Weihnachtswunder

Komm, ich nehme dich kurz mit in meine wunderbare Weihnachtswelt. Ich erzähle dir einfach von meinem etwas anderen Dezember und Weihnachtswunder. Vielleicht bist du ja auch bereit für dein Weihnachtswunder? Gott hält so viel für uns bereit. Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, ob du das Gefühl hast, wirklich in deinem Leben angekommen zu sein? Weißt du, wer du bist? Wenn ja, freue ich mich für dich. Ich habe bisher irgendwas gelebt, aber erst jetzt fühlt es sich nach meinem Leben an – vorher habe ich mich angepaßt, habe Erwartungen erfüllt, wußte nicht, was ich eigentlich wollte, habe eben nach Regeln funktioniert, die andere aufgestellt haben. Das geht auch eine Weile gut, aber irgendwann fragt man sich tatsächlich, warum man eigentlich hier auf dieser Erde lebt und wer man ist?

Da sind so viele Details, mit denen man sich auseinandersetzen kann. Auch unser kleiner Weihnachtsbaum sieht aus verschiedenen Blickwinkeln sehr unterschiedlich aus:

Weihnachtswunder auf www.wertdernatur.de

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Mein Weihnachtswunder ist nun folgendes: Im Frühjahr bat ich Gott um 2 Monate Auszeit. Im November wurde mein Gebet erhört und für Dezember bekam ich eine Mutter-Kind-Kur genehmigt. Ich freute mich unbändig. Ich wollte schön allein Zeit haben und in Ruhe einiges aufarbeiten und ein paar Touren machen. Aber zu hohe Erwartungen sind nicht so gesund und eigentlich liebe ich Überraschungen: so wurden beide Kids nacheinander krank und wir verbrachten stolze 10 Tage in Quarantäne. Zwischendurch fiel ich in den Schlamm in die Nordsee (nein, keine Moorpackung! das hätte ja noch einen entspannenden Effekt gehabt) und verstauchte mir die Hand – zum Glück die linke. Blieb also nicht so viel Zeit für mich allein und für Therapien. Weihnachtswunder Zeorb auf www.wertdernatur.deAber jammern liegt mir nicht. Ich konnte schreiben, welch ein Glück, und jeder Umstand, jede Begegnung, jedes Gespräch war eine Anregung, weil ich sie sehr intensiv wahrnahm. Und auf einmal kamen Ideen und mein Inneres spudelte wie ein Brunnen. Aufs Neue lernte ich, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden und ich so spontan wie das Wetter hier reagieren kann und dadurch mich selbst entdecke. Ich sah Gottes Güte in so vielen Kleinigkeiten: wir bekamen das stillste Zimmer mit Blick auf eine Trauerweide, ich hatte einige wertvolle Begegnungen und Gespräche genau zur richtigen Zeit, ich lernte meine Kinder nochmal ganz neu kennen, denn durch die Krankheit hatten wir Zeit füreinander, die Landschaft war so inspirierend, die Weite sprühte förmlich vor Freiheit. Wir erlebten echte Naturgewalten (Wind mit 100 kmh ist schon ne Wucht) und durchs Watt zu gehen ist unendlich entschleunigend. Und am Ende konnte ich immerhin noch 3 Touren in die kleinen schönen Städchen machen. Und na klar, für den einen ist das alles eben Zufall. Ich aber mag es, zu sehen, was Gott sich alles ausdenkt und mir zufallen läßt und fühle mich reich beschenkt.

Somit war es für mich eine völlig neue Vorweihnachtszeiterfahrung. Ich habe es genossen und werde diese Ruhe wohl mit in die nächsten Jahre integrieren. Ich mache dir Mut, gerade in diesem Dezembermonat etwas neues zu probieren und vielleicht Menschen einfach Zeit zu schenken.

Jedenfalls hat diese Zeit bewirkt, dass ich so einiges über mich lernen konnte. Falls dich irgendetwas ärgert, was ich hier schreibe, ist das ok. Mir wurde immer mal nachgesagt, dass ich Menschen zu sehr herausfordere. Ich gebe zu, es fällt mir nicht so leicht, diesen Artikel hier zu schreiben. Er ist sehr ehrlich. Aber ich habe nun entdeckt, warum ich das tun muss: weil ich endlich ich selbst bin und da eckt man manchmal an. Und im An-ecken wird man stärker und lernt, evtl. lernen die Anderen auch etwas. Ich versuchte lange Jahre, das zu vermeiden, um die anderen Menschen nicht zu stören. Ich habe mich angepaßt, um ihnen etwas Gutes zu tun. Aber damit hilft man niemandem, im Gegenteil, man macht sich selbst kaputt. Wenn die Anderen sich an irgendeinem Umstand stören, ist es ihr eigenes Thema. Ob sie sich damit befassen oder den Kontakt vermeiden, ist ihre Sache. Vielleicht ist dir das ja schon lange klar. Ich habe es nicht gecheckt, erst jetzt und ich bin dankbar für diese Klarheit und die Erfahrungen. Und so läuft das eben im Leben mit dem Lernen. Ab und zu geht jedem mal ein Kronleuchter auf und dann kann man es in den Alltag integrieren und immerhin bin ich ja noch nicht 100 und kann es noch ein paar Jahre anwenden. Es ist also nie zu spät, sich auf die Reise zu sich selbst zu machen und im eingenen Leben anzukommen.

Wozu so eine Reise gut ist – losfahren in die Weite, aussteigen, wo es schön ist und sich selbst finden…verrückt. Und es fühlt sich sehr gut an.

Diese Freiheit wünsche ich dir für das Weihnachtsfest – im Umgang mit der Familie, den Ansprüchen nach Harmonie, den Freunden, den Vorbereitungen – lebe, was dir wichtig ist, sei du selbst, weil Gott auch für dich ein Weihnachtswunder hat und ärger dich nicht, wenn nicht alles reibungslos läuft. Das ist wichtig für alle Beteiligten.

Hier kommen noch ein paar Worte zum Weihnachtsfest:

schlichte Türen

Hinter so manch schlichter Tür,

an die das Leben uns führt,

verbirgt sich eine wahre Pracht.

Sacht wurden meine Blicke auf eine Krippe gelenkt –

wer bitteschön begibt sich denn freiwillig in Gefangenschaft?

Jesus hat dieses krasse Wunder vollbracht, denn dass einer uns freimacht, hat uns allen Sinn gebracht..

Und wie oft geben wir nicht darauf acht?

Er hat sich hingegeben, damit wir unserem Wesen gemäß leben.

Das Sterben allein hätte echt keinen Sinn gemacht,

er ist auferstanden und möchte Beziehung zu uns pflegen.

In seiner Liebe hat er so viel für uns vorbereitet, wir aber glauben es nicht und nehmen uns keine Zeit, ihn danach zu fragen,

leben lieber mit Unbehagen und in Ängsten vor uns hin, hetzen und schaffen, mühen uns und raffen.

Auch ich war verzagt und hätte nie zu träumen gewagt, was für eine Lebensaufgabe Gott für mich hat.

Wer bin ich? auf www.wertdernatur.de mit Zeorb

Doch ich darf nun mein Wesen ausleben und endlich sehen und verstehen, wofür die Wüste gut war.

Klar, es beutelt mich momentan noch hin und her zwischen den Tränen der Vergangenheit

und purem Glücksgefühl der Gegenwart im Freudenmeer.

 

Und manchmal braucht es eben eine Auszeit,

Weihnachtswunder auf www.wertdernatur.de mit Zeorbdenn auch wenn es uns in den Händen kribbelt und wir es nicht erwarten können, irgendetwas zu starten

macht es Sinn, ihn zu fragen und geduldig und vergnügt auszuhalten, bis jedes Puzzleteil sich fügt,

weil Gottes Timing immer genügt.

Wie gern würde ich dir vermitteln, was ich erlebe,

doch meine Worte sind schwach.

Ach, probier es doch einfach selbst aus.

Frohe Weihnacht.

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