Partner vor. Deshalb muss dieser noch mehr kontrolliert werden.

Der Partner hofft über Jahre, dass sich etwas ändert und diese Hoffnung wird benutzt. Man spricht von emotionalem Mißbrauch – eine sehr schwere Form des Mißbrauchs, weil sie so hinterhältig und nicht greifbar ist. Wenn der Narzisst den Partner erst einmal isoliert hat, können Freunde auch nicht mehr aufdecken, was für ein schräges Spiel da gespielt wird und dass das Ganze nichts mehr mit Partnerschaft zu tun hat. Nicht umsonst werden solche Beziehungen als „vergiftet“ bezeichnet. Wenn man das Ganze geistlich betrachtet, stellt man fest, dass keine von diesen Eigenschaften irgendetwas von Gottes Wesen in sich tragen, sondern die Menschen von einem Geist des Unfriedens getrieben sind. Aber Gott hat sich Beziehung definitiv anders gedacht:

Als Unterstützung, als ein Miteinander durch gegenseitigen Respekt mit Geben und Bekommen, um Freude und Leid teilen zu können, um gemeinsam zu lachen, um zu lernen, um zu lieben und Liebe tut nicht weh – sie fügt keinen Schmerz zu.

wertvolle Gedanken dazu aus der Gedankenwelt

Was kann man bei einem Co-Abhängigen erkennen – er steht im Nebel:

  • Unverständnis, was eigentlich geschieht
  • du traust deinen eigenen Gefühlen nicht mehr
  • da ist eine ständige Ambivalenz
  • du übernimmst dauernd Aufgaben für andere
  • du fragst dich, was an dir falsch ist, dass deine Beziehung so schlecht läuft
  • du lügst, weil es von dir verlangt wird
  • deine Gefühlslage hängt stark von der Stimmung deines Partners ab
  • du fühlst dich angesichts der Lage völlig hilflos
  • du gibst dein Sozialleben/Hobbys/dich selbst auf
  • du hast das Vertrauen in den Partner verloren und manchmal sogar Angst vor ihm
  • du fühlst dich für die Situation verantwortlich und suchst sämtliche Schuld bei dir
  • die Belastung macht sich bei dir bereits körperlich bemerkbar
  • du übernimmst unbewußt seine/ihre Verhaltensweisen

Für jemanden, der das nicht erlebt hat, klingt das alles seltsam. Aber wenn du auf Menschen triffst, die so im Neben stehen, wird dir klar, dass hier wirklich Hilfe nötig ist. Sie tragen alte Wunden in sich, sonst würden sie sich nicht dauernd wieder und wieder von einem Menschen verletzen lassen, ohne sich zu entfernen. Du möchtest sie schütteln oder umarmen oder irgendetwas tun, damit sie sehen, wie schräg dieses Leben ist, was sie führen. Nur ist der Knackpunkt, dass sie selbst rauswollen müssen.

Wenn es dich schmerzt oder du es ignorierst und es nicht bei dir ankommt, wenn dir jemand etwas nettes sagt, dann steckst du schon viel zu lange in einer vergifteten Beziehung. Wenn du über Jahre hoffst, dass sich der Partner ändert und er es nicht tut, dann wird er es auch in Zukunft nicht tun, weil er es nicht will. Das ist kein Unvermögen sondern Lieblosigkeit dir gegenüber. Wenn du in die Beziehung investierst und kompensierst und nichts zurückkommt, dann macht es keinen Sinn zu bleiben, weil es dich deine ganze Kraft kosten wird bis nichts mehr übrig ist. Es macht Sinn, den Narzissten sich selbst zu überlassen. Du solltest bei einer Trennung weise vorgehen und eine Strategie und gute Freunde in der Hinterhand haben. Aber dann hat er eine Chance, sich mit sich auseinanderzusetzen und vielleicht gibt es dann einen Zerbruch (Verlassenwerden und Enttarntwerden triggern den Narzissten am meisten und können zu Panik und extremer Wut führen) und einen Neuanfang, aber nicht, solange er ein Opfer hat, an dem er sich auslassen kann. Video

Und noch ein Wort zum Thema Kinder:

Ja, die meisten sagen, dass man lieber zusammenbleibt, um der Kinder willen. Die Kinder leben in diesem Klima und nehmen das als Grundlage für ihre eigene Beziehung mit in ihr Leben. Das heißt, wenn es ganz schlecht läuft, werden sie das Muster übernehmen und sich unbewußt einen narzisstischen Partner suchen – weil sie nur das kennengelernt haben. Das will doch niemand. Aber das ist der Preis, denn Kinder spüren, dass da etwas nicht stimmt und sie lernen, ihrem eigenen Gefühl nicht zu vertrauen – eine ganz schlechte Grundlage fürs Leben…

Gibt es Auswege? Ja! Befasse dich dringend mit dem Thema! Geh raus aus der Isolation! Geh unter Menschen, rede mit ihnen über deine Fragen, über das, was sich so komisch und ambivalent anfühlt. Lass dir zeigen, wie das Leben eigentlich laufen sollte. Suche dir Hilfe, auch mit der Scham, gescheitert zu sein und etwas nicht geschafft zu haben. Wir alle scheitern und nur das ist wirkliche Größe, wenn man sich und anderen seine Fehler eingestehen kann und sie beim Namen nennt anstatt zu vertuschen.

Hier gibts das Ganze in lyrischer Form:

Blickwinkel

Und falls bei dir die Frage aufkommt, warum genau dir das alles passiert?

Da gibt es keine Pauschalantwort, nur Erklärungsversuche. Sicher wirst du fündig, wenn du ein bisschen in deiner Vergangenheit und Familiengeschichte wühlst. Und außerdem sollte dieser Partner dir helfen, zu dir zu finden, dich selbst lieben zu lernen und Verständnis für andere zu entwickeln. Wenn du das bearbeitet hast und da durch bist, wirst du ein wertvoller, barmherziger Mensch sein, der gut mit anderen umgeht.

Also, wenn dich das hier in irgendeiner Form angesprochen hat, dann fange an, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Such dir Menschen zum Reden und befasse dich mit dir und sei  dir selbst ein guter Freund. Wenn du Respekt vor dir hast, dann wirst du dir nicht mehr wehtun lassen…und das ist ein Anfang.

Folgende Videos finde ich sehr hilfreich,

denn Co-Abhängige werden nicht von einem Tag auf den anderen frei. Es ist ein schmerzhafter und langwieriger Prozess. Ich weiß, wovon ich rede…

Martin Uhlemann:

der gute Riccardi:

noch wertvoller finde ich allerdings einige andere Videos von ihm, wo er sagt, wie jeder zu sich selbst finden kann. Denn darum geht es – sich nicht anpassen und das Leben eines Anderen leben, sondern zu sich selbst finden und zu sich stehen:

Kümmere dich gut um dich. Verzeih dir selbst, dass du gescheitert bist. Auch Gott verzeiht dir, er liebt dich – echt – und er hat dir alles gegeben ohne etwas von dir haben zu wollen. Er hat schon gelitten, hör also auf zu leiden und finde deine Bestimmung im Leben. Dazu habe ich schon einiges geschrieben:

Pflanzen und Menschen zum Aufblühen bringen

5 Jahre Blog – zurück zu den Wurzeln – der Weg als Ziel

Wenn du Fragen hast, schreibe gern. Ich habe Zeit und veilleicht sogar ein paar Antworten oder zumindest Ideen. Und, ich kann dich verstehen, egal wie schräg sich dein Leben für dich anfühlt…

5 Jahre Blog – zurück zu den Wurzeln – der Weg als Ziel

Vor 5 Jahren startete ich diesen Blog: Wert der Natur – zurück zu den Wurzeln. Es war ein kleiner angstvoller Start und doch der Beginn einer wundervollen Reise, deren Ziel der Weg war. Ich begann einfach und nun bin ich gefühlt endlich an den Wurzeln angekommen – 5 Jahre und einige Umwege später und der Weg geht weiter – immer tiefer möchte ich meine Wurzeln in den Boden graben, lernen und weiter ins Licht emporwachsen – mich von Gott ausfüllen lassen. Da gibt es doch wirklich Menschen, die keine Zeit für die Natur haben, sie verpassen so viel:

Naturbilder und Gedanken

Bei einem meiner Waldspaziergänge entdeckte ich so viele Bilder, dass ich sie mit dir teilen möchte – vielleicht siehst du sie ähnlich oder auch ganz anders und kannst sie mit in dein Leben nehmen und weiterdenken.

Augenbaum auf www.wertdernatur.de

Manchmal denke ich: meine Augen werden hier einfach nicht satt. Dieser Baum erinnerte mich daran, dass es ab und an sinnvoller ist, mit dem Herzen zu sehen. Unsere Augen sind so schnell vom Äußeren abgelenkt. Unser Herz kann manchmal tiefer sehen und unseren Augen helfen, den Blickwinkel zu ändern.

Herzschlag des Baumes auf www.wertdernatur.de

Hast du schon einmal einem Specht gelauscht – mit dem Ohr an dem Baum, an dem der Specht klopft? Es klingt wie der Herzschlag des Baumes – sehr faszinierend, aber hier kann ich das gar nicht wiedergeben…..

Zartheit auf www.wertdernatur.de

Dann sah ich da diese kleinen Pflänzchen – normalerweise läuft man einfach vorbei oder sogar drüber. Aber manchmal, wenn man sich Zeit nimmt, dann schaut man sie an und sie lehren dich, dass Verletzlichkeit und Zartheit im Leben wertvoll ist. Der Gegensatz zu Stärke und Perfektionismus. Diese Pflänzchen erklären die Einfachheit wieder zu etwas Wertvollem und lehren uns Genügsamkeit und Dankbarkeit.

Aufeinmal begegnete mir der erste gelbe Schmetterling – zauberhafte Leichtigkeit und Schönheit weckten in mir Freude und tiefe Zugewandtheit dem Leben gegenüber – einfach weil er da war. Er tat ja nichts außer rumflattern und meine Augen erfreuen. Er erinnert mich an Menschen, die ich so gern in meinem Leben habe und festhalten würde. Ich mag ihre Gedanken und ihre Lebendigkeit und doch liegt der Zauber darin, sie nicht zu halten, sondern sie freizusetzen, damit sie ihren eigenen Weg gehen und sich in ihrer Geschwindigkeit weiterentwickeln können. Der Gedanke, einen Schmetterling zu fangen kommt aus der Gier in uns, Macht auszuüben und zu kontrollieren – vielleicht auch aus Angst, weil wir uns nicht über uns selbst definieren, sondern eben über den anderen. Aber es tut weder dem anderen noch einem selbst gut. Es zerstört die Beziehung. Loslassen tut immer wieder auch weh und doch ist es wichtig für unser Dasein. Denn wenn wir erleben, wie gut es tut, wenn uns jemand freisetzt, dann gönnen wir das auch dem Anderen.

Loslassen auf www.wertdernatur.de

Immermal stoße ich auf Unverständnis und fehlendes Wohlwollen bei Menschen in meinem Umfeld und es gibt keine Lösung auf den ersten Blick. Das tut weh und dann zieht es mich in den Wald – zu starken Bäumen, die nicht aufgeben und dem Wind und Sturm trotzen, die Narben haben und Rückschläge erleben, aber ihre Wurzeln daraufhin nur tiefer in die Erde graben und sich weiter dem Licht entgegenstrecken. Bäume, die die anderen leben lassen und den Baum neben sich nicht als Konkurrenz sehen, sondern jedem sein individuelles Wachstum lassen. Die sich gegenseitig auffangen, wenn einer dem Sturm nicht standhalten kann.

wohlwollende Bäume auf www.wertdernatur.de

Die den Anderen stehenlassen, auch wenn er eigenartig ist und nicht so richtig zu den anderen passt. Wer weiß, was er für eine Geschichte hat und warum er sich so entwickelt hat? Sie fällen kein Urteil darüber.

eigenartige Bäume auf www.wertdernatur.de

Bäume erlebe ich als wohltuend, wie gut würde diese Eigenschaft auch uns Menschen dauerhaft stehen – Barmherzigkeit, Güte und Wohlwollen, davon brauchen wir mehr im Alltag. Ich habe meinen Schmerz darüber einfach im Bestattungswald begraben – ein schöner friedlicher Ort, um Ärger, Wut, Mißtrauen und Traurigkeit zu begraben und mit Leichtigkeit und Frieden im Herzen dem Leben zugewandt wiederzukommen.

Das Thema Wurzeln fasziniert mich sehr. Es ist gut, im Heute zu leben, aber wir brauchen diese Weitsicht, warum es sich lohnt, für Dinge zu kämpfen oder Schwieriges auszuhalten.

Wurzeln auf www.wertdernatur.de

Dieser Baum hatte es nicht leicht im Leben. Aber er suchte immer weiter, bis er ein bisschen Erde zwischen den Steinen fand, wo er wurzeln konnte. Es ist gut, wenn wir suchen: nach dem Sinn, nach dem Warum oder dem Wohin. Wenn wir tiefe Zufriedenheit und Frieden finden, egal, wie unsere Umstände sind, dann haben wir Gott gefunden. Er ist jedenfalls da, egal, ob wir ihn suchen oder nicht. Und er meint es gut mit dir und mit mir. Und selbst, wenn nichts mehr geht und wir auf der Nase liegen, weil wir so gut wußten, wo wir hinwollten und es nicht funktioniert hat,…

gefallener Baum auf www.wertdernatur.de

…dann ist er da – mitten im Fallen, möchte er dich auffangen, wenn du es zuläßt und schenkt neues Leben – neue Wurzeln, ein neues Herz, neues Sein.

Vielleicht fühlst du dich gerade wie dieses Stück Holz – völlig am Ende mit deiner Kraft? Müde und gelähmt vom ständigen Hetzen durch den Alltag und vom Kampf um irgendetwas? Verletzt und einsam? Das einzig sinnvolle ist dann, sich mit weichem grünem Moos zu umgeben -„kleiner Mooshügel“ –

umgeben von weichem Wohlwollen auf www.wertdernatur.de

– sich dem Alleinsein zu stellen und maximal wohlwollende Menschen an dich heranzulassen und in Ruhe zu heilen. Wer weiß, was dann aus dir wird? Nimm dir Zeit für dich, für die Natur, für Gott, dann wird es Leben und Wachstum im Überfluß geben und deine Umgebung wird staunen. Dies alles sind keine Ratschläge (wer braucht die schon?), sondern darf dich ermutigen, auf dem Weg unterwegs zu sein – so wie viele, mit Fragen, Ideen, Sorgen – lass es raus…

…geh wieder in die Natur….zurück zu deinen Wurzeln und nutze alles, was dir begegnet, um zu lernen :-).

Pflanzen und Menschen zum Aufblühen bringen

Ich habe mich oft gefragt, warum es mir so eine tiefe Zufriedenheit gibt, in der Erde zu buddeln, dem Leben beim Erwachen zuzusehen und zu staunen, wie Pflanzen groß und stark werden und sich entfalten, um in ihrer vollen Schönheit zu erblühen. Gehts dir ähnlich? Vielleicht, weil es so viel einfacher ist, als Menschen zum Aufblühen zu bringen? Doch auch das fasziniert mich und wird mir immer wichtiger. Lass dich also mal kurz auf dieses Gedankenspiel ein, auch wenn es teilweise hinkt:

Entfaltung auf www.wertdernatur.de

am Anfang

aufblühen auf www.wertdernatur.de

beim Aufblühen

Menschen und Pflanzen brauchen gute Bedingungen, um sich zu entfalten. Es braucht Wärme und Wohlwollen, Nahrung, Geduld und einen freien Raum zum Wachstum. Denn nur, wenn Freiheit für Entwicklung da ist, kann Wachstum entstehen und dann gibt es Blüten und Früchte. Einengung, Druck, Erwartungen und Kontrolle ist wie ein Dahinvegetieren zwischen Disteln und Dornen – man braucht eine Menge Kraft und wird nur sehr spärlich blühen. Wir können also in einer ruhigen Minute unser Leben anschauen und hinterfragen, ob Streit, Hektik, Lärm, immer irgendetwas zu tun und dauernd nur im Außen unterwegs zu sein wirklich gute Bedingungen sind, um zu wertvollen Persönlichkeiten heranzureifen.

Denn bei der Arbeit im Garten fiel mir auf, dass jede Pflanze für sich wächst (von den Schmarotzerpflanzen mal abgesehen). Es ist wichtig, zu entdecken, dass du selbst für dich verantwortlich bist. Wenn du also feststellst, dass dir das Wohlwollen in deiner Umgebung fehlt, dann kannst du nicht dein Umfeld ändern, aber du kannst lernen, Grenzen zu setzen. Die Menschen um dich herum müssen sehen, was dir wichtig ist, was du leisten kannst und was eben nicht geht (ja, man macht sich dabei verletzlich – aber das ist doch wahre Stärke, oder?), sie müssen hören, was deine Bedürfnisse sind und erfahren, was dir nicht gut tut. Man nennt das Selbstfürsorge – das ist lernbar, auch in späteren Jahren :-).

Denn sie werden an deine Grenzen gehen und fordern damit heraus, wie du mit dir selbst umgehst. Wenn ihr eine gute Ebene der Kommunikation habt, werden sie dich respektvoll behandeln und selbst an ihrem Charakter arbeiten. Und so kann sich jeder Stück für Stück entfalten und das ausleben, was Gott in jeden ganz einzigartig hineingelegt hat. Und er ist da und schickt uns immer wieder die Menschen über den Weg, die wir brauchen, um zum Kern zu finden. Tolle Gärtner kennen die Eigenschaften ihrer Pflänzchen und nutzen dies und pflanzen nebeneinander, was gut füreinander ist ( manche Pflanzen vertreiben für andere schädliche Insekten oder begünstigen sich im Wachstum).

Wenn du im Leben Barmherzigkeit erfahren hast, dann wirst du es auch weitergeben können. Wenn du Freiheit geschmeckt hast, wirst du diesen freien Raum auch anderen zugestehen. Wenn du mit deinen Emotionen nicht hinter dem Berg halten musst, wirst du es aushalten, wenn andere ihre Empfindungen äußern  und dies nicht ändern wollen. Es geht immer erst einmal darum, zum eigenen Kern zu finden – die eigenen Themen zu bearbeiten, Grenzen setzen zu lernen, sich den Schmerzen im Inneren zu stellen, damit sie heilen können. Voller Kraft geht deine Reise dann weiter zu den Anderen. Selbstfürsorge ist nicht Egoismus, wenn du immer wieder dein Gegenüber im Blick hast. Allerdings fühlt es sich anfangs sehr egoistisch an, wenn man es neu ausprobiert.

Doch dann hast du wirklich dauerhaft etwas zu geben (du blühst auf und erfreust deine Umgebung),

  • dann erst kannst du zuhören, ohne zu urteilen,
  • deine Meinung sagen, ohne Ratschläge zu erteilen,
  • dann kannst du den Anderen sehen, ohne dich selbst in ihm zu sehen und verwirklichen zu wollen,
  • du kannst Mut machen, ohne das Gegenüber zu bedrängen,
  • vertrauen, ohne etwas zu erwarten und
  • helfen, ohne für den Anderen zu entscheiden (wertvolle Gedanken aus dem Buch über die Liebe von Jorge Bucay – Buchtipp!).

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Und du kannst dich an deinen Mitmenschen erfreuen, ganz ohne Neid, weil es eben unterschiedliche Schönheiten und Begabungen gibt, bei Menschen und auch bei den Pflanzen. …Um die Brücke zum Garten wieder zu schaffen… Schauen wir uns also einmal bewußt den Garten unseres Lebens an: ist er voll Unkraut, Streit und Überforderung oder blüht er in bunten Farben der Ermutigung, Wärme und Lebendigkeit? Das wünsche ich dir von Herzen. Es fängt bei dir an, in deinem Kern. Pack es an, es lohnt sich. Pflanze draussen in der Erde und drin in deinem Herzen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um Samen zu sähen, um dieses Jahr etwas ernten zu können…

Aller Anfang ist schwer…aber jedem Anfang wohnt auch ein Zauber inne 🙂 und wenn es nur die Hoffnung auf ein bisschen Erwachen und Wachstum ist.

Nette Gedanken und Fragen dazu hat auch dieser Mann: zurück zur Natur und die Gedankenwelt

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Blickwinkel

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Blickwinkel

Ein wunderbares Bild auf den 1. Blick:

Diese 2 ineinander verschlungenen Bäume, so innig und voll Hingabe sind die anmutigen Baumkronen miteinander verwoben.

Strahlend schön sind sie und unnahbar – nur dem Himmel entgegengestreckt, die Wurzeln halten sie verdeckt.

Man sieht sie nicht und meint,auf sie kommt es nicht so an, denn sie sind unter der Erde gut versteckt.

Die Wurzeln erinnern zu sehr an die Vergangenheit, an altes Leid, da haben wir jetzt keine Zeit, uns damit auseinander zu setzen.

Lieber scherzen wir und freuen uns oder halten eben durch, doch die Kunst liegt im Erhaschen des 2. Blicks:

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Der 1. Baum ist stark und schön,doch wenn du still bist und lauschst,hörst du ihn stöhnen unter der Last der Kompensation,

an die er sich irgendwie gewöhnt hat,

weil es ja keine andere Möglichkeit gibt,

als den sichtbaren Raum der Zweisamkeit

um jeden Preis zu erhalten,

auch wenn Er gefühlt vor Einsamkeit erkaltet.

Ein herber Schlag ist der Blickwinkel von unten: Blickwinkel auf www.wertdernatur.de

Der 2. Baum hat schon vor Jahren seine Wurzeln verloren und sich geschworen, seine schöne Krone auszustaffieren und seine eigenen Entfaltungsmöglichkeiten zu forcieren, so lange der Andere nur standhält.

Dieser 1. Baum darf nicht fallen,das ist essentiell, denn die schon bröckelnde Fassade der internen Schwierigkeiten würde zerschellen und für jeden sichtbar alle Beide entstellen.

Er soll also funktionieren und sich auf seine Aufgabe konzentrieren, er wird immer schön beschäftigt, dann kann er auch nicht über die eigenen Bedürfnisse sinnieren.

Doch wehe, wenn es tatsächlich geschieht und ein Sturm aufzieht und der 1. Baum sich seiner Wurzeln bewußt ist, dann wird nur Er allein dem standhalten. Wenn auch mit Narben und vom Leben gezeichnet, doch durch diese Erfahrungen bereichert, wird er sich entfalten – stark und schön – von innen heraus. Für den 2. Baum, den Entwurzelten, ist es dann aus.

Was lernen wir daraus?

Es gibt Stürme im Leben, und es ist gut, viel Wert auf die Wurzeln der Reflexion zu legen und sie zu pflegen,auch wenn wir für diese zeitintensive Aufgabe gelegentlich belächelt werden, wird uns das zum Segen.

Nachtrag: ein paar Monate später hatte es der Baum geschafft – wie schön – und er blüht auf….